Zur Person: Heinrich Christoph Ferdinand Pröhle

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Heinrich Christoph Ferdinand Pröhle wird am 4. Juni 1822 in Satuelle bei Neuhaldensleben im Magdeburgischen geboren. Sein Vater war Pastor in Hornhausen im Kreis Oschersleben. Von Hornhausen aus besucht P. seit 1835 die Domschule in Halberstadt und anschließend das Gymnasium in Merseburg.

1843 beginnt er an der Universität Halle mit dem Studium Geschichte und Philologie. Als Burschenschaftler ist er politisch sehr engagiert.

1845 geht er nach Berlin und hört Vorlesungen von Jakob Grimm und bei A. Böckh.

In den folgenden Jahren unternimmt er zu Fuß Reisen nach Süddeutschland und Österreich-Ungarn. 1848 geht er im Auftrag des Freiherrn von Kotta für die konservative Augsburgische Allgemeine Zeitung zum zweiten Mal nach Wien.

Ab Frühjahr 1849 arbeitet Pröhle als Feuilletonist in Berlin, gibt jedoch seine politische Publizistik 1850 auf und wird eine Zeit lang Mitarbeiter der Buchhandlung Avenarius und Mendelsohn in Leipzig.

Ab 1850 unternimmt er längere Wanderungen durch den Oberharz und beschließt „die allseitige Erforschung des Volkslebens im Harze nach einem festen Plane und die Darstellung desselben zu seiner hauptsächlichen literarischen Aufgabe zu machen“.

Um 1850 gibt er seiner Heimatsehnsucht einmal mit den Worten Ausdruck:
„Fern in Ungarns weiten Heiden und in kühler Alpenluft
Sehnt ich mich zum Vater Brocken
und nach frischem Harzesduft“

Von 1853 bis 1857 lässt er sich in Nöschenrode bei Wernigerode als freier Schriftsteller häuslich nieder und heiratete die Tochter des gräflichen Regierungsrates in Wernigerode Lina Stiehler.

1855 wird ihm die philosophische Doktorwürde verliehen. Ab Sommer 1857 fungiert Dr. Pröhle als außerordentlicher Lehrer an der Louisenstädtischen Schule in Berlin. Verletzt hat ihn, dass ihm der Professortitel bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1890 vorenthalten wird.

Am 28. Mai 1895 stirbt Dr. Heinrich Pröhle in seiner Berliner Wohnung in der Königin-Augusta-Straße fern der Heimat.

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