„Einige Aussagen nach der 1:2-Niederlage beim 1. FC Magdeburg stimmten in der Hinsicht eher bedenklich“, kommentiert Leonard Hartmann.

Natürlich ist es nach zwei Spieltagen viel zu früh, um die Saison der Eintracht in Schutt und Asche zu argumentieren. Aber es ist nicht zu früh, um auf offensichtliche Schwächen des Teams hinzuweisen und zu hoffen, dass die Probleme gelöst werden. Die Blau-Gelben müssen in dieser Saisonphase absolut ehrlich zu sich sein und ihre Lage realistisch, selbstkritisch einschätzen.

Einige Aussagen nach der 1:2-Niederlage beim 1. FC Magdeburg stimmten in der Hinsicht eher bedenklich. Immerhin machten die Interviewten keinen allzu großen argumentativen Bogen darum, in den ersten 45 Minuten klar unterlegen gewesen zu sein. Wer aber die zweite Hälfte als ernsthaften Fortschritt bewertete, der verkannte die Tatsache, dass dies nicht einer enormen Leistungssteigerung der Eintracht, sondern vielmehr eines klaren Nachlassens der Magdeburger zuzuschreiben war.

Es ist in dieser Saisonfrühphase verständlich, dass sich die Braunschweiger Verantwortlichen auf die (wenigen) positiven Aspekte fokussieren, um nicht sogleich eine echte Krise zu manifestieren. Aber jetzt ist Klarheit gefragt, denn da das Transferfenster noch geöffnet ist, kann am Kader weiter gebastelt werden. Und das ist bitter nötig. Vor allem die Offensive benötigt hoch qualifiziertes Personal.

Verbessert sich die Lage nicht zügig, dürfte es ungemütlich werden. Der Heimspiel-Doppelpack gegen Schalke 04 erst im DFB-Pokal und dann in der 2. Liga bietet zwei Möglichkeiten zur Klärung der Fragen: Ist der Kader zweitligatauglich? Warum wurde überhaupt der Trainer gewechselt? Die Antworten darauf fallen zum heutigen Stand negativ aus. Wenn man ehrlich zu sich ist. Aber die Saison ist noch lang. Und die Eintracht hat noch alle Chancen, die Fragen positiv zu beantworten.