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Fünf neue Tipps: Braunschweig ganz ohne Geld erleben

| Lesedauer: 23 Minuten
Braunschweig hat viel zu bieten, zum Beispiel tolle Spielplätze, das Elefantenlabyrinth, Natur an der Schunter, das Wildgehege in Riddagshausen, die Sternwarte Hondelage und etliche Fitnessstationen.

Braunschweig hat viel zu bieten, zum Beispiel tolle Spielplätze, das Elefantenlabyrinth, Natur an der Schunter, das Wildgehege in Riddagshausen, die Sternwarte Hondelage und etliche Fitnessstationen.

Foto: Peter Sierigk, Bernward Comes, Stefan Lohmann/Regios24, Henning Thobaben

Braunschweig.  Von der Sternwarte übers Museum bis zur Schunter: Hier finden Sie insgesamt 17 Freizeitangebote in Braunschweig, die gratis sind. Kennen Sie weitere?

  • Braunschweig hat natürlich viele Highlights – vom Naturhistorischen Museum über das Staatstheater bis zum Zoo und die Kletterhalle… Alles sehr zu empfehlen! Hier soll es aber um Angebote gehen, die kostenlos sind.
  • Wir zeigen Ihnen 17 Beispiele für Entdeckungen und Erlebnisse in der Stadt, für die Sie nichts zahlen müssen. Es sind Anregungen gerade auch für Familien mit Kindern. Vieles liegt einfach vor der Haustür und muss nur neu entdeckt werden.
  • Haben wir etwas Wichtiges vergessen? Dann schreiben Sie uns: redaktion.braunschweig@funkemedien.de. Wir freuen uns auf viele weitere Beispiele, was man in Braunschweig ohne Geldbeutel im Rucksack erleben kann.

1. Haus Entenfang in Riddagshausen

Mitten im Naturschutzgebiet Riddagshausen liegt das Haus Entenfang. Es ist für alle kostenlos zugänglich. Eine Dauerausstellung informiert ausführlich über die Riddagshäuser Teichlandschaft – von der Gründung des Zisterzienserklosters bis heute. Der Entenfänger berichtet von seiner Arbeit, und die Bedeutung des Naturschutzgebietes wird erklärt. „Ein ganz besonderes Erlebnis bietet der Tag-Nacht- und Jahreszeitenraum, in dem die Schönheit der Natur hörbar gemacht wird“, betont das Haus-Entenfang-Team.

Übrigens: Zurzeit läuft eine Ausstellung rund um Spinnen. Diese soll Besuchern die Scheu vor den nützlichen Tieren nehmen und ihren Nutzen für das Ökosystem veranschaulichen. Zu sehen ist zum Beispiel die Vogelspinne Berta.

Im Haus Entenfang werden viele Fragen beantwortet, Informationen und Meldungen gesammelt und Beobachtungstipps weitergegeben. Ganzjährig gibt es kostenlose geführte Rangertouren zu unterschiedlichen Themen zu Fuß oder per Rad. Besonders beliebt ist zum Beispiel die Fledermausexkursion um die Riddagshäuser Teiche. Dabei gehen die Teilnehmer in Begleitung einer Biologin und ausgerüstet mit Bat-Detektoren auf eine Exkursion, die speziell für Kinder gut geeignet ist.

Geöffnet ist mittwochs, donnerstags und sonntags jeweils von 11 bis 16 Uhr. Das Haus Entenfang ist von der Ebertallee aus über den Nehrkornweg nach 200 Metern zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Parkmöglichkeiten befinden sich an der Ebertallee. Mehr Informationen gibt es hier.

2. Bürgersport im Park

Schon das vierte Jahr in Folge organisieren die Bürgerstiftung Braunschweig und der Stadtsportbund das Programm „Bürgersport im Park“. Interessierte können kostenfrei und ohne Anmeldung teilnehmen. Zum Angebot gehören zum Beispiel Quidditch, der Sport aus der Harry-Potter-Welt, Tai Chi, Zumba,Capoeira, Rugby, Kraft-Ausdauer-Training, Funktionsgymnastik, Treppenlauf und vieles mehr. Auch für Kinder ist manches dabei. Termine: buergersport-im-park.de

3. Das Museum im Altstadtrathaus

Die Dauerausstellung zur Geschichte Braunschweigs im Altstadtrathaus ist immer einen Besuch wert – dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei. Von der Kanonenkugel bis zur Rollei-Kamera gibt’s allerhand zu entdecken. Immer samstags um 15 Uhr bieten die Ehrenamtlichen des Museums Führungen zu „800 Jahre Braunschweiger Stadtgeschichte“ an – ohne Anmeldung und kostenfrei (Spenden sind natürlich immer gern gesehen).

Jeden Mittwoch zeigen sie von 14 bis 16.30 Uhr Originalfilme aus der Historie Braunschweigs, darunter Aufnahmen der Einweihungsfeier des Lünischteichbades 1924, Dokumentationen über den Nachkriegsalltag oder über die Geschichte des Schlosses von 1815 bis 2007 – auch dies ohne Anmeldung.

4. Die Sternwarte in Hondelage

Die Sternfreunde Braunschweig-Hondelage freuen sich jeden zweiten Dienstag im Monat ab 19 Uhr über Besucher in der Sternwarte, In den Heistern 5b. Sie stellen dann unter anderem den aktuellen Himmel vor. Der Besuch ist kostenfrei (für Spenden ist der Verein dankbar). Infos: www.hanszimmermann-sternwarte.de

Angefangen hatte alles 1982, als sich neun astronomiebegeisterte Freunde regelmäßig trafen, um den gestirnten Himmel zu beobachten. Die Gruppe wuchs – und 1984 wurden aus den Hondelager Sternfreunden nach dem Eintrag ins Vereinsregister die Sternfreunde Braunschweig-Hondelage. 2002 erfolgte schließlich der erste Spatenstich für die Sternwarte – 2004 wurde sie eröffnet.

Erleben kann man dort eine ganze Menge: Sonnen- und Mondfinsternisse, Kometen, Merkur- und Venustransite und vieles mehr. Auf ihrer Internetseite schreiben die Sternfreunde: „In einer ganz normalen Nacht gilt das Interesse den Mondkratern, den Planeten, Doppelsternen, Sternhaufen, Gaswolken und Galaxien.“

5. Schunter: Rasten, balancieren oder einfach eintauchen

Die Schunterquerung in Dibbesdorf ist ein idyllischer Ort, der an heißen Tagen Abkühlung verspricht. Man kann wunderbar über die Steine hüpfen und keschern. Die Umgebung ist perfekt für einen Spaziergang. Auch dank des Förderkreises FUN Hondelage, der seit Jahren die Renaturierung der Schunter begleitet, hat die Tierwelt einiges zu bieten. Wer mit dem Fernglas unterwegs ist, kann mit ein bisschen Glück Biber, Fischotter, Eisvögel und Rotmilane beobachten.

Mehr Infos gibt es hier.

Übrigens: Es gibt noch mehr wunderbare Schunterorte in Braunschweig, die erkundet werden wollen. Denn erst in diesem Jahr wurde Braunschweigs zweitgrößter Fluss nach der Oker in einem rund drei Kilometer langen Abschnitt im Norden der Stadt entgradigt. Es sind tiefere und seichte Stellen im Flussbett und am Ufer entstanden, Stellen mit langsam und mit schneller fließendem Wasser, kurzum: Lebens- und Laich-Bedingungen für verschiedene Fischarten und Amphibien. Wenn die Randvegetation demnächst wuchert, werden ebenfalls Insekten und damit auch Vögel profitieren.

Dazu gehören auch vier Bereiche für Spaziergänger und Radfahrer. Sie sind mit Findlingen oder Holzstämmen ausgestattet, damit Besucher dort Rast machen und mit Kindern oder Hunden die flachen Uferzonen zu besuchen können. Diese Bereiche sind zu finden an der Butterbergbrücke und der Brücke Im alten Dorfe, beide wurden barrierefrei neu gebaut. Außerdem an der Schunterbrücke bei Rühme, nahe der Autobahn 2 sowie nördlich der Autobahn.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

6. Die Stadtbibliothek in der Innenstadt

Eine ganz besondere Anlaufstelle in Braunschweig ist die Stadtbibliothek im Schloss. Ein sogenannter dritter Ort – also ein Ort neben Wohnung und Arbeitsplatz. Ein Wohlfühlort fast wie zu Hause, mitten in der Stadt, offen für alle. Die Stadtbibliothek ist die am meisten besuchte Einrichtung in Braunschweig. 1500 bis 2000 Menschen kommen täglich vorbei.

Auf vier Stockwerken gibt’s dort mehr als 650.000 Medien: Bücher, Zeitschriften, Musik-CDs und Filme auf DVD. Die Spiele-Sammlung umfasst mehr als 2400 Gesellschaftsspiele und mehr als 3200 Konsolen- und PC-Spiele für Playstation, Wii und Co. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre müssen für die Ausleihe in der Stadtbibliothek nichts zahlen. Und: Alle Bücher und Zeitschriften kann man vor Ort kostenfrei nutzen – auch Erwachsene (sie müssen für die Ausleihe pro Jahr 18 Euro zahlen).

In der Jugendbibliothek laden gemütliche Sofas zum Schmökern ein. Auch im Zeitschriftensaal kann man entspannt sitzen und die Zeit vergessen. Für Kleine und Große werden außerdem Lesungen angeboten, ebenso wie Tipps für Schüler: Das Team der Stadtbibliothek unterstützt bei der Suche nach Literatur für Facharbeiten und Referate – und erklärt zum Beispiel, wie man die Seriosität von Quellen beurteilen kann.

Geöffnet ist montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr. Informationen gibt’s hier.

7. Fitnessstationen in der ganzen Stadt

Über die ganze Stadt verteilt gibt es inzwischen mehrere Fitnessstationen. Beginnen wir mit der Anlage im nördlichen Heidbergpark an der Salzdahlumer Straße: Es ist eine „Insel“ mit Stepper, Pull-up-Station, Magnetic-Balls, Core-Twist, Fitness-Bike, Barren-Station, Crosstrainer und Schlingentrainer. Bis zu 200 verschiedene Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitsübungen können dort ausgeführt werden.

Gar nicht weit entfernt findet man in Stöckheim den Fitnessplatz am Wilhelm-Bornstedt-Weg, direkt am Altarm der Oker: Doppel-Hangelstrecke, Hürdenlauf-Station, Balancierbalken, Hinderniswand mit Kletternetz, Klimmzug-Station und Barren. Eine große Auswahl besteht ebenfalls auf dem Fitnessparcours im Bürgerpark am Werkstättenweg zwischen Wohnmobilstellplatz und Kleingartenverein. Und: Dort können auch Sportler mit Behinderung gut trainieren. Der Kunststoffbelag ist mit dem Rollstuhl befahrbar.

Gleich vier Fitness-Stationen lassen sich absolvieren, wenn man der Finnenlaufbahn im Prinzenpark folgt. Anfänger und Profis können dort Kraftübungen machen sowie Koordinationsfähigkeit und Beweglichkeit trainieren. Und im Westpark steht auf der Rasenfläche vor der Bezirkssportanlage am Rheinring 14 eine Fitnessanlage mit Reckstangen, Sprossenleitern, Barren und Hängeleitern.

Nicht weit entfernt gibt es am Westbahnhof, direkt am Ringgleis, einen Bewegungsparcours, und an der Hebbelstraße, ebenfalls am Ringgleis, einen Fitnessplatz mit Bauchtrainer, Klimmzugstangen und anderen Geräten.

8. Natur beobachten am Schapenbruchteich

Auf dem Beobachtungsturm des Nabu am Schapenbruchteich in Riddagshausen kann man stundenlang einfach nur die Natur genießen – irgendetwas fliegt und kreucht und singt und gluckst immer. Und ein kleines Picknick ist in der Höhe oder auch unten an einer der Bankgruppen an den Teichen perfekt möglich.

9. Das Löwenlabyrinth im Westpark

Anfang März wurde das Labyrinth im Westpark zuletzt gemäht. Inzwischen ist das Gras schon wieder prächtig gewachsen, so dass man erneut durchs Dickicht des Elefantengras-Labyrinths im Westpark tigern kann – „versunken“ im Grün ist der Alltag erstmal abgehakt. Dann gilt es, wagemutig vorzudringen! Drei bis vier Meter hoch sind die ausgewachsenen Pflanzen. Abenteuer pur – und das für Groß und Klein und vollkommen kostenlos. Ein Naturspielplatz der besonderen Art. Wer höhensicher ist, kann auch noch auf den acht Meter hohen Aussichtsturm klettern, und sich von oben einen Überblick verschaffen.

Viele glaubten ja an einen Scherz, als die Stadtverwaltung Anfang 2020 den Plan für das Löwen-Labyrinth vorstellte. Eine Elefantengras-Plantage konnten sich nur wenige vorstellen – und ein Labyrinth in Form des Stadtlöwen gab es in Braunschweig auch noch nicht. Doch der Plan wurde Realität, und einige Tausend Menschen haben das Labyrinth bereits erkundet.

Die Lage am Madamenweg ist ausgezeichnet: nicht weit vom Ringgleis entfernt. Die Haltestelle „Kröppelberg“ der Buslinie 418 befindet sich genau davor. Übrigens: Das Elefantengras wird regelmäßig geerntet und verfeuert – ein Rohstoff der Zukunft, der fossile Energieträger wie Öl, Gas oder Kohle ersetzen kann.

10. Braunschweigs offene Gärten

Der Botanische Garten der TU Braunschweig ist ein Highlight für sich. Momentan ist er angesichts der Pandemie leider noch geschlossen. „Die Technische Universität ist verpflichtet, 2G-Nachweise aller Besucher*innen an den Garteneingängen zu kontrollieren“, heißt es auf der Internetseite. „Dies kann sie leider nicht gewährleisten.“ Die Verantwortlichen hoffen jedoch, dass es bald wieder losgehen kann. Und unzählige Gartenfans fiebern der Wiedereröffnung entgegen. Aktuelle Informationen gibt es hier.

Der Garten beherbergt zurzeit rund 4000 Pflanzenarten. Das entspricht rund 1,5 Prozent der Weltflora. Forschung und Lehre spielen eine große Rolle, aber auch Artenschutz und sinnliches Erleben. Ein Glücksort – ein Ort zum Genießen, Ausspannen, Entdecken. Eine besondere Attraktion ist die Riesenseerose Victoria cruziana. Seit 2018 hat sie ein neues Gewächshaus. Sie blüht ausschließlich an zwei aufeinander folgenden Nächten im Jahr: In der ersten Nacht ist ihre Blüte weiß, in der zweiten rosa, meistens im August.

Der zweite besondere Garten ist der Schul- und Bürgergarten am Dowesee. Entstanden ist er unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Für die Bewohner der Schuntersiedlung und des Siegfriedviertels ist ein wichtiges Naherholungsgebiet – aber nicht nur für sie. Auch von weiter her kommen die Besucher zum Flanieren, Schauen und Entspannen.

Außergewöhnlich ist am Dowesee zum Beispiel die Küchen- und Kräuterabteilung – eine der größten Sammlungen von Heilpflanzen im norddeutschen Raum. Zu erleben ist unter anderem auch ein Englischer Garten mit Springbrunnen und Wassergraben, daneben ein Arboretum. Außerdem beherbergt der Schul- und Bürgergarten Standort das Regionale Umweltbildungszentrum. Schüler aller Altersstufen können dort forschen und Experimente durchführen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der dritte öffentliche Garten ist der Arzneipflanzengarten des Instituts für Pharmazeutische Biologie der TU Braunschweig. Er dient zum einen den Studierenden der Pharmazie. Sie lernen hier viel über Arznei- und Giftpflanzen. Darüber hinaus steht der Garten aber während seiner Öffnungszeiten allen interessierten Bürgern offen. Gärtnerischer Leiter ist Burkhard Bohne, der bereits in vielen Büchern über die Botschaft der Pflanzen schreibt. Etwa 200 Arzneipflanzen sind im Garten gegliedert nach Wirkstoffen angepflanzt. Besucher finden Informationen ver Herkunft, Wirkstoffe und Verwendung der Arzneipflanzen und einheimische Färberpflanzen. Wer mehr über den Arzneipflanzengarten wissen will, kann hier klicken.

Nicht zu vergessen: der Klostergarten Riddagshausen. Im Jahr 2004 wurde er in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pharmazeutische Biologie der TU Braunschweig neu angelegt. Ziel ist es, alte, in Klostergärten kultivierte Sorten aufzuspüren. Mit der Anlage von Hochbeeten wurde eine im Mittelalter verbreitete Kulturmethode wieder aufgegriffen. Der Klostergarten ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet und kostenfrei zugänglich.

11. Das einzigartige Ringgleis

Auf rund 22 Kilometern einmal rund um die Stadt – das ist auf dem Ringgleis möglich. 2001 startete das Großprojekt, das alte Gleisbett zum Geh- und Radweg umzubauen. Inzwischen ist der Ring geschlossen. Teilweise verläuft die Route noch auf Alternativstrecken, vor allem am Hauptbahnhof gibt es Hindernisse, die die Stadtverwaltung noch aus dem Weg räumen will. Einige Kilometer des Ringgleises sind bereits asphaltiert oder gepflastert.

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Eine Besonderheit sind die Informationen zur Braunschweiger Industriekultur entlang der Route. So ist beispielsweise im Westlichen Ringgebiet ein Industriepfad entstanden, entwickelt durch das Architektur- und Städtebaubüro „Brederlau + Holik“: Stahlobjekte erinnern an die Industrie- und Bahngeschichte. Außerdem wird thematisch das Leben der damals dort lebenden Menschen aufgegriffen. Auch am Nordbahnhof lässt sich vieles lernen.

Übrigens: Auf der Rückseite des Stadtgartens Bebelhof, unweit der Salzdahlumer Straße, wurde inzwischen eine Service-Station aufgestellt: Erste Hilfe für die, die eine Panne, aber kein eigenes Werkzeug dabei haben. Dort findet sich alles, um kleinere Standard-Reparaturen zu erledigen – vom Inbus-Schlüssel bis zum Kreuz- und Schlitz-Schraubendreher. Auch eine Stand-Luftpumpe samt Manometer ist dabei.

12. Das Wildgehege in Riddagshausen

14 Damhirsche leben zurzeit im Wildgehege Riddagshausen, direkt gegenüber vom „Grünen Jäger“. Oft sind sie vom Zaun aus gut zu sehen. Ein Neuzugang ist seit Anfang 2022 „Bolle“: Der Platzhirsch ist ungefähr vier Jahre alt und ein weißes Exemplar. Er soll dafür sorgen, dass frisches Blut ins Rudel kommt. Der bisherige Platzhirsch des Wildgeheges ist jetzt im Tiergarten Hannover untergebracht, um dort den Genpool zu erweitern, wie es heißt.

Damhirsche sind größer als Rehe, aber kleiner als Rothirsche. Auffallend ist das große Schaufelgeweih der männlichen Tiere. Im Sommer ist das Fell außerdem weiß gepunktet – zumindest dann, wenn das Fell normal gefärbt ist. Bolle mit seinem weißen Fell fällt hingegen immer auf.

Damhirsche haben sie keine allzu große Scheu vor Menschen. Das Wildgehege an der Ebertallee wurde in den 1930er Jahren angelegt. Betreut wird das Gehege durch den Fachbereich Stadtgrün, der sich um Fütterung und Gesundheit der Herde kümmert.

13. Die Braunschweiger Seen

Wasser, Wasser, Wasser! Mit Südsee, Heidbergsee, Ölper See, Bienroder See, Spielmannteich im Bürgerpark, Moorhüttenteich in Volkmarode, Lünischteich und den Seen in Riddagshausen hat Braunschweig einiges zu bieten.

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Der größte ist der Südsee: 1,5 Kilometer lang und 200 Meter breit. Perfekt zum Spazieren, Joggen, Radfahren, Inlinern. Wenn’s im Winter knackig kalt ist, wird auf einem Teilbereich auch das Eislaufen erlaubt.

Der Heidbergsee ist mit seinen großen Liegewiesen, dem Sandstrand und einem Grillplatz ein beliebtes Ausflugsziel. Es gibt einen Fitnesszirkel mit zehn Einzelstationen sowie Plätze für Streetball, Beachvolleyball und zum Fußballspielen. Außerdem ist das Baden in den städtischen Bereichen der Badestelle zugelassen. Dabei ist aber Vorsicht angebracht: Bei beiden Gewässern des Heidbergsees handelt es sich um Kiesabbaugebiete – einige tiefe Stellen verursachen stark variierende Wassertemperaturen.

Beliebt ist auch der Bienroder See im Norden der Stadt. Das Baden ist dort verboten: Unter der Wasseroberfläche befinden sich Bunkerteile und Gerätschaften des einstigen Kiesabbaus. Rund um den See tut sich einiges: Größere Abschnitte des Weges wurden mit einer Holzhäcksel-Schicht versehen. Ein Barfußpfad ist entstanden. Eine generationenübergreifende Trimmanlage, neue Sitzbänke und Fahrradständer sind vorgesehen, ebenso Hängematten, Sitzsteine und ein Beachvolleyballfeld für die sportlichen Besucher. Außerdem: Picknickplätze, Lehrtafeln mit naturkundlichen Themen, ein Naturthemen-Memory und ein Schotter-Rasen-Parkplatz neben der Grundschule.

Der Ölper See liegt in den Okerauen. Der künstliche See entstand in den 1970er Jahren durch den Trassenbau der Autobahnen A391 und A392. Der Rundweg ist reichlich zwei Kilometer lang.

Eines der beliebtesten Ausflugsziele sind die Riddagshäuser Teiche, vor allem Kreuzteich, Mittelteich und Schapenbruchteich. Besonders reizvoll ist die Landschaft dann, wenn nicht viele Menschen unterwegs sind, zum Beispiel am frühen Morgen. Stundenlang kann man Vögel beobachten, zum Beispiel vom Aussichtsturm des Nabu am Schapenbruchteich. Auch ein Picknick an einem der Tische ist möglich.

14. Der Bilderrahmen im Westpark

Hier ist Fotoshooting angesagt! Am Bilderrahmen im Westpark ganz in der Nähe des Raffteichbades kann man gar nicht vorbeigehen, ohne sich hineinzustellen und jemandem die Kamera in die Hand zu drücken. Geschaffen hat ihn der Künstler Jörg Lange. 1990 gewann er mit dem prachtvollen Rahmen das Bildhauersymposium des städtischen Kulturinstituts und der Braunschweiger Kunsthochschule HBK. Reizvoll ist es auch, den Rahmen zu verschiedenen Jahreszeiten als Blickfang zu nutzen.

Und wenn man schon mal dort ist, sollte man unbedingt den Westpark und den Timmerlaher Busch erkunden. So viel Natur auf einmal!

15. Die Spielplätze für alle Abenteurer

Eine neue Attraktion ist der Pferdespielplatz im Prinzenpark an der Georg-Westermann-Allee. Die Spielgeräte sollen an die historische Nutzung des Geländes als soldatische Reitbahn erinnern. Höhepunkt ist das überdimensionale Pferd, das von einem stilisierten Reiter (Kletterturm mit blauem Cap) an einer Longe (Hängebrücke) gehalten wird. Der Schweif des Pferdes ist eine Rutsche. Weitere Pferde befinden sich in Form von Klettergeräten, Hindernisse und Futterfässern auf dem Platz. Der Spielplatz ist barrierefrei zu erreichen, ein asphaltierter Weg führt rundherum. Es gibt Rasen-, Holzschnitzel- und Sandbereiche zum Spielen sowie Sitzgelegenheiten für Erwachsene.

Natürlich gibt’s viel mehr Spielplätze in der Stadt: Da ist zum Beispiel der große Spielplatz neben der Matthäuskirche im Östlichen Ringgebiet oder der Spielplatz im Bürgerpark.

Ein besonderer Spielplatz ist der Abenteuerspielplatz in Melverode – mit Spielhaus, Tiergehege, Wildgarten, Backhaus samt Lehmofen, Geburtstagspavillon, Weidenwäldchen, Tischtennisplatte, Dreh-Wippmich-Schaukel, Seilbahn, Trampolin… Träger ist der Verein zur Förderung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Melverode.

Auch der Aktivspielplatz in Gliesmarode hat besondere Highlights: Rollschuhbahn, Basketballplatz, Skaterrampe und Tennisplatz, Seilbahn, Doppelschaukel, Hangrutsche, Doppelwippe, Vogelnestschaukel, Sandkiste, Rodelberg, Fußballplatz, Feuerstelle, Budenbauplatz… Betrieben wird er vom evangelischen Stadtjugenddienst.

Nicht zu vergessen: der Aktivspielplatz Schwarzer Berg. Seit Herbst 2021 ist er wieder geöffnet und wird seitdem vom Bund der katholischen deutschen Jugend (BDKJ) betrieben. Aktuell gibt es bereits ein kleines Monatsprogramm, das Schritt für Schritt erweitert werden soll. Künftig ist auch die Haltung von Hühnern geplant.

Allen etwas Größeren bietet die Rollschuhbahn im Prinzenpark Gelegenheit für Sport und Spaß – sie ist vor allem eine Anlaufstelle für Basketballer, Skater und BMX-Biker.

16. Die Kirchen der Stadt

Viele Kirchen in Braunschweig sind verlässlich geöffnet. Besondere Angebote macht unter anderem der Dom: Montags bis freitags gibt es immer um 17 Uhr den Abendsegen mit Kurzandacht, freitags auch mit anschließender Feier des Abendmahls. Jeden Samstag können Besucher um 12 Uhr zum Mittagsgebet mit 20 Minuten Orgelmusik kommen – Momente der Einkehr und Ruhe mitten in der Innenstadt.

Mehr dazu:Neu in Braunschweig- Eine Kapelle zum Selbstgestalten

17. Eine Runde Boule gefällig?

Allein schon das Zugucken macht Freude: Auf dem Löwenwall oder dem benachbarten Magnikirchplatz treffen sich hin und wieder Boulespieler, zum Beispiel die Magni-Bouler, ein Verein, der sich auch an sportlichen Wettkämpfen beteiligt und in der Südstadt seine eigentliche Trainingsstätte hat.

In Deutschland soll es eine Million Menschen geben, die Boule in der Freizeit spielen. Dazu kommen noch 15.000 Wettkampfspieler – bei ihnen heißt das Ganze aber nicht mehr Boule, sondern Pétanque, abgeleitet vom französischen pieds tanqués (geschlossene Füße). Denn die Kugel wird aus dem Stand geworfen.

Fester Sandboden wie am Löwenwall und auf dem Magnikirchplatz ist ideal für Boule. Bei dem Mannschaftsspiel geht es darum, mit den eigenen Stahlkugeln möglichst nah an eine Zielkugel zu gelangen. In Frankreich wird die Zielkugel übrigens „cochonnet“ genannt (deutsch: Schweinchen). Beim Zugucken – und auch beim Mitspielen – kann man wunderbar abschalten.

Der Artikel wurde aktualisiert.

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