Söder zu Torjubel-Debatte: „Liga wird bestimmt nachschärfen“

Essen.  Aktuell empfiehlt die DFL Abstand beim Jubeln. Markus Söder erklärt, dass die Empfehlung bald zu einer Regel werden könnte.

Großer Jubel bei Hertha BSC. Der geforderte Abstand wurde allerdings nicht gehalten.

Großer Jubel bei Hertha BSC. Der geforderte Abstand wurde allerdings nicht gehalten.

Foto: dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat angedeutet, dass die Bundesliga künftig gegen ausschweifenden Torjubel mit Körperkontakt vorgehen könnte. Nachdem die Spieler von Hertha BSC ihre Tore beim 3:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim jeweils mit Umarmungen gefeiert hatten, sagte der Politiker im "Sport1-Doppelpass": „Die Liga wird bestimmt noch einmal nachschärfen, um das klarer zu machen. Da bin ich sicher.“

Das DFL-Hygienekonzept spricht die klare Empfehlung aus, dass auch bei Torjubeln Abstand gewahrt werden soll. „Ich verstehe, dass ein wackliger Verein wie Hertha sich über Tore freut, das ist normal“, sagte Söder. „Aber ich fand die Art und Weise nicht gut. Noch gibt es da aber keine feste Regel, das kann man nachschärfen. Man hat gesehen, dass es bei anderen Vereinen geht.“

Hertha BSC: Trainer Bruno Labbadia schützt seine Mannschaft

Für Söder ist es besonders wichtig, dass die Fußballer ihrer Vorbildfunktion gerecht werden. „Die Bundesliga ist ein Experiment, das jede Woche auf Bewährung steht. Dabei muss die Liga in jeder Beziehung ein Vorbild sein. Spieler müssen sich an Regeln halten wie jeder andere auch.“

Herthas Trainer Bruno Labbadia sagte nach dem Sieg seiner Mannschaft: „Ich hoffe, dass die Menschen Verständnis haben. Das nicht-Freuen ist eine Empfehlung. Wir sind jetzt sechsmal negativ getestet worden und waren in Quarantäne und hatten zu niemandem Kontakt. Emotionen gehören dazu, sonst brauchen wir diese Spiele gar nicht spielen.“ (rh)

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