Corona in Peine: Alle Fakten auf einen Blick

Peine.  Der Stand in Peine am Donnerstag: Es gab 37 Neuinfektionen Seit Ausbruch der Pandemie sind in Peine 19 Corona-Todesopfer zu beklagen.

Polizeibeamte und Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren in der Peiner Fußgängerzone die Einhaltung der Maskenpflicht. Überwiegend befolgten die Peiner diese Corona-Schutzmaßnahme. 

Polizeibeamte und Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren in der Peiner Fußgängerzone die Einhaltung der Maskenpflicht. Überwiegend befolgten die Peiner diese Corona-Schutzmaßnahme. 

Foto: Thomas Stechert

Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Peine bewegen sich nach wie auf hohem Niveau. Von Mittwoch auf Donnerstag hat das Gesundheitsamt in Peine 27 neue Corona-Infektionen registriert. Damit steigt die Anzahl der laborbestätigten Infektionen in der Peiner Bevölkerung seit Ausbruch der Pandemie auf 1188.

Großer Andrang herrschte am Donnerstag neuerlich im Corona-Testzentrum in Peine. Nach Angaben von Kreissprecher Fabian Laaß vom Donnerstagabend wurden 292 Abstriche entnommen. Die Untersuchungsergebnisse werden erst in den nächsten Tagen erwartet.

Der Wert der 7-Tagesinzidenz für den Landkreis Peine wurde am Donnerstag vom Landesgesundheitsamt mit 120,9 festgestellt (Neuinfektionen in der Zeitspanne je 100.000 Einwohner). Der Wert ist damit wieder gestiegen; der bisherige Höhepunkt war mit einem Wert über 160 erreicht.

Damit liegt der Peiner Wert weiter über der kritischen Marke von 100 (maßgeblich für zusätzliche und verschärfte Auflagen zur Eindämmung der Pandemie; Ziel ist ein Wert unter 50, um das Infektionsgeschehen seitens der Gesundheitsbehörden und der Krankenhäuser beherrschen zu können,

Für den Kreis Peine sprang bereits am Montag, 26. Oktober, die Corona-Ampel des Landes Niedersachsen auf „Rot“ (Inzidenz-Wert über 50), und seit Donnerstag, 5. November, ist die kritische Marke von 100 überschritten. Gemäß der Landesverordnung mussten deshalb bereits mehrere Schulen vom Corona-Szenario A (eingeschränkter Regelbetrieb) in das Szenario B wechseln (geteilte Klassen – Unterricht im Wechselmodell, ein Teil hat Präsenzunterricht, der andere Online-Unterricht zu Hause).

Die Fallzahlen im Landkreis Peine

Stand Donnerstag, 26. November – soweit gemeldet:
Maßgebliche 7-Tagesinzidenz (Nds. Gesundheitsministerium): 120,9
Anzahl der positiv getesteten Personen im Peiner Land seit Ausbruch der Pandemie: 1188(+27)
Davon Genesene: keine aktuelle Angabe vom Kreisgesundheitsamt
Davon Verstorbene: 19 (+0)
Davon derzeit aktive Fälle: keine aktuelle Angabe vom Kreisgesundheitsamt.

Im Kreis Peine sind bisher 19 Corona-Todesfälle zu beklagen

Von den bisher 19 Corona-Todesopfern aus dem Landkreis Peine waren zwölf im April gestorben: sieben Bewohner der Seniorenresidenz „Brockenblick“ in Gadenstedt sowie fünf weitere Einwohner aus dem Landkreis Peine.

Im Oktober erlag zunächst eine 86-jährige Bewohnerin des DRK-Seniorenheims „Haus am Stadtpark“ in Peine den Folgen der Infektion. Außerdem starb ein 87 Jahre alter Peiner, der sich außerhalb des Landkreises in klinischer Behandlung befunden hat.

Anfang November starb ein 74-Jähriger an den Folgen der Infektion, er war im Klinikum Peine in Behandlung. Folgend verstarb ein 68 Jahre alter Mann auf der Intensivstation des Peiner Klinikums an den Folgen seiner Corona-Infektion – der 16. Todesfall.

In dieser Woche gab es drei weitere Todesfälle. Nach Angaben von Laaß handelt es sich bei den Todesopfern um zwei Bewohner des CMS Pflegestiftes in Vechelde , zwei Männer im Alter von 80 und 84 Jahren. Der 80-Jährige ist demnach am Mittwoch im Klinikum Peine verstorben, der 84-Jährige war in einem Krankenhaus außerhalb des Landkreises in medizinischer Behandlung, wo er am Montag an der Folgen der Infektion verstorben ist.

Bei dem dritten Todesopfer handelt es sich um einen Bewohner des Artemed-Pflegezentrums „Rosenblick“ in Peine-Telgte . Der Mann wurde im Klinikum Peine medizinisch versorgt, wo er am Dienstag im Alter von 83 Jahren den Folgen der Infektion erlag. Die beiden Seniorenheime gehören zu mehreren Pflegezentren im Kreis Peine, in denen es jüngst zu größeren Corona-Ausbrüchen gekommen war.

Klinikum Peine sucht Pflegekräfte für Corona-Patienten

Das Klinikum Peine hat nach wie vor dringenden Bedarf an Pflegepersonal zur Betreuung bestätigter Corona-Fälle sowie Verdachtsfälle. Laaß: „Wir suchen Menschen mit einer Pflege- oder Medizinausbildung oder ähnlicher Eignung, etwa Medizinstudenten oder Sanitäter. Diese können befristet eingestellt werden.“ Auskunft: (05171) 93-1201 .

Coronavirus in Niedersachsen- Alle Fakten auf einen Blick

Generelles Besuchsverbot im Klinikum Peine

Am Donnerstag, 29. Oktober, hat das Klinikum Peine ein generelles Besuchsverbot erlassen. Patienten können daher derzeit keine Besuche mehr empfangen. Eine Ausnahme vom generellen Besuchsverbot gilt ausschließlich für Besuche von palliativmedizinisch betreuten Patientinnen und Patienten, Menschen im Sterbeprozess sowie in der Sterbebegleitung. Hier sind Besuche nach vorheriger Rücksprache mit dem behandelnden Arzt weiterhin möglich.

Der Krisenstab des Landkreises Pe ine weist darauf hin, dass aktuell folgende Einschränkungen gelten:

1. In allen gastronomischen Einrichtungen gilt eine Sperrstunde in der Zeit von 23 bis 6 Uhr. Gastronomiebetrieben ist zudem der Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken unabhängig von der Sperrfrist untersagt.

2. Private Zusammenkünfte und Feiern sind unter Einhaltung des Abstandsgebots sowohl drinnen als auch draußen sowie in Gastronomiebetrieben nur noch mit 10 Angehörigen oder 10 Personen aus maximal zwei Haushalten möglich. Diese Regelung gilt auch für Gaststätten, Vereinsheime, Dorfgemeinschaftshäuser.

3. Besteht in der Öffentlichkeit die Gefahr, dass Abstände nicht eingehalten werden können, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Zusätzlich zu den Regelungen der Rechtsverordnung hat der Landkreis Peine eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese ist seit Dienstag, 27. Oktober, gültig und enthält folgende Punkte:

An folgenden Örtlichkeiten im Landkreis Peine müssen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden: in der gesamten Fußgängerzone der Peiner Innenstadt (gekennzeichnet durch die Verkehrszeichen „Beginn/Ende der Fußgängerzone“) in der Zeit von 10 bis 19 Uhr; auf dem Gelände des Peiner Bahnhofs und dem Gelände des Peiner Busbahnhofs (gilt für Reisende mit Bus und Bahn und auch für Personen, die diese Bereiche lediglich passieren) in der Zeit zwischen 6 und 19 Uhr); auf dem Gelände der jeweiligen Wochenmärkte während der Marktöffnungszeiten (gilt auch für Passanten ohne Kaufabsichten, die das Marktgelände lediglich passieren).

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- und Kundenverkehrs zugänglich sind, wird ausgeweitet: Wer bei Ausübung einer beruflichen Tätigkeit in geschlossenen Räumen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu einer anderen Person nicht oder nicht durchgehend einhalten kann, ist zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet. Diese Pflicht gilt insbesondere für Verkehrswege, Flure, Treppen und Treppenhäuser, Wartebereiche, Gemeinschafts- und Sozialräume, Toiletten und vergleichbare Räumlichkeiten.

Die Allgemeinverfügung für Stadt und Kreis Peine gilt zunächst bis Montag, 30. November. Eine Verlängerung ist möglich.

Bürgertelefon für Corona-Fragen

Das Bürgertelefon für Corona-Fragen der Peiner Landkreisverwaltung ist unter einer zentralen Nummer zu erreichen: (05171) 401-9000. Die Erreichbarkeit in der Woche und am Wochenende: Montag bis Freitag von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 Uhr bis 14 Uhr.

Corona-Testzentrum in Peine ist montags bis freitags geöffnet

Das Corona-Testzentrum des Kreis-Gesundheitsamtes im ehemaligen Werksgasthaus in Peine, Gerhard-Lucas-Meyer-Straße 8 (gegenüber dem Stahlwerk) hat montags bis freitags jeweils von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Termine für Tests sind unter der Telefonnummer (05171) 401-7051 zu vereinbaren. Der Landkreis macht darauf aufmerksam, dass niemand das Corona-Testzentrum ohne Termin aufsuchen sollte. Potenziell erkrankte Bürger müssen sich zunächst telefonisch an ihren jeweiligen Hausarzt wenden. Der Arzt entscheidet dann, ob der Betroffene an das Testzentrum überwiesen wird. Außerhalb der Praxiszeiten der Hausärzte wenden sich Bürger an den Kassenärztlichen Notdienst im Klinikum Peine unter der Telefonnummer: 116 117.

Corona – Hier gibt es weitere Hilfe und spezielle Beratung

Beratung für Heimleitungen: Senioren- und Pflegestützpunkt in Peine, Altenhilfeplanerin Anke Bode, (05171) 401- 9106, E-Mail-Adresse: a.bode@landkreis-peine.de

Hinweise für Senioren und Pflegende: telefonische Beratung des Senioren- und Pflegestützpunktes unter (05171) 401-9100 , Montag 8.30-16 Uhr, Mittwoch 8.30-12 Uhr, Donnerstag 8.30-18 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Hilfe für Menschen in Krisen und Angehörige und Freunde: Krisenhilfe Peine , (05171) 401-8899 , Freitag 15-21 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags 13-21 Uhr.

Beratung bei Verdacht der Kindeswohlgefährdung: Erstkontaktstelle Jugendamt, (05171) 401-2345 , Montag und Dienstag 8.30-12.30 Uhr, Donnerstag 13 -17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr; außerhalb der Sprechzeiten über die Polizei Peine erreichbar; www.landkreis-peine.de/Soziales-Bildung/Kinder-Jugend-und-Familie

Erziehungs-, Jugendberatung, Beratung für getrennte Familien: Beratungsstelle des Landkreises Peine für Eltern, Kinder und Jugendliche: (05171) 401-2333, Montag bis Freitag 9-12 Uhr, Montag bis Donnerstag 13-16 Uhr; per Mail: erziehungsberatung@landkreis-peine.de

Beratung für werdende Eltern und Familien mit Kindern bis 6 Jahren: Fachstelle Frühe Hilfen des Landkreises, (05171) 401-2242 , Montag bis Freitag 9-12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag 13-16 Uhr.

Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen: Sozialer Dienst des Gesundheitsamtes des Kreises, (05171) 401-7103 , Montag und Dienstag 8.30- bis 15 Uhr, Donnerstag 8:30 bis 17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr; Sozialpsychiatrischer Dienst des Kreis-Gesundheitsamts: (05171) 401-7103 , Montag und Dienstag 8.30-15 Uhr, Donnerstag 8.30-17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Hilfen der öffentlichen Hand für Erwachsene und Familien: Kreis-Sozialamt, (05171) 401-2121 , Montag 8.30-12:30 Uhr, Dienstag ebenso und 14-16 Uhr, Donnerstag ebenso und 14-17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Beratung für Unternehmen und Selbstständige: Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft (Wito) , (05172) 9492600 , (0151) 11453907 , Montag bis Freitag 9-18.

Ideen für Familien: Spiel-Ideen vom Lokalen Bündnis für Familien , (05171) 401-30061 oder -62.

Peiner Hotline für die freiwillige Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App (Download im App-Store und Play-Store) soll bei der Feststellung von Kontakten zu infizierten Personen helfen. In Peine werben Landrat Franz Einhaus und die Gemeinde-Bürgermeister für die App: „Je mehr Menschen in unserem Kreis die Warn-App nutzen, desto besser wirkt sie.“ Die Nutzung ist freiwillig. Wer über seine Corona-Warn-App benachrichtigt wird, dass er Kontakt zu einem positiv Getesteten hatte, kann die Hotline des Gesundheitsamt des Landkreises Peine anwählen: (05171) 401-7020 .

Technische Fragen: Hotline der Corona-Warn-App (kostenlos): (0800) 7540001 .

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