Deutsche U21 besiegt Wales und ist Gruppensieger

Braunschweig  Die deutsche U21-Nationalmannschaft qualifiziert sich als Gruppensieger für die EM im kommenden Jahr. Beim 2:1 gegen Wales macht es sich die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz selbst schwerer als nötig.

Deutschlands U21-Spieler jubeln über einen weiteren Treffer gegen Wales.

Deutschlands U21-Spieler jubeln über einen weiteren Treffer gegen Wales.

Foto: dpa

Die deutsche U21 hat das EM-Ticket als Gruppensieger gebucht. Die Auswahl von DFB-Trainer Stefan Kuntz gewann zum Abschluss der EM-Qualifikation mit 2:1 (2:1) gegen Wales.

Lukas Nmecha (17. Minute/Foulelfmeter) und Jonathan Burkardt (26.) ließen den Vize-Europameister über den Sieg im Geisterspiel in Braunschweig jubeln. 18 Punkte aus acht Spielen lautet die Bilanz, mit der sich der Fußball-Europameister von 2017 die Endrunde im kommenden Jahr in Slowenien und Ungarn sicherte.

"Wir haben uns qualifiziert, wir haben keine Hilfe gebraucht. Das ist für uns und den Jahrgang wichtig. Jetzt haben wir noch vier Monate, wo viel passieren kann", sagte Kuntz und war mit der Leistung im Großen und Ganzen zufrieden: "Ich fand es nicht ganz so schlecht. Das sind junge Burschen, wir müssen ein bisschen was lernen. Es kann heute fast jeder rausgehen und sagen, dass er einen kleinen Schritt nach vorne gemacht hat."

Im letzten Spiel vor dem Turnier, das mit der Vorrunde vom 24. bis 31. März beginnt und mit der Finalrunde vom 31. Mai bis 6. Juni endet, bot die deutsche Auswahl die von Kuntz nach dem wackeligen 1:1 im Test gegen Slowenien geforderte Leistungssteigerung. Seine Mannschaft zeigte mehr Tempo, mehr Zug zum Tor, agierte beweglicher als beim Unentschieden fünf Tage zuvor - wenn auch nicht über die gesamte Spielzeit.

Das Team um den neuen A-Nationalspieler Ridle Baku machte es sich unnötig selbst schwer, als es Wales durch das das 1:2 durch Mark Harris (34.) überraschend wieder zurück ins Spiel kommen ließ. Nach der Pause fehlte dann trotz großer Überlegenheit die Durchschlagskraft.

Auch wenn es nicht zwingend des eigenen Sieges gegen die Briten bedurft hätte, wollte die deutsche Mannschaft sich unbedingt mit einem Sieg aus dem schwierigen Länderspieljahr verabschieden. Nach drei Elfmetern im Test gegen Slowenien ging es munter mit den Duellen vom Punkt weiter. Zweimal wurde Baku zu Fall gebracht, zweimal lief Nmecha an. Einmal traf der Stürmer des RSC Anderlecht, einmal setzte er den Ball vorbei. Insgesamt steht seine Ausbeute bei acht Toren in 14 Spielen.

Der Mainzer Burkardt legte mit seinem zweiten Tor im fünften Spiel schnell nach, doch gegen eine zu zaghaft verteidigende Defensive traf Harris wie aus dem Nichts. Der Stürmer von Cardiff City hatte bereits beim 1:5 der Waliser im Hinspiel gegen Deutschland getroffen.

Deutschland agierte nach dem Seitenwechsel weiter druckvoll gegen harmlose Waliser. Wiederholt fehlten Präzision und Durchschlagskraft. Wales schnupperte bei einer Großchance von Regan Poole (78.) am Ausgleich. Fast im Gegenzug traf Manuel Wintzheimer aus spitzem Winkel den Außenpfosten.

© dpa-infocom, dpa:201117-99-368478/5

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder