Los Angeles. Bei der Verleihung der Golden Globes in den USA triumphieren zahlreiche Produktionen aus dem Ausland. Zu den Gewinnern gehört erwartungsgemäß die Britin Olivia Colman - aber es gibt auch Überraschungen.

Bei den Golden Globes in Los Angeles hat es in den Fernsehkategorien ungewöhnlich viele Preisträger gegeben, die nicht aus den USA stammen.

Zwei Preise gingen in der Nacht zu Montag in Los Angeles an das opulente Familiendrama "Succession" über einen alternden TV-Mogul. Die Reihe gewann in der Königskategorie als beste Dramaserie und der in Schottland geborene Brite Brian Cox wurde zum besten Hauptdarsteller einer Dramaserie erkoren. Die von HBO produzierte US-Serie ist in Deutschland beim Sender Sky Atlantic HD zu sehen.

Mehrere Trophäen gingen an britische Werke: Beste Schauspielerin in einem Drama wurde die Britin Olivia Colman als Queen Elizabeth II. in der Netflix-Serie "The Crown". In der Comedy-Kategorie gewann BBCs "Fleabag" als beste Serie. Deren Autorin Phoebe Waller-Bridge spielt darin eine einsame Großstädterin. Die Londonerin gewann auch den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie. Bei uns erschien "Fleabag" bei Amazon.

Bester Komödien-Hauptdarsteller wurde Ramy Youssef für seine autobiografische Serie "Ramy" über einen US-amerikanischen Mittzwanziger mit ägyptischen Wurzeln. Produziert wird "Ramy" von Hulu.

Beste Mini-Serie wurde das US-amerikanisch-britische Atomkatastrophendrama "Chernobyl" von HBO (in Deutschland bei Sky zu sehen). Der Schwede Stellan Skarsgard gewann darin für seine Verkörperung eines sowjetischen Politikers den Preis als bester männlicher Nebendarsteller. Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie wurde der Australier Russell Crowe als TV-Produzent Roger Ailes in "The Loudest Voice". Den Preis als beste Hauptdarstellerin einer Miniserie gewann Michelle Williams für ihre Verkörperung der Schauspielerin und Tänzerin Gwen Verdon in der Serie "Fosse/Verdon". Patricia Arquette wurde für "The Act" zur besten Nebendarstellerin ernannt.