Coronavirus: Das ändert sich jetzt für Amazon-Kunden

Berlin.  In Italien und Frankreich nimmt Amazon aufgrund des Coronavirus einige Bestellungen nicht mehr an. Was das für hiesige Kunden bedeutet.

Weltkonzern Amazon: Shopping, Filme und Logistik

Amazon startete 1994 als Buchhandel im Internet. Inzwischen bietet der Konzern alles, was sich kaufen und verschicken lässt: Gründer Jeff Bezos beschäftigt viele hunderttausend Menschen und ist der reichste Mann der Welt.

Beschreibung anzeigen

Eigentlich gelten Online-Händler als Profiteure der Coronakrise. Doch auch Amazon scheint in der Pandemie an seine Grenzen zu geraten. In Italien und Frankreich nimmt der Online-Riese nun Bestellungen für Artikel, die nicht für das tägliche Leben wichtig sind, nicht mehr an.

Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, würde man sich in Frankreich und Italien nur noch auf die „Artikel mit der höchsten Priorität konzentrieren“, sagte ein Amazon-Sprecher unserer Redaktion.

Coronavirus: Amazon erhöht Gesundheitsmaßnahmen in Deutschland

Für Deutschland gelte diese Beschränkung aber nicht, hieß es von Amazon. Auf die Frage, ob sich das in naher Zukunft ändere, wollte sich Amazon nicht äußern – man spekuliere nicht, hieß es.

Allerdings hat Amazon auch in Deutschland bereits die präventiven Gesundheitsmaßnahmen erhöht. Unter anderem werde auf die sonst üblichen Ausgangskontrollen verzichtet und die Räume und Fahrzeuge würden regelmäßig desinfiziert werden. Probleme mit fehlendem Desinfektionsmittel gebe es nicht, hieß es von Amazon.

Corona-Krise kann zu längeren Lieferzeiten führen

Aber auch für Kunden gibt es hierzulande einige Änderungen. Seit der vergangenen Woche priorisiert Amazon seine Waren, Medizinartikel und Produkte des täglichen Bedarfs haben Vorrang. Das könne bisweilen zu längeren Lieferzeiten führen, teilte das Unternehmen mit.

Das Digital-Branchenmagazin „t3n“ ermittelte in einem Schnelltest, dass auch für Mitglieder des Bezahlservices „Prime“ die Lieferzeit einiger Produkte auf bis zu einen Monat gestiegen sei.

Bei den meisten Produkten komme es laut dem Test aber zu gewöhnlichen Lieferzeiten von einigen Stunden bis wenigen Tagen. Bei Büchern hingegen dauere die Lieferzeit bis zu einer Woche.

Trotz Schwierigkeiten kann der Online-Handel in Zeiten der Krise profitieren. Zu dieser Einschätzung kam das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer aktuellen Studie.

Mehr zum Coronavirus:

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder