Esperanto-Gesellschaft Südharz ehrt langjährige Mitglieder

Herzberg.  In der Mitgliederversammlung ging Peter Zilvar auf das vergangene Jahr ein.

Gruppenfoto mit den drei Geehrten.

Gruppenfoto mit den drei Geehrten.

Foto: Esperanto-Gesellschaft Südharz

Bei der Esperanto-Gesellschaft Südharz mit Sitz in Herzberg stand jüngst die Mitgliederversammlung an. Der gemeinnützige Verein existiert bereits im 44. Jahr. Gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung konnten besonders herausragende Aktive mit einer Künstlermedaille des Dresdner Medailleurs Peter-Götz Güttler geehrt werden. Auf der Rückseite dieser Künstlermedaille ist das Herzberger Stadtwappen zu sehen.

Otto Kern aus Herzberg ist bereits seit 39 Jahren Mitglied des Vereins und war über 30 Jahre im Vereinsvorstand, langjährig als stellvertretender Vorsitzender, aktiv. Harald Mantz aus Osterode beziehungsweise Herzberg ist schon seit 42 Jahren Mitglied der Esperanto-Gesellschaft Südharz. Seit Jahrzehnten ist er Vorstandsmitglied und seit vielen Jahren der stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Auf der Vorderseite dieser Künstlermedaille befindet sich das Portrait des Herzberger Esperanto-Pioniers Joachim Gießner. Andreas Emmerich, der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Esperanto-Bundes, der auch in Herzberg aktiv ist, erhielt für herausragende Verdienste für Esperanto in Deutschland ebenfalls eine Künstlermedaille mit dem Portrait des Esperanto-Gründers Dr. Ludwig Zamenhof. Die Leiter des Herzberger Esperanto-Zentrums Zsofia Korody und Peter Zilvar bedankten sich bei den drei Esperanto-Mitgestaltern für ihre aktive Mitarbeit – auch zum Wohle der Esperanto-Stadt Herzberg.

Rückblick auf Vereinsjahr

Der Vereinsvorsitzende Peter Zilvar berichtete über die vielen Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres: Unter anderem wurden im vergangenen Jahr ein VHS-Bildungsurlaub, viele Kurse und Fachseminare ausgerichtet, außerdem nahm eine Delegation am Deutschen Esperanto-Kongress in Neumünster teil. Ferner fand im Sommer eine internationale Radfahrerwoche in Herzberg statt. Im Rahmen der Bücher- und Zeitschriftentransporte fanden größere Fahrten nach Belgien und Dänemark statt, außerdem nahmen die Herzberger an einem Seminar der Europäischen Kultur- und Sprachminderheiten (FUEN) in Potsdam teil. Es wurden offizielle Sprachprüfungen in Esperanto nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) angeboten. Im Herbst fand die traditionelle Verbandsratssitzung des Deutschen Esperanto-Bundes in Herzberg statt. Im Oktober wurde eine neue, aus China stammende Sonderausstellung mit dem Titel „Tee Liebe Welt“ auf der oberen Plattform im Herzberger Schlossmuseum eröffnet.

Im Dezember wurde ein gebrauchter Pkw als Esperanto-Info- und -Kursauto aus der Vereinsrücklage erworben. Der Verband der Esperanto-Lehrer und ein Privatspender hatten sich an den Anschaffungskosten beteiligt. Zilvar betonte, dass die Esperanto-Bibliothek in den vergangenen Jahren stark angewachsen sei und nun zu den größten der Welt zähle. Viele der enthaltenen Materialien, die im Zusammenhang mit dem Thema Esperanto stehen, seien in dieser Größenordnung einmalig. Dazu gehören etwa eine Büchersammlung in Brailleschrift, eine Sammlung mit historischen touristischen Prospekten, eine Medaillensammlung, größere Philateliesammlungen, alte Werbemarken, historische Fotos und Ansichtskarten. Als „akutes Problem“ bezeichnete Zilvar den Platzmangel.

Auch im kommenden Jahr plane die Gesellschaft vielseitige kulturellen Aktivitäten. So soll unter anderem im August die bereits 15. bilaterale Schülerfreizeit im Rahmen der Städtepartnerschaft unter Leitung von Michaela Stegmaier und Zsofia Korody in Sieber stattfinden. Ferner stunden Fachseminare, Sommersprachkurse, viele Informations- und Werbeveranstaltungen und vieles mehr auf dem Programm.

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