Grüne fordern Hilfe für das Jugendtheater Braunschweig

Braunschweig.  Die Fraktionsvorsitzende im Landtag Anja Piel mahnt frühere Zusagen an. Sie stammen noch aus der rot-grünen Regierungszeit.

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen in Niedersachsen, bei einer Stellungnahme  im Landtag.

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen in Niedersachsen, bei einer Stellungnahme im Landtag.

Foto: Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Anja Piel, hat Niedersachsens Koalition von SPD und CDU aufgefordert, Förderzusagen für das Junge Staatstheater Braunschweig einzulösen.

Piel sagte nach einem Besuch des Theaters, SPD und CDU stünden in der Pflicht, im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2020 die bis zu 2,8 Millionen Euro für den Fortbestand des Jungen Staatstheaters Braunschweig bereitzustellen.

Die Fraktionen legen jeweils eigene Listen mit Schwerpunkten zum Haushalt vor. Die Grundlage ist die jährliche Haushaltsklausursitzung der Regierung. Beschlossen wird der Haushalt 2020 dann vom Landtag. Bislang sind keine Mittel für das Jugendtheater vorgesehen. Zuständig ist Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler (CDU).

„Das Junge Staatstheater Braunschweig macht seit mehr als drei Jahrzehnten hervorragende Arbeit und erreichte pro Spielzeit zuletzt 14.000 junge Menschen“, erklärte Piel. Es gelte in Deutschland als Vorreiter, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus allen gesellschaftlichen Gruppen Projekte zu entwickeln und so neues Publikum an Theater, Tanz und Musik heranzuführen. Neben den gut geförderten Staatstheatern in Hannover und Oldenburg brauche auch das Haus in Braunschweig Unterstützung, betonte Piel.

Eine grundsätzliche Förderzusage gab es 2017 noch seitens der rot-grünen Landesregierung. An einer konkreten Absicherung fehlt es aber bislang. Die damalige Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) hatte kurz vor der Landtagswahl 2017 den Plan vorgestellt, eine bisherige Probebühne des Theaters in der früheren Husarenkaserne zur neuen Spielstätte auszubauen.

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