Konsum

Inflation: Bei diesen Produkten sparen die Verbraucher

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Wirtschaftsweise: 2023 droht Rezession und hohe Inflation

Wirtschaftsweise- 2023 droht Rezession und hohe Inflation

Deutschland steht im kommenden Jahr nach Einschätzung der sogenannten Wirtschaftsweisen eine Rezession und eine anhaltend hohe Inflation bevor. Die Wirtschaft dürfte 2023 um 0,2 Prozent schrumpfen, die Inflation soll bei 7,4 Prozent liegen, wie der Sachverständigenrat zur Begutachtung des gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Berlin mitteilte.

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Berlin.  Viele Deutsche haben wegen der Inflation ihre Ausgaben eingeschränkt. Verbraucherzentrale fordert Angaben zur Lebensdauer von Geräten.

Fast zwei Drittel der Verbraucher haben wegen der hohen Inflation ihre Ausgaben bereits eingeschränkt. Weitere 20 Prozent rechnen damit, dass sie dies künftig tun müssen. Dies hat eine repräsentative Befragung im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ergeben, die dieser Redaktion vorliegt. 58 Prozent müssen zugleich stärker auf den Preis achten und machen deshalb auch Abstriche beim Klimaschutz. Nur jedem Fünften ist der Klimaschutz beim Kauf nach wie vor sehr wichtig.

Die meisten kaufen günstigere Lebensmittel ein (61 Prozent), weniger Kleidung und konsumieren insgesamt weniger (je 56 Prozent). Gut ein Drittel fahren weniger mit dem Auto. Genauso viele verzichten derzeit auf Flugreisen oder schränken diese zumindest ein.

Gleichzeitig ist die Mehrheit der Verbraucher bereit, das eigene Konsumverhalten für den Klimaschutz zu verändern. 75 Prozent würden ihre Kleidung länger tragen, statt neue zu kaufen. 60 Prozent wollen energiesparende Elektrogeräte kaufen, weitere 45 Prozent würden defekte Geräte reparieren lassen statt sie neu zu kaufen.

Reparatur: Verbraucher wollen Angaben zur Lebensdauer

Allerdings wünschen sich die Verbraucher verbindliche Angaben der Hersteller zur Lebensdauer von Geräten. In diesem Fall wären 60 Prozent bereit, defekte Geräte reparieren zu lassen, wenn die vorgesehene Lebensdauer noch in weiter Ferne liegt. So würden Verbraucher gerne eine Waschmaschine zwölf Jahre nutzen, Staubsauger, TV-Geräte und Drucker je zehn Jahre und Handys fünf Jahre.

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Um ressourcenschonende Reparaturen zu fördern, sollten Hersteller dazu verpflichtet werden, eine verbindliche Angabe zur Lebensdauer der Geräte anzugeben, fordert Ramona Pop, Vorständin des vzbv: „Politik und Hersteller stehen in der Verantwortung, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um Verbrauchern klimaschonenden Konsum zu ermöglichen“, fordert Ramona Pop, Vorständin des vzbv.

„Das im Koalitionsvertrag vereinbarte Recht auf Reparatur ist ein wichtiger Baustein für klima- und ressourcenschonenden Konsum.“ Die Koalition müsse jetzt liefern. „Es muss sichergestellt werden, dass Hersteller ihre Produkte so designen, dass sie reparaturfähig sind. Und natürlich müssen Reparaturen auch bezahlbar sein und sich die Kosten in einem ökonomisch sinnvollen Rahmen bewegen.“