Infektionskrankheit

Affenpocken-Impfung: Die wichtigsten Fragen und Antworten

| Lesedauer: 2 Minuten
WHO ruft wegen Affenpocken weltweiten Gesundheitsnotstand aus

WHO ruft wegen Affenpocken weltweiten Gesundheitsnotstand aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der Ausbreitung der Affenpocken einen weltweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Dies teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer virtuellen Pressekonferenz mit. In 74 Ländern weltweit wurden bislang knapp 17.000 Krankheitsfälle registriert.

Video: Medizin, Gesundheit
Beschreibung anzeigen

Berlin.  Die Zahl der Affenpocken-Infektionen in Deutschland steigt. Der Impfstoff ist offiziell zugelassen. Die wichtigsten Infos zum Vakzin.

Die Affenpocken breiten sich immer weiter aus. Während in Spanien bereits Todesfälle gemeldet wurden, häufen sich die Infektionen auch in Deutschland. Drei Monate nach dem ersten bundesweiten Fall gibt es sogar Ansteckungen bei Minderjährigen.

Mediziner fordern daher dringend mehr Aufklärung über Affenpocken. Im Juli hat die EU-Kommission einen Impfstoff gegen die Infektionskrankheit zugelassen. Lesen Sie hier alle wichtigen Fragen und Antworten im Überblick.

Wie heißt der Impfstoff gegen Affenpocken?

Der für Personen ab 18 Jahren in Europa zugelassene Pocken-Impfstoff heißt Imvanex. Dieser ist auch zur Impfung gegen Affenpocken zugelassen.

Affenpocken-Impfstoff: Wer stellt ihn her?

Der Impstoff Imvanex stammt vom Hersteller Bavarian Nordic. Das dänisch-deutsche Unternehmen hat seinen Sitz im dänischen Hellerup. Die Firma hat zudem eine Forschungsabteilung in Martinsried bei München.

Affenpocken: Wie viel Impfstoff gibt es?

Die EU hat zwei Verträge über insgesamt 163.620 Dosen des Impfstoffs abgeschlossen. Die Deutsche Aidshilfe forderte kürzlich eine Million Impfdosen gegen Affenpocken in Deutschland. Die Bundesregierung hat bislang nur rund ein Viertel dieser Zahl geordert.

Affenpocken-Impfstoff: Ab wann wirkt er?

Der Deutschen Aidshilfe zufolge sinke das Risiko für eine Erkrankung bereits zwei Wochen nach der ersten Impfdosis deutlich. Wurde man bereits gegen echte Pocken geimpft, reiche für eine Grundimmunisierung eine Impfdosis zur Auffrischung. Andernfalls müsse eine zweite Impfdosis im Abstand von mindestens vier Wochen und höchstens zwei Jahren verabreicht werden.

In Anbetracht der Impfstoffknappheit rät die Ständige Impfkommission (Stiko) dazu, alle verfügbaren Affenpocken-Impfstoffe zunächst für die ersten Dosen einzusetzen. Die zweiten Dosen sollten demnach erst verabreicht werden, wenn ausreichend Impfstoff vorhanden ist.

Affenpocken-Impfung: Wo in Berlin verfügbar?

In der Hauptstadt werden Impfungen in zahlreichen HIV-Schwerpunktpraxen angeboten, zudem in der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit Checkpoint BLN, in der Spezialambulanz der Charité und in den Kliniken für Infektiologie des St. Joseph-Krankenhauses Tempelhof und des Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikums Schöneberg sowie im Gesundheitsamt Mitte.

Ist die Impfung gegen Affenpocken kostenlos?

Die Impfung gegen Affenpocken wird vom Staat bezahlt und ist damit kostenlos. (day)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder