Möbelhaus

"Stromma": Möbelgigant Ikea steigt in Strommarkt ein

In Schweden wandelt sich Möbelhaus Ikea zum Stromanbieter.

In Schweden wandelt sich Möbelhaus Ikea zum Stromanbieter.

Foto: Stefan Zeitz / Imago Images

Berlin  In Deutschland bietet Ikea schon länger Solarpanels an. In Schweden liefert das Möbelhaus bald auch Ökostrom – vom selben Hersteller.

Das Möbelhaus Ikea wird in seinem Heimatland Schweden zum Vertreiber von Ökostrom: "Stromma" heißt das Angebot, das im September starten soll. Wie der IIkea-Mutterkonzern Ingka der Nachrichtenagentur Reuters sagte, könnten Kunden dann "bezahlbare erneuerbare Elektrizität aus Solar- und Windkraftanlagen" beziehen. Über eine App soll es möglich sein, die Herkunft des Stroms zurückzuverfolgen.

Der Tarif setzt sich einem Fachmagazin zufolge aus einem fixen Grundbetrag in Höhe von umgerechnet 3,79 Euro sowie einer monatlichen Gebühr je nach Verbrauch zusammen. Geliefert werden soll der Strom von Svea Solar, einer Firma, die bereits das Solarpanel "Solstråle" für Ikea produziert. Das ist seit Oktober 2018 auch in deutschen Ikeafilialen erhältlich.

Ikea testet neues Ladenmodell in Shanghai

Um den Bau neuer Wind- und Solarparks anzukurbeln, soll der Strom für "Stromma" nur aus Anlagen kommen, die nicht älter als fünf Jahre sind. Langfristig soll es das Ökostrom-Angebot in allen Ländern geben, in denen Ikea aktiv ist, sagte der für Nachhaltigkeit zuständige Manager Jonas Carlehed. Wann es in Deutschland soweit sein könnte, ist unklar.

Erst am Montag wurde bekannt, dass Ikea in seiner Shanghaier Filiale ein neues Ladenmodell testet. Der traditionelle Aufbau der Möbelhäuser mit einem Rundgang durch Wohnräume und Abteilungen fällt dort weg. Stattdessen gibt es eine Mischung aus offenen Räumen, in denen Kunden miteinander in Kontakt treten können, und Rückzugsorten, wo sie sich erholen können. (küp)