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Aldi, Lidl & Co: Warum regionale Lebensmittel gefragt sind

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Maskenpflicht: Das gilt in Supermärkten

Maskenpflicht- Das gilt in Supermärkten

Ab April fällt die Maskenpflicht in vielen Bereichen: Auch in den Geschäften. Supermärkte können in der Theorie selbst entscheiden, ob sie dennoch das Tragen einer Maske verpflichten.

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Berlin.  Verbraucherschützer haben nachgefragt. Warum ist den Menschen beim Einkaufen wichtig, dass Obst und Gemüse aus ihrer Region kommen?

Ob bei Salat, Äpfeln oder Eiern: Eine große Mehrheit der Verbraucher wünscht sich bei vielen Lebensmitteln Produkte aus der Region. 86 Prozent ist dies beim Einkauf von Obst und Gemüse wichtig, 82 Prozent bei Eiern und 74 Prozent bei Brot und Backwaren. Dies hat eine repräsentative Umfrage der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ergeben, die dieser Redaktion vorliegt.

Gut drei Viertel aller Befragten achtet beim Einkauf darauf, ob die Produkte aus regionaler Erzeugung stammen. 57 Prozent kaufen mindestens einmal pro Woche regionale Lebensmittel. Wichtig ist den Käuferinnen und Käufern dabei, dass sie damit die heimische Landwirtschaft (94 Prozent) unterstützen und ihnen Frische (90 Prozent) und Nachhaltigkeit (84 Prozent) wichtig sind. Lesen Sie auch: Aldi, Lidl und Co: Wo gilt die Maskenpflicht ab 2. April?

Aldi, Lidl & Co: Regionalität ist gesetzlich nicht definiert

Ob bei Aldi, Lidl oder in Supermärkten: Es nicht leicht, wirklich regionale Lebensmittel zu bekommen. „Wenn Möhren als regionales Produkt beworben werden, sollten sie nicht 500 Kilometer vom Supermarkt entfernt angebaut werden“, sagt Christiane Seidel, Referentin im Team Lebensmittel des vzbv. „Und wer „Eier von unseren Landwirten“ in Brandenburg kauft, sollte keine Eier aus den Niederlanden im Korb haben.“

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Das Problem: „Begriffe wie „Region“ oder „regional“ sind bislang weder eindeutig gesetzlich definiert noch bestimmten, einheitlichen Anforderungen unterworfen“, kritisieren die Verbraucherschützer. Das müsse sich ändern. Die Verbraucherzentrale fordert deshalb die Europäische Kommission auf, einheitliche Mindeststandards für die Regionalkennzeichnung zu etablieren. Die künftige Kennzeichnung von Herkunft und Regionalität von Lebensmitteln müsse leicht verständlich, einheitlich, vergleichbar und verbindlich sein.

Regionalität: Verbraucherschützer wollen Herkunftsland aufs Etikett

Die Verbraucherschützerin schlägt vor, das Herkunftsland eines Produktes – wie Deutschland oder Frankreich – auf allen Lebensmitteln zu kennzeichnen. Bisher gilt dies nur für unverarbeitetes Fleisch und für unverarbeitetes Gemüse und Obst. Diese Vorschrift sollte künftig auch für die Primärzutat von verarbeiteten Lebensmitteln gelten.

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Dies wäre auch im Sinne vieler Verbraucherinnen und Verbraucher: Vier von zehn Befragten halten es für schwierig, die Herkunft zu erkennen. 67 Prozent finden es inakzeptabel, wenn ein als regional beworbenes Produkt zwar in der Region hergestellt wurde, aber die Zutaten aus anderen Ländern stammen.

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