Niedersachsen

Vereidigung von Minister Philippi: „Habe Respekt vor der Aufgabe“

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Am Mittwoch wurde Dr. Andreas Philippi aus Herzberg am Harz vor dem Niedersächsischen Landtag in Hannover vereidigt.

Am Mittwoch wurde Dr. Andreas Philippi aus Herzberg am Harz vor dem Niedersächsischen Landtag in Hannover vereidigt.

Foto: Michael Matthey / dpa

Hannover/Herzberg.  Krankenhauswesen, medizinische Versorgung und Pflege: Der Herzberger Arzt Andreas Philippi will seine neuen Aufgaben mit „großem Tatendrang angehen“.

Nun ist es offiziell: Am Mittwochvormittag ist der Herzberger Arzt und bisherige Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Göttingen als neuer Minister für Gesundheit, Arbeit, Soziales und Gleichstellung im niedersächsischen Landtag vereidigt worden. Philippi, dessen Berufung am Freitag von Ministerpräsident Stephan Weil verkündet worden war, sprach vor dem Landtag den Eid und bekannte sich „zu den Grundsätzen eines freiheitlichen, republikanischen, demokratischen, sozialen und dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichteten Rechtsstaates“. So heißt es im verfassungsrechtlich vorgeschriebenen Eid. „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Volk und dem Land widmen und das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und die niedersächsischen Gesetze wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegenüber allen Menschen üben werde.“ Landtagspräsidentin Hanna Naber beglückwünschte den frisch gebackenen Minister und wünschte ihm „von Herzen“ Erfolg für die vor ihm liegende Arbeit.

„Die aktuellen und kommenden Herausforderungen in der Sozial- und Gesundheitspolitik sind vielfältig und groß. Ich habe Respekt vor der Aufgabe und freue mich gleichermaßen darauf, sie anzugehen“, äußerte sich Philippi in einer Pressemitteilung des Landes zu seinen künftigen Aufgabe. „Die Corona-Pandemie hat uns die Probleme der heutigen Zeit schonungslos offenbart und Handlungsbedarfe noch einmal verstärkt. Sei es in der Kinder- und Jugendarbeit, auf dem Arbeitsmarkt, in Fragen der Geschlechtergerechtigkeit oder im Bereich des Gesundheitswesens und der Pflege.“ Eins aber hätten uns die vergangenen drei Jahre besonders gezeigt: eine gute Gesundheit ist das Wichtigste und die Basis, auf die alles andere aufbaut.

Philippi weiter: „Als Arzt weiß ich um die großen Aufgaben, die es mit sich bringt, gute Rahmenbedingungen im Gesundheitsbereich für Menschen jeden Alters, als Patient und Patientin oder als Beschäftigte, ob auf dem Land oder in der Stadt lebend, zu schaffen. Meine Vorgängerin Daniela Behrens hat in dieser Legislatur bereits wichtige Prozesse und Veränderungen auf den Weg gebracht.“ Die Reform des Krankenhauswesens zähle, ebenso wie eine gute und verlässliche medizinische Versorgung im stationären und auch ambulanten Bereich sowie in der Pflege, zu den drängendsten Themen unserer Zeit, die der Herzberger Arzt „mit großem Tatendrang voranbringen und intensivieren“ werde. „Die Themen meines Hauses sind facettenreich, ebenso wie die Aufgaben, die mich erwarten. Und ich freue mich sehr, sie mit dem engagierten und kompetenten Team des Sozialministeriums anzugehen.“