Braunschweig: 11-Jähriger gerät unter Straßenbahn und stirbt

Braunschweig.  Am Donnerstagnachmittag geriet ein Kind auf der Siegfriedstraße unter eine Straßenbahn. 19 weitere Kinder stehen unter Schock.

Bei einem schweren Unfall mit einer Straßenbahn starb am Donnerstag ein 11-jähriges Kind.

Bei einem schweren Unfall mit einer Straßenbahn starb am Donnerstag ein 11-jähriges Kind.

Foto: Jörg Koglin / Braunschweiger Zeitung

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Donnerstagmittag gegen 14.15 Uhr auf der Siegfriedstraße zwischen Burgundenplatz und Bienroder Weg im Braunschweiger Siegfriedviertel ereignet.

Eine Schülergruppe mit rund 20 Schülern unterschiedlichen Alters der Astrid-Lindgren-Schule befand sich an der Straßenbahnhaltestelle Siegfriedstraße/Ottenroder Straße. Dann geriet ein elfjähriger Schüler unter die einfahrende Straßenbahn der Linie 2.

Woher die Schüler kamen und wohin sie unterwegs waren, konnte am Donnerstag von Polizei und Feuerwehr noch nicht berichtet werden. Das konzentrierte Einsatzgeschehen hatte – neben Bergung, Absperrung und Sicherung – sein Hauptaugenmerk auf die notwendige Abschirmung und Betreuung der Opfer und der Familienangehörigen gerichtet. Nach rund zwei Stunden konnte die vollständige Sperrung des Bereiches um die Kreuzung aufgehoben werden, Straßen- und Bahnverkehr rollten wieder.

Kind verstirbt an Unfallstelle

Das elfjährige Kind verstarb noch vor Ort. Die Polizei berichtet:

„Eine Gruppe von Schülern unterschiedlichen Alters der Astrid-Lindgren-Schule betrat zu dieser Zeit die Straßenbahnhaltestelle Ottenroder Straße. Aus Richtung Siegfriedstraße näherte sich eine Tram der Linie 2 und fuhr in die Haltestelle ein. Der junge Schüler rannte in diesem Moment quer durch die Gruppe und an ihr vorbei. Aus ungeklärter Ursache geriet er an dem Hochbord ins Straucheln und fiel auf den Gleiskörper, direkt vor die einfahrende Straßenbahn. Dabei wurde er unter die Bahn gezogen und erlitt tödliche Verletzungen. Viele der Schülerinnen und Schüler aus der Gruppe erlitten einen Schock. Nach der ersten Betreuung vor Ort wurden sie zurück in ihre Schule gebracht und dort weiter versorgt. Rettungswagen brachten zwei von ihnen vorsorglich ins Krankenhaus. Auch der 39-jährige Fahrer der Straßenbahn erlitt einen Schock und musste rettungsdienstlich versorgt werden. Der Unfallort wurde für die Versorgung der Verletzten und die Spurensicherung im Rahmen der Unfallaufnahme weiträumig abgesperrt.“

So weit der Bericht der Polizei. Feuerwehr und Polizei waren mit einem Großaufgebot an der Unfallstelle. Im Einsatz waren annähernd 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Notfallseelsorge.

neb/awa