Positive Bilanz für diesjährige Domfestspiele

Bad Gandersheim.  Für die aktuelle Spielzeit wurden 5.000 Karten mehr als im Jubiläumsjahr 2018 verkauft.

„Der Glöckner von Notre Dame“ hatte in diesem Jahr bei den Bad Gandersheimer Domfestspielen eine um fünf Prozent bessere Auslastung als „Jedermann“ in 2018.

„Der Glöckner von Notre Dame“ hatte in diesem Jahr bei den Bad Gandersheimer Domfestspielen eine um fünf Prozent bessere Auslastung als „Jedermann“ in 2018.

Foto: Rudolf A. Hillebrecht / Domfestspiele GmbH

Die Verantwortlichen der Gandersheimer Domfestspiele haben wenige Tage vor Ende der 61. Spielzeit eine äußerst positive Bilanz über die jüngste Saison gezogen und den Spielplan für 2020 vorgelegt. Erstmals seit Jahren sind mehr als 50.000 Karten verkauft worden, es werden inklusive der Extra-Veranstaltungen des Rahmenprogramms insgesamt weit mehr als 60.000 Besucher am Ende nach Bad Gandersheim gekommen sein, das sind 5.000 mehr als im Jubiläumsjahr 2018.

„Das ist ein traumhaftes Ergebnis“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Schwarz. „Das ist die erfolgreichste Spielzeit seit 2001“, sagte Geschäftsführer Thomas Groß. Er freute sich über den Zuspruch in seinem Premierenjahr: „Es war mein erster Festspiel-Sommer, er war sehr groß und intensiv.“

Nach den vorläufigen Zahlen waren die Produktionen insgesamt durchschnittlich zu 86 Prozent ausgelastet, fast vier Prozent besser als im Vorjahr, berichtete der Geschäftsführer. Bereits vor der Premiere komplett ausverkauft war das Studiostück in Brunshausen „Al dente – Ich bin hier le Chef“, es soll möglicherweise im kommenden Jahr wieder aufgenommen werden. „Der Glöckner von Notre Dame“ hatte eine um fünf Prozent bessere Auslastung als „Jedermann“ in 2018. Die Geschichte der Freundschaft von Marlene Dietrich und Edith Piaf, „Spatz und Engel“, konnte bei der Auslastung die im vergangenen Jahr gespielte „The Addams Family“ um fast 15 Prozent übertreffen.

Thomas Groß dankte allen langjährigen und neuen Förderern, Unterstützern und Sponsoren dafür, dass in Bad Gandersheim eine so fantastische Theaterarbeit möglich ist. Im September wird im neuen Probenzentrum der Domfestspiele der Umbau der großen Halle beginnen. Zur Spielzeit 2020 wird das Probenzentrum komplett zur Verfügung stehen, dann können dort erstmals vier Produktionen gleichzeitig geprobt werden.

Die Spielzeit 2020

Im kommenden Jahr wird es eine neue Preisstruktur geben, erläuterte Aufsichtsratsvorsitzender Schwarz. Im Vergleich zu anderen Festspielorten bewege man sich damit aber immer noch im unteren Drittel. In der Preiskategorie 1 wird die Karte um fünf Euro teurer, in Kategorie 2 um drei Euro. Alle Ermäßigungsmöglichkeiten bleiben unverändert – sowie in Kategorie 3 und beim Kinder- und Familienstück. Erstmals seit fünf Jahren müsse man die Eintrittspreise anpassen, unter anderem um den Ensemblemitgliedern eine gerechtere Gage zahlen zu können. Auch das neue Probenzentrum müssten die Domfestspiele refinanzieren, sagte Schwarz.

Die 62. Spielzeit des größten professionellen Freilichttheaters in Niedersachsen dauert vom 21. Juni bis 16. August 2020. „Morgen ist jetzt“ – unter diesem Motto präsentiert Intendant Achim Lenz mit seinem Ensemble vier Produktionen auf der Bühne vor dem Domportal. Der Kartenvorverkauf beginnt am 15. November. Zu sehen sein werden „Faust“ von Goethe in neuem Gewand mit Musik, Sprache und Tanz (Premiere: 3. Juli), die musikalische Komödie nach dem gleichnamigen Ufa-Tonfilm „Die Drei von der Tankstelle“ mit Evergreens wie „Ein Freund, ein guter Freund“ (26. Juni), das Tanz-Musical „Flashdance“ mit Hits wie „What a feeling“ (10. Juli) und als Kinder- und Familienstück „Das Dschungelbuch“ in einer Fassung von Sarah Speiser und Jennifer Traum mit Musik von Ferdinand von Seebach (21. Juni).

Das Ensemble wird am 25. Mai begrüßt, das Jugendtheater-Festival „Theatervirus“ findet vom 4. bis 6. Juni statt, das Theaterfest ist am 7. Juni terminiert.

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