Kenianer Wanjiru wegen Dopings für vier Jahre gesperrt

Soll verbotene Substanzen verwendet haben: Der Kenianer Daniel Wanjiru bei seinem Sieg in London.

Soll verbotene Substanzen verwendet haben: Der Kenianer Daniel Wanjiru bei seinem Sieg in London.

Foto: dpa

Monaco. Gut drei Monate nach seinem Landsmann Wilson Kipsang ist auch Kenias Marathon-Spitzenläufer Daniel Wanjiru wegen Dopings für vier Jahre gesperrt worden und verpasst die Olympischen Spiele 2021 in Tokio.

Dies geht aus der jüngsten Aufstellung der Doping-Sanktionen durch die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics hervor.

Es sei "höchst wahrscheinlich", dass Wanjiru, der London-Marathon-Sieger von 2017, verbotene Substanzen verwendet habe. Dies würden Unregelmäßigkeiten im Blutpass des 28-Jährigen zeigen. Aus diesem Grund war der Kenianer Anfang April bereits vorläufig suspendiert worden. Ein positiver Test lag nicht vor. Seine Dopingsperre läuft nun bis zum 8. Dezember 2023. Wanjiru kann dagegen noch Einspruch einlegen.

Auch der frühere Marathon-Weltrekordler Kipsang war Anfang Juli für vier Jahre gesperrt worden. Laut AIU hatte der Kenianer gegen Meldeauflagen ("Whereabouts") verstoßen, außerdem wurden ihm "Manipulationen durch falsche Beweise und Zeugenaussagen" vorgeworfen.

© dpa-infocom, dpa:201015-99-960031/2

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder