Altersvorsorge

Rente: Diese Nationen stellen die meisten Beitragszahler

Rente: So entsteht die Anzahl der Beitragsjahre

Rente: So entsteht die Anzahl der Beitragsjahre

Wer Rentenzahlungen in Anspruch nehmen möchte, muss für eine bestimmte Zeit Beiträge gezahlt haben. Dabei zählen nicht nur die Jahre, in denen man in die Rentenkasse eingezahlt hat.

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Berlin  Die FDP möchte die Rente mit gesteigerter Einwanderung stabilisieren. Lesen Sie hier, welche Einwanderer bereits am meisten beitragen.

Noch drei Jahre gilt die festgelegte Garantie: Das Rentenniveau darf nicht sinken. Doch danach stehen schwere Zeiten bevor, denn das Rentensystem steht unter finanziellen Druck. Die Anzahl der Rentner und Rentnerinnen wächst im Vergleich zur Anzahl der beitragszahlenden Arbeitnehmer immer weiter. Ohne Milliardenzuschüsse aus dem Bundeshaushalt wäre die gesetzliche Rente sozusagen längst pleite.

Die FDP machte im vergangenen Bundestagswahlkampf mit dem Vorschlag Schlagzeilen, die Sozialkassen mittels gesteigerter Einwanderung zu stabilisieren. Eine Idee, die auch laut Finanzexperten Potenzial hat, das Rentensystem positiv zu beeinflussen.

Rente: Diese Nationen stellen die meisten Beitragszahler

Aktuelle Statistiken der Deutschen Rentenversicherung (DRV) aus dem Januar zeigen jetzt: Menschen ohne deutschen Pass machen schon Ende 2020 mit 17,2 Prozent einen beträchtlichen Teil der aktiv Rentenversicherten aus. Insgesamt stellen sie 6,7 Millionen der gut 39 Millionen aktiv Versicherten.

Als aktiv versichert gelten Menschen, die entweder Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen oder Beitragszeiten geltend machen. Zum Beispiel weil sie Angehörige pflegen oder Kinder erziehen.

Am meisten zur Rentenversicherung tragen laut den Daten der DRV Einwanderer aus der Türkei mit rund 1,05 Millionen und Polen mit rund 560.000 Beitragszahlern bei.

Herkunftsland Aktiv Versicherte (gerundet)
Türkei 1.050.000
Polen 560.000
Syrien 463.000
Rumänien 463.000
Italien 342.000
Serbien 271.000
Bulgarien 215.000
Kroatien 210.000
Griechenland 193.000
Russland 168.000
Afghanistan 166.000
Irak 149.000
Bosnien und Herzegowina 123.000
Ungarn 117.000
Marokko 72.000
China 51.000
Großbritannien 49.000
USA 42.000

Die DRV führt weitere knapp 238.000 aktiv Versicherte auf, deren Staatsangehörigkeit als ungeklärt gilt.

Insgesamt sank die Zahl der ausländischen Versicherten im Vergleich zum Jahr 2019 um gut 58.000 Personen. Das ist ein Rückgang von rund 0,85 Prozent. Der FDP dürfte das nicht gefallen. (jasc)

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Rente in Deutschland - Fakten und Geschichte

  • System: Die gesetzliche Rente funktioniert nach dem Äquvivalenz- und dem Solidarprinzip.
  • Renten-Arten: Es gibt noch die Grund-, die Erwerbsminderungs- und die Hinterbliebenenrente.
  • Ausnahmen: Eine große Mehrheit der Selbstständigen und Freiberufler sind von der Versicherungspflicht befreit.
  • Finanzierung: Die gesetzliche Rente in Deutschland ist grundsätzlich umlagenfinanziert.
  • Probleme: Die Probleme der Unterfinanzierung ergeben sich hauptsächlich aus der zunehmend älter werdenden Bevölkerung in Deutschland.
  • Drei Säulen: Die Altersvorsorge in Deutschland fußt auf drei Säulen. Dazu gehören die gesetzliche, betriebliche und die private Altersvorsorge.
  • Ursprung: Sie wurde am 22. Juli 1889 unter Reichskanzler Otto von Bismarck offiziell eingeführt.

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