Kommentar

Frauen in der Landwirtschaft: Ein langer, steiniger Weg

„Die Differenz zwischen dem, was Männer und Frauen in der Landwirtschaft verdienen, beträgt trotz allen Fortschritts etwa zwanzig Prozent.“

Eigentlich, so sollte man meinen, hat sich nicht viel geändert: Frauen haben immer in der Landwirtschaft geschuftet, harte Arbeit war ihr täglich Brot, sie waren das Backup für die Männer und die ganze Familie, und ohne sie lief nichts zusammen.

Wenn heute Frauen Bäuerinnen werden, ist das nicht anders. Und doch: Es hat sich was getan, etwas Entscheidendes: Ihre Rolle hat sich geändert. Längst schon hat sich die klassische Arbeitsteilung auf vielen Höfen aufgelöst, Frauen sind im Zuge der Gleichberechtigung erfolgreiche Betriebsleiterinnen und besetzen hochkompetent auch die technischen und wirtschaftlichen Felder.

Doch es gibt sie noch, die Unterschiede zwischen der Wertschätzung von Frauen und Männern, die längst nicht aufgehoben sind. Denn die Differenz zwischen dem, was Männer und Frauen in der Landwirtschaft verdienen, beträgt etwa zwanzig Prozent. Der Weg zur Gleichberechtigung ist zwar eingeschlagen, aber bei über Jahrhunderten gewachsenen Strukturen eben doch lang und steinig, Und so bleibt noch viel Luft nach oben.

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