Zorge. Zukunft des Heimatmuseums im Südharz scheint nach dem Verkauf der Immobilie in der Schwebe. Mitglieder sprechen über ihre Ängste.

Vorerst ohne Heimat – so geht es dem Heimatmuseum in Zorge. Doch wie geht es weiter nach dem Auszug aus dem Zacharias-Koch-Haus weiter und wie sieht die Zukunft des Museums überhaupt aus? Diese Fragen standen im Fokus bei der Jahreshauptversammlung des Förderkreises. Hintergrund ist, dass das Areal des unteren Kurparks inklusive der Immobilie an die ELSwhere GmbH aus Zorge verkauft ist, die das Haus sanieren und auf dem Gelände eine Ferienanlage mit Ferienhäusern in Modulbauweise bauen wird.

Auszug des Museums im Südharz: Mitglieder haben große Sorgen

Nach dem Verkauf der bekannten Immobilie im Südharz durch die Gemeinde Walkenried und gleichzeitiger Vertragskündigung und Aufforderung zur Räumung, waren umfangreiche Umzugstätigkeiten zu leisten. „Exponate, Vitrinen, Möbelstücke waren zu verpacken und an verschiedene Einstellorte zu verbringen“, erklärte der Förderkreisvorsitzende Detlef Roggenbach, der zugleich den ehrenamtlichen Helfern, aber auch dem Bauhof der Kommune und Bürgermeister Lars Deiters für die Unterstützung dankte.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Instagram, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Seitens der Mitglieder zeigte man sich allerdings besorgt um die Exponate und insbesondere wurde der erhoffte Wiedereinzug in das Zacharias-Koch-Haus infrage gestellt. Allgemein wurde aber gewürdigt, dass in Zorge umfangreich in den Ort investiert werden soll.

Neustart im Tourismus in Walkenried: Verein hilft mit

Neben den Umzugstätigkeiten begleitete der Förderverein auch aktiv die Überlegungen zum Neustart des Tourismus in der Gemeinde Walkenried. Es wurde an Vorträgen und Planungsbesprechungen teilgenommen, um den Urlaubern im Südharz Informationen und Beschäftigung in Form von geschichtlichen Wanderwegen zu geben. 

Tourismus: Die Projekte in Bad Sachsa und Walkenried in Bildern

Das wichtigste und teuerste Projekt im Südharz: die InterSpa-Gruppe das Erlebnis- und Spaßbad Salztal Paradies in Bad Sachsa im November 2023 als Betreiber übernommen. Aber nicht nur das: In der Summe sollen mit Eigenkapital, Fördergeldern und auch städtischen Mitteln 49 Millionen Euro in die Modernisierung des Bades und den Bau eines neuen Hotels fließen.
Das wichtigste und teuerste Projekt im Südharz: die InterSpa-Gruppe das Erlebnis- und Spaßbad Salztal Paradies in Bad Sachsa im November 2023 als Betreiber übernommen. Aber nicht nur das: In der Summe sollen mit Eigenkapital, Fördergeldern und auch städtischen Mitteln 49 Millionen Euro in die Modernisierung des Bades und den Bau eines neuen Hotels fließen. © Mundel Architekten | Mundel Architekten
Neustart im Südharz: Die Produktionsgebäude des Industrieunternehmens Schmidt & Kranz in Zorge sind Geschichte, der Abriss vollzogen. Auf dem Areal  entsteht ein Ferienpark mit 18 Ferienhäusern, mit Empfangs- und Dienstleistungsgebäude und einem kleinen Wellnessbereich. Die Eröffnung ist Ende des Jahres 2024 geplant.
Neustart im Südharz: Die Produktionsgebäude des Industrieunternehmens Schmidt & Kranz in Zorge sind Geschichte, der Abriss vollzogen. Auf dem Areal entsteht ein Ferienpark mit 18 Ferienhäusern, mit Empfangs- und Dienstleistungsgebäude und einem kleinen Wellnessbereich. Die Eröffnung ist Ende des Jahres 2024 geplant. © FMN | Thorsten Berthold
Blick zum Ravensberg: Auf dem Hausberg von Bad Sachsa soll eine Tiny House-Feriensiedlung entstehen. Zudem sollen weitere  touristische Angebote auf und rund um den Berg entwickelt werden. Zunächst aber ist der Ausbau der Infrastruktur notwendig. Der Bau der neuen Versorgungstrasse (Strom, Wasser, Abwasser) wird mit  1,85 Millionen Euro Fördergeldern vom Landkreis Göttingen unterstützt.
Blick zum Ravensberg: Auf dem Hausberg von Bad Sachsa soll eine Tiny House-Feriensiedlung entstehen. Zudem sollen weitere touristische Angebote auf und rund um den Berg entwickelt werden. Zunächst aber ist der Ausbau der Infrastruktur notwendig. Der Bau der neuen Versorgungstrasse (Strom, Wasser, Abwasser) wird mit 1,85 Millionen Euro Fördergeldern vom Landkreis Göttingen unterstützt. © Europäisches Brotmuseum e.V. | Daniel Schwarz
Das Jahr 2024 ist der Erneuerung vom ältesten Märchenpark in Deutschland, dem Märchengrund in Bad Sachsa, gewidmet. 100.000 Euro Fördergelder aus dem Leader-Programm fließen allein in eine Frischekur in die gesamte Anlage fließen. Die Bau- und Sanierungsarbeiten sollen im Sommer 2024 umgesetzt werden. Als neue Betreiberin der Anlage wird zudem TV-Star Janette Rauch, bekannt unter anderem aus der Telenovela „Rote Rosen“ und der Krimiserie „Notruf Hafenkante“ wird die Geschicke künftig leiten.
Das Jahr 2024 ist der Erneuerung vom ältesten Märchenpark in Deutschland, dem Märchengrund in Bad Sachsa, gewidmet. 100.000 Euro Fördergelder aus dem Leader-Programm fließen allein in eine Frischekur in die gesamte Anlage fließen. Die Bau- und Sanierungsarbeiten sollen im Sommer 2024 umgesetzt werden. Als neue Betreiberin der Anlage wird zudem TV-Star Janette Rauch, bekannt unter anderem aus der Telenovela „Rote Rosen“ und der Krimiserie „Notruf Hafenkante“ wird die Geschicke künftig leiten. © HK | Thorsten Berthold
Der neue Ferienpark in Bad Sachsa im Borntal entsteht langsam. Das Erste von insgesamt 83 Ferienhäusern ist mittlerweile aufgebaut. Wann genau alle Häuser aufgebaut werden sollen, ist noch offen. Ursprünglich sollte nach dem Spatenstich  am 9. September 2021 sollten den die ersten Gäste Weihnachten 2022 bereits einziehen können, doch es gab Verzögerungen beim Bau. Der Ferienpark ist aber nicht das einzige Großprojekt im Borntal: Dank des Förderprogramms „KulturInvest 2023“ fließen vom Bund 1.130.000 Euro in das Gedenkstättenprojekt „Kinder des 20. Juli 1944“, weitere Gelder soll das Land Niedersachsen bereitstellen. Geplant sind die Errichtung eines Museums und einer Gedenkstätte mit einem „Platz der Erinnerung“, einem „Baum der Hoffnung“ und einem Buchladen.
Der neue Ferienpark in Bad Sachsa im Borntal entsteht langsam. Das Erste von insgesamt 83 Ferienhäusern ist mittlerweile aufgebaut. Wann genau alle Häuser aufgebaut werden sollen, ist noch offen. Ursprünglich sollte nach dem Spatenstich am 9. September 2021 sollten den die ersten Gäste Weihnachten 2022 bereits einziehen können, doch es gab Verzögerungen beim Bau. Der Ferienpark ist aber nicht das einzige Großprojekt im Borntal: Dank des Förderprogramms „KulturInvest 2023“ fließen vom Bund 1.130.000 Euro in das Gedenkstättenprojekt „Kinder des 20. Juli 1944“, weitere Gelder soll das Land Niedersachsen bereitstellen. Geplant sind die Errichtung eines Museums und einer Gedenkstätte mit einem „Platz der Erinnerung“, einem „Baum der Hoffnung“ und einem Buchladen. © FMN | Thorsten Berthold
Das Kloster Walkenried ist eine Touristenattraktion und Hotspot für Urlauber im Südharz. Um künftig auch virtuell besser gesehen werden zu können, soll eine Webcam installiert werden, die einen Panoramablick auf die historische Anlage bietet. Der Gemeinderat Walkenried hat für das Projekt gestimmt, aktuell werden rechtliche Fragen geklärt. Die Umsetzung ist dann so schnell es geht geplant.
Das Kloster Walkenried ist eine Touristenattraktion und Hotspot für Urlauber im Südharz. Um künftig auch virtuell besser gesehen werden zu können, soll eine Webcam installiert werden, die einen Panoramablick auf die historische Anlage bietet. Der Gemeinderat Walkenried hat für das Projekt gestimmt, aktuell werden rechtliche Fragen geklärt. Die Umsetzung ist dann so schnell es geht geplant. © ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried | Annette Behnke
Das Zacharias-Koch-Haus in Zorge. Dieses wird ebenfalls von den Investoren, die einen Ferienpark in Zorge bauen, zu einem Multifunktionshaus für Gäste aber auch Einheimische umgestaltet werden. Hier laufen verschiedene Arbeiten - unter anderem die Entkernung - seit Monaten. Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnen die Investoren im Jahr 2026
Das Zacharias-Koch-Haus in Zorge. Dieses wird ebenfalls von den Investoren, die einen Ferienpark in Zorge bauen, zu einem Multifunktionshaus für Gäste aber auch Einheimische umgestaltet werden. Hier laufen verschiedene Arbeiten - unter anderem die Entkernung - seit Monaten. Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnen die Investoren im Jahr 2026 © HK | Thorsten Berthold
1/7

Ein weiteres Thema des Abends war das Ortsjubiläum seine Schatten voraus. In diesem Jahr steht 775 Jahre Zorge an. Gefeiert wird in diesem Jahr aber eher im kleineren Rahmen des Schützenfestes und auf Initiative der Schützengesellschaft. Die große Feier zum Ortsjubiläum wird im Jahr 2026 als 777-Jahr-Feier stattfinden. „Die umfangreichen Planungen dafür sind angelaufen und der Förderkreis Heimatmuseum wird sich dabei auch entsprechend einbringen“, sagte Detlef Roggenbach.

Wahlen:

  • Kassenprüferin: Cornelia Camanguira 
  • Stellvertretender Kassenprüfer: Hendrik Behrens

Ehrungen:

  • 25-jährige Mitgliedschaft: Ruth Sens und Uwe Schimmeyer 
  • 40-jährige Mitgliedschaft: Johannes Obstfelder 

Sie entscheiden, auf welche Art Sie unsere Nachrichten empfangen möchten. Das sind alle digitalen Kanäle des Harz Kurier im Frühsommer 2024:

  • Bei Facebook und X (ehemals Twitter) finden Sie unsere altbewährten Social-Media-Auftritte
  • Bei Instagram bereiten wir Nachrichten visuell auf und posten kurze Videos in Form von Reels, die Sie manchmal auch in Artikeln wiederfinden
  • Unsere HK News-App hat mit dem aktuellen Update vor allem Funktionen für Vielleser in petto, wie eine Leseliste
  • Über die App und unser Nachrichtenportal auf www.harzkurier.de können Sie außerdem Push-Nachrichten abonnieren, um zeitnah über Geschehnisse informiert zu sein - einfach das Glocken-Symbol auswählen
  • In unserem abendlichen NewsletterHK Kompakt“ schreiben unsere Redakteurinnen und Redakteure über Themen, die sie gerade persönlich bewegen
  • Auf WhatsApp fassen wir am Morgen und Abend die wichtigsten News zusammen. Unseren neuen Kanal „Harz Kurier“ finden Sie über das Symbol „Aktuelles“ und die Suche im Abschnitt „Kanäle“, oder direkt unter kurzelinks.de/hkwa