Online-Umsatzrekord: Ikea einer der größten Corona-Gewinner

Berlin.  Während andere Unternehmen in der Corona-Krise um ihre Existenz kämpfen, kann der schwedische Möbel-Riese seinen Jahresumsatz steigern.

Ikea: Das bedeuten die seltsamen Möbelnamen

Darum haben Ikea-Möbel so seltsame Namen

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Der schwedische Möbel-Gigant Ikea gehört zu den größten Gewinnern der Corona-Krise . Zu verdanken hat der Einrichtungskonzern das vor allem einem horrenden Online-Umsatz von 861 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von 74,3 Prozent .

Zurückzuführen ist dieser Anstieg auch auf eine Strategieänderung . Noch bis zum Sommer dieses Jahres diente die App des Möbel-Konzerns lediglich zur Präsentation der Produkte, kaufen konnten Kunden darüber jedoch nicht. Das hat sich grundlegend geändert: die Ikea-App ist nun virtuelles Einrichtungshaus und Online-Shop in einem.

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Ikeas Gesamtumsatz steigt trotz Pandemie

Der Online-Anteil am Gesamtumsatz beträgt inzwischen 16,2 Prozent. Im Vorjahr lag dieser noch bei 9,4 Prozent. „Das Online-Geschäft kompensierte damit den Corona-bedingten Umsatz-Rückgang in den Einrichtungshäusern“, heißt es dazu von den Schweden. „Kompensierte“ ist jedoch eine Untertreibung, denn der Gesamtumsatz stieg trotz der Pandemie um 0,9 Prozent auf 5,325 Milliarden Euro . Konkurrenten wie Home24 ist Ikea damit enteilt. Hintergrund : Diese Branchen sind echte Corona-Gewinner

„Dass wir das abgelaufene Geschäftsjahr trotz der Pandemie so erfolgreich abschließen konnten, verdanken wir der Tatsache, dass wir in der Lage waren, unser Geschäft in Rekordgeschwindigkeit auf die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen“, erklärt Dennis Balslev , Geschäftsführer und CSO von IKEA Deutschland. Besonders viel kauften Kunden für ihre Schlafzimmer und Küchen ein. Lesen Sie hier : Neues Konzept: Ikea mit erstem Second-Hand-Laden in Schweden

Deutsche Möbelbranche rechnet mit deutlich weniger Umsatz

Ikea stellt damit in der Corona-Krise eine Ausnahme dar. Die „Wirtschaftsweisen“, ein fünfköpfiger Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, rechnen für das laufende Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 5,1 Prozent. Das wäre in etwa auf dem Niveau des Einbruchs in der globalen Finanzkrise 2009. Die Bundesregierung versucht, die Folgen für Firmen und Jobs mit milliardenschweren Corona-Hilfen abzufedern .

Die Umsätze der deutschen Möbelhersteller waren im ersten Halbjahr 2020 um 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen, was insbesondere dem herben Einbruch in den Monaten April und Mai geschuldet war. Für das Gesamtjahr 2020 erwartet die Branche einen Umsatzrückgang von rund fünf Prozent.

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(mit dpa)

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