Herzberg. Am Dienstag, 14. Mai, gibt es vormittags kein Wasser. Warum das so ist, was man jetzt wissen muss und wie man trotzdem aufs Klo kann.

Nichts geht mehr: Am Dienstag, dem 14. Mai, wird in Sieber von 8 bis 13 Uhr das Trinkwasser abgestellt. Verantwortlich dafür sind die städtischen Betriebe Herzberg. Hier rät man den Siebranern, sich für die Zeit einen entsprechenden Wasservorrat anzulegen.

2023: Keime im Trinkwasser in Sieber

Die Sieberaner haben mit ihrem Leitungswasser so ihre leidvollen Erfahrungen gemacht: Im vergangenen Jahr mussten sie, für etwa vier Wochen, jeden Tropfen Wasser, den sie nutzen wollte, im Vorfeld abkochen. Und das mitten im Hochsommer. Bei einer Routinekontrolle Anfang August 2023 war eine geringe mikrobiologische Verunreinigung festgestellt worden. Das Gesundheitsamt und die Stadt Herzberg sowie der Landkreis haben damals entschieden: Sicher ist sicher. Daher wurde ein Abkochgebot erlassen. Das bedeutet, dass das Leitungswasser nicht direkt getrunken werden darf, sondern einmal aufgekocht und danach mindestens zehn Minuten langsam abgekühlt werden muss. Für die Körperpflege, das Wäschewaschen sowie die Toilettenspülung konnte das Leitungswasser ohne Bedenken weiter genutzt werden. 

Der Hochbehälter liegt oberhalb von Sieber und wurde 1967 erbaut.
Der Hochbehälter liegt oberhalb von Sieber und wurde 1967 erbaut. © FMN | Mark Härtl

Warum und wie die Keime damals in das Sieberaner Trinkwasser kamen, war unklar.

Die Verunreinigung vom vergangenen Jahr ist aber nicht die Ursache für die jetzige Meldung. Viel mehr müssen Umbauarbeiten am Hochbehälter vorgenommen werden. Zähler werden ausgetauscht, Schieber auch und Rohrleitungen werden instand gesetzt, vor allem an den Wasserleitungen, die aus dem Hochbehälter hinausführen.

Das müssen die Sieberaner jetzt tun:

  • Jeder Einwohner Siebers sollte sich für den Vormittag von 8 bis 13 Uhr einen Wasservorrat anlegen.
  • Jeder sollte darauf achten, dass alle Zapfstellen für das Wasser geschlossen sind und bleiben. Sonst kann es zu Wasserschäden kommen, wenn das Trinkwasser wieder angestellt wird und frei fließen kann
  • Wasch- und Spülmaschinen sollten am Vormittag nicht angestellt werden

Was tun, wenn man zur Toilette will?

Ganz einfach: Die Toilettenspülung funktioniert mit einfacher Physik: Wenn Wasser durch die Toilette läuft, läuft Wasser aus dem Spülkasten in die darunter liegende Schüssel. Bei den meisten modernen, schwerkraftgespeisten Toiletten verdrängt das Volumen des Wassers nach und nach das vorhandene Wasser in der Schüssel in das Rohr, wo es schließlich in die Kanalisation oder zur Klärgrube fließt.

Das heißt - auch ohne fließendes Wasser ist das Spülen möglich: Nach dem Toilettengang muss man nur einen Eimer voller Wasser schnell in die Kloschüssel kippen, um die Spülung sozusagen zu imitieren. Es sollten etwa sechs Liter Wasser sein und man muss es schnell eingießen.

Wer einen Aufputz-Spülkasten hat, hat es noch einfacher: Hier kann man den Deckel anheben und Wasser hineinfüllen. Der Kasten fasst etwa 10 Liter Wasser. Danach kann man die Toilettenspülung wie gewohnt benutzen. Für den nächsten Toilettengang muss dann aber wieder Wasser nachgefüllt werden.

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