Gedenkveranstaltung

Osterode: Omas gegen Rechts planen nächste Aktion in Innenstadt

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„Omas gegen Rechts“ auf dem Kornmarkt in Osterode am Harz.

„Omas gegen Rechts“ auf dem Kornmarkt in Osterode am Harz.

Foto: Mark Härtl / HK-Archiv

Osterode.  Am Samstag, 28. Januar, wollen die Damen den „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts“ auch in Osterode in Erinnerung rufen.

Seit Frühjahr 2022 gibt es die Omas gegen Rechts auch in Osterode. Die Gruppe hat mehrfach in der Öffentlichkeit durch verschiedene Aktionen, wie etwa das Reinigen der Stolpersteine, auf sich aufmerksam gemacht.

Eine weitere Aktion findet am Samstag, 28. Januar, morgens in der Osteroder Innenstadt statt, um den 27. Januar in Erinnerung zu rufen – das ist der von den Vereinten Nationen erklärte „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts“. In Auschwitz ermordeten die Nazis während der NS-Diktatur mehr als anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Gefangenen. „Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den Juden, Sinti und Roma und anderen Verfolgten des Naziregimes“, betont Brigitte Maniatis für die Omas gegen Rechts Altkreis Osterode.

27. Januar: Datum der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Die Omas gegen Rechts in Deutschland gründeten sich am 27. Januar 2018, dem Datum der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Ursprünglich kam die Bewegung aus Österreich. „Demokratie braucht solche Menschen, die bereit sind, sich zu streiten und die im Grundgesetz festgeschriebenen Werte zu verteidigen. Die Omas engagieren sich dafür, dass unseren Kindern und Enkeln eine demokratische, freie, soziale und tolerante Gesellschaft erhalten bleibt, sowie eine lebenswerte Umwelt“, erklärt Maniatis.

„Die Omas treten auf mit öffentlichen Aktionen, bei denen auf Missstände hingewiesen wird, denn wir erleben zunehmend, dass in unserer Gesellschaft offener Menschen unsere Grundwerte infrage gestellt werden, lächerlich gemacht werden und auch durchaus Gewalt angewendet wird“, so Maniatis weiter.

Antidemokratische Kräfte bekommen Gegenwind von den Omas

Die Omas in Osterode bezogen zum Beispiel gemeinsam mit anderen Akteuren Position zu den Querdenker-Spaziergängen. „Antidemokratische Kräfte bekommen von den Omas Gegenwind. Omas zeigen in der Öffentlichkeit eine klare Haltung zu allen Formen undemokratischen Verhaltens. Damit erklären sie sich auch solidarisch mit der Protestbewegung im Iran und sind gegen das islamistische Herrschaftssystem. Hierzu planen die Omas demnächst eine Aktion in Osterode“, kündigen sie an.

Und weiter: „Die Omas finden das Erinnern wichtig. Es führt zur aktiven Auseinandersetzung mit unserer Geschichte. Das Ziel ist, Faschismus, Nationalismus, Völkerhass und Totalitarismus zu erkennen und zu verhindern. Die Omas wenden sich gegen ein Wiedererstarken von Antisemitismus und antisemitischen Gewalttaten“.

Die Osteroder Omas gegen Rechts möchten mit der Aktion am 28. Januar ab 10 Uhr die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der Geschichte aufzeigen und damit mahnen, dass so etwas nie wieder geschehen darf.