Letzte Generation

Geldstrafen nach Klebe-Aktion in Alter Pinakothek

In der Alten Pinakothek kam es zu einer Klebe-Aktion der Letzten Generation.

In der Alten Pinakothek kam es zu einer Klebe-Aktion der Letzten Generation.

Foto: Peter Kneffel/dpa

Nach einer Klebe-Aktion in der Alten Pinakothek in München hat das Amtsgericht dort drei Aktivisten der Letzten Generation zu Geldstrafen verurteilt. Zwei 25 und 60 Jahre alte Männer hatten sich im August 2022 an einem vergoldeten Rahmen eines Gemäldes von Peter Paul Rubens mit den Fingerspitzen festgeklebt, ein 24-Jähriger hatte die Aktion gefilmt.

Das Gericht verurteilte die Männer wegen Sachbeschädigung. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Monate Haft gefordert, die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert und dies unter anderem mit einem Notstand in der Klimakrise begründet.

Die Richterin bejahte eine Notstandslage. Die Klimakrise stelle eine gegenwärtige Gefahr dar. Es gebe aber nicht mal ansatzweise einen Zusammenhang zwischen dem Klimaschutz und der Beschädigung des Rahmens. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig - der 24-Jährige kündigte bereits an, Rechtsmittel einlegen zu wollen.