Tettenborn. Das Jugend- und Bildungshaus im Bad Sachsaer Ortsteil Tettenborn - kurz Jubi genannt - wird 40 Jahre alt. Seine Geschichte soll gefeiert werden.

Multifunktionshaus - ein Begriff, der im Südharz in besonderer Weise gelebt wird. Seit nunmehr 40 Jahren gibt es in Tettenborn das Jugend- und Bildungshaus, kurz Jubi. Ein Ort, der Gästen von außerhalb als Tagungs- und Erholungsstätte, sowie den Einwohnern als Begegnungs- und Bildungsstätte dient. Entstanden ist all dies auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes - und verantwortlich für das bunte Treiben ist seit jeher Helene Hofmann. Die ehemalige, langjährige Bürgermeisterin von Bad Sachsa ist Gründungsmitglied und Vorsitzende des betreibenden, gleichnamigen Vereins.

Von der Großstadt Berlin den Südharz um Kindern zu helfen

Doch wie kam es eigentlich zu der Multifunktionsstätte mitten im SüdharzIm Jahr 1983 kaufte Hofmann den alten Bauernhof mit ihrem damaligen Lebenspartner, um dort eine Bildungsstätte einzurichten. Ursprünglich in Berlin lebend, wollten sie und ihre Freunde raus aus der Großstadt und rein in das Ländliche. Sie machten sich auf die Suche nach dem passenden Ort, besser gesagt dem passenden Gebäude, um eine Einrichtung für Kinder und deren Förderung zu eröffnen. Diese Heimat fand man im Harz, wobei zum Zeitpunkt des Kaufes nur das Bauernhaus selbst nutzbar war.

Blick auf die Umbauarbeiten am Jugend- und Bildungshaus in Tettenborn.
Blick auf die Umbauarbeiten am Jugend- und Bildungshaus in Tettenborn.

Heute sieht das anders aus: Die Einrichtung hat mehrere Bereiche, darunter ein eigenes Café, Werkstätten und 60 Betten zur Verfügung und wir betrieben vom gemeinnützige Verein Jugend- und Bildungshaus. Dieser ist dem Jahr 1984 als Träger der freien Jugendhilfe offiziell anerkannt und betreibt seit dem Jahr 1987 auch den Friedrich-Fröbel-Kindergarten in Bad Sachsa.

Flüchtlinge werden in Tettenborn ebenfalls unterstützt

Kinder und Jugendliche stehen aber auch Jubi-Haus selbst im Fokus. Es gibt Bereiche zum Tanzen, toben, Spielen oder Sport machen. Ihnen wird zudem die Möglichkeit geboten, Bauernhöfe und deren Erzeugnisse und Abläufe näher kennenzulernen. In der Jugendwerkstatt der Einrichtung wird Jugendlichen mit schwierigem sozialen Hintergrund, die Probleme in der Schule haben, zudem die Möglichkeit geboten, sich durch qualifizierende Ausbildungsbausteine auf den Hauptschulabschluss oder eine Ausbildung im Bereich Maler- oder Tischlerhandwerk vorzubereiten.

Wegen der großen Anzahl von Flüchtlingen, die seitdem Jahr 2015 in der Region eintrafen, erweiterte der Verein seine Bildungsangebote um spezielle Maßnahmen für Migranten und Migrantinnen und ist bis heute auch in anderer Weise vielfältig in der Arbeit mit Geflüchteten im Einsatz.

So wird das Jubiläum des Jugend- und Bildungshaus in Tettenborn gefeiert:

  • Unter dem Motto „Das JuBI hält Hof“ wird am 25. Mai zum Jubiläumsfest eingeladen
  • Von 15 bis 19 Uhr werden die Tore zum Areal in der Clettenberger Straße 6 in Tettenborn geöffnet
  • Neben Fotorückblicken treten Musiker auf und für die jüngsten Gäste gibt es ein eigenes Kinderprogramm
  • Für das leibliche Wohl ist in vielfältiger Weise gesorgt
  • Wer Fotos von früher hat oder eine Geschichte zum eigenen „1. Mal im JuBi-Haus“ zu erzählen weiß, kann diese mitbringen

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