James Bond: Wie Schauspieler um die Paraderolle kämpfen

Berlin.  Noch immer ist unklar, wer der Nachfolger von Daniel Craig als James Bond wird. Mehrere namhafte Schauspieler melden Ansprüche an.

Beliebtester "007": Sean Connery wird 90 Jahre alt

Ob in der Badehose als 007, in Kapitänsuniform in "Jagd auf Roter Oktober" oder in Mönchskutte in "Der Name der Rose" - Sean Connery macht immer eine gute Figur. Jetzt feiert der Schotte seinen 90. Geburtstag.

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Die Voraussetzungen stimmen jedenfalls. Tom Hardy ist Brite. Er hat schon in Actionfilmen mitgespielt. Und sein Oberkörper ist so muskulös, dass nach der Weltherrschaft strebenden Superschurken angst und bange werden muss. Aber reicht das schon, um eine der wichtigsten Rollen der Filmbranche zu ergattern?

Der Leinwandmythos 007 macht es seinen Abermillionen Fans gerade schwer, sich auf neue James-Bond-Abenteuer zu freuen. Der 25. Film, „Keine Zeit zu sterben“, sollte schon vor einem Jahr in den Kinos anlaufen. Doch erst stritten Regisseure und Schauspieler über das Drehbuch und die Besetzung, dann kam auch noch Corona – mit der Folge, dass die Premiere mehrfach verschoben wurde und nun erst im April 2021 gefeiert wird.

James Bond: Neuer Film wird der letzte mit Daniel Craig

Und dann ist da die Kardinalfrage: Wie geht es weiter? Der neue Film wird der letzte mit Daniel Craig (52) nach 15 Jahren, das hat der bereits vor einer gefühlten Ewigkeit angekündigt. Das Werk werde „quasi der Höhepunkt von allem, was Craigs Darstellung der Figur durchlebt hat“, schwärmt Produzentin Barbara Broccoli (60) im offiziellen Bond-Podcast. „Alle Handlungsstränge laufen da zusammen.“

Über Craigs Nachfolge haben Broccoli und Co-Produzent Michael G. Wilson (78) noch immer nicht entschieden. Dabei gibt es in der Filmbranche kaum eine wichtigere Personalfrage.

Tom Hardy möchte James Bond werden, Henry Cavill ebenso

Von der Besetzung hängt die künftige Ausrichtung der Reihe ab. Broccoli und Wilson haben längst deutlich gemacht, dass sie sich einen schwarzen Schauspieler wie Idris Elba (48) vorstellen können. Oder eine Frau – kürzlich brachte sich Serienstar Gillian Anderson (52, „Akte X“) selbst ins Gespräch. Im Bond-Universum wäre das eine Revolution.

Doch je näher Craigs Abschied rückt, desto mehr deutet sich an, dass die Macher auf eine klassische Lösung setzen.

Der Londoner Tom Hardy (43) habe bei einem Vorsprechen im Sommer überzeugt und bereits einen Vertrag unterschrieben, berichtet ein Branchenportal. Hardy wäre eine sichere Nummer: Er überzeugte als Held im Endzeit-Reißer „Mad Max: Fury Road“ genauso wie als Bösewicht im Western „The Revenant“, hat ein markantes Gesicht und so breite Schultern wie Craig.

Bis zum Start von „Keine Zeit zu sterben“ (Originaltitel: „No Time To Die“) will das Filmunternehmen Universal Pictures bekannt geben, ob er’s wirklich wird.

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James Bond: Die Schauspieler dürfen auf keinen Fall plaudern

Ein weiterer Kandidat rechnet sich ebenfalls Chancen aus: Henry Cavill (37), bekannt für seine Darstellung des Superman in Popcornstreifen wie „Man of Steel“ oder „Justice League“. Im Gespräch mit dem Magazin „GQ“ erzählte der, dass auch er beim Casting gewesen sei. „In dieser Phase ist noch alles in der Schwebe. Wir werden sehen, was passiert. Aber ja, ich würde gerne Bond spielen, es wäre sehr, sehr aufregend.“

Sollte die Entscheidung schon gefallen sein, bleibt sie unter Verschluss: Die Bond-Filme sind auch eine riesige PR-Maschine, sie spielen weltweit Hunderte Millionen US-Dollar ein – und sollen die Zuschauer überraschen. Die Produzenten drohen Schauspielern mit hohen Konventionalstrafen, sollten sie Interna ausplaudern.

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„Ein Bond-Vertrag ist wie ein Staatsgeheimnis“, verriet das neue Bond-Girl Ana de Armas (32) kürzlich der „Bild“-Zeitung: „Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Papiere ich unterschreiben musste. Selbst mit der Familie beim Abendbrot wird nicht darüber geredet.“

So zurückhaltend ist die Fangemeinde des Agenten nicht, sie spekuliert bereits kräftig. Der britische Kolumnist Stuart Heritage weist im „Guardian“ darauf hin, dass Tom Hardy ein weitaus größerer Kassenmagnet ist, als es Craig zu Beginn seiner Bond-Zeit war: „Die Filme, die er in den letzten fünf Jahren gemacht hat, haben nicht nur zwei Milliarden Dollar eingespielt, sondern zwölf Oscars gewonnen.“

Für ihn wäre Hardy eine „interessante Wahl“.

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