Corona in Braunschweig: Alle Fakten auf einen Blick

Braunschweig.  Aktuell am Mittwoch: Ein weiterer Todesfall. Rave-Fest am Kennelweg geplant. Tierheim informiert per Pizza-Karton. Mehr Kontrollen in Shisha-Bars.

Von Woche zu Woche kommen weitere Lockerungen: Braunschweigs Sportvereine legen wieder los, auf dem Schützenplatz gibt’s Autokino, die Restaurants und Cafés freuen sich auf Gäste, Schüler der Neuen Oberschule sind mit Gesichtsvisieren ausgerüstet, und der Vatertag verlief überall ruhig, zum Beispiel am Heidbergsee. Zugleich demonstrieren einige Braunschweiger gegen die Beschränkungen.

Von Woche zu Woche kommen weitere Lockerungen: Braunschweigs Sportvereine legen wieder los, auf dem Schützenplatz gibt’s Autokino, die Restaurants und Cafés freuen sich auf Gäste, Schüler der Neuen Oberschule sind mit Gesichtsvisieren ausgerüstet, und der Vatertag verlief überall ruhig, zum Beispiel am Heidbergsee. Zugleich demonstrieren einige Braunschweiger gegen die Beschränkungen.

Foto: bernward Comes, Norbert Jonscher, Cornelia Steiner

Werden sich am 13. Juni hunderte Raver zum Tanzen beim Rave-Open-Air-Fest am Kennelweg treffen? Der Veranstalter ist optimistisch –

Das Tierheim ist seit Mitte März geschlossen, und Tiere wurden seitdem kaum vermittelt. Nun sucht das Tierheim : Die Idee dazu hatte eine 21-jährige Tierfreundin.

Nach dem Corona-Ausbruch am Wochenende in Göttingen, bei dem eine Shisha-Bar eine Rolle gespielt hat, intensiviert die Stadt ab sofort ihre und setzt dabei einen Schwerpunkt bei Shisha-Bars.

Ab Samstag bietet die Braunschweig Stadtmarketing GmbH wieder Stadtführungen an. Der „Stadtspaziergang durch die Löwenstadt“ findet wieder regelmäßig samstags um 14 Uhr und sonntags um 11 Uhr statt. Zudem seien verschiedene Gruppenführungen buchbar.

In dieser Woche kehren die 7., 8. und 2. Klassen in die Schulen zurück. Die Klassen 5, 6 und 1 sollen am 15. Juni folgen.

Schritt für Schritt hebt sich der Bleimantel der Corona-Krise: Nach dem Lockdown entsteht endlich Aufbruchstimmung. Geschäfte freuen sich wieder auf Kunden, Museen haben geöffnet, Freiluftsport ist möglich. Wir zeigen viele mutmachende Beispiele von zuversichtlichen Unternehmen und Leuten, die mit viel Ausdauer und guten Ideen trotz Covid-19 durchstarten: „Wir sind wieder da!“

Das Staatstheater hat seine Reihe „Wir kommen zu Ihnen“ mit kostenlosen Kurz-Auftritten in privaten Gärten und Höfen gestartet. Es gibt bereits 150 Anfragen für diese kleinen Gastspiele.

Die Schulen in Braunschweig müssen die Hygienepläne umsetzen. Doch in Detailfragen gibt es Unterschiede – etwa beim Thema Mund-Nasen-Schutz: Wann müssen die Schüler ihn tragen und wann nicht?

Die Notbetreuung wird ständig ausgeweitet: Jedes vierte Kind geht bereits wieder in die Kita. Manche Eltern wünschen sich eine schnellere Öffnung – andere betreuen lieber länger selbst.

Bisher ist unklar, wann Diskos und Clubs wieder öffnen dürfen. In Kürze aber soll es eine Livestream-Party mehrerer Clubs mit DJs geben. Das Motto: Braunschweigs Partymeile vereint sich.

Seit vergangener Woche läuft die Badesaison im Freibad Bürgerpark, auch das Raffteichbad ist am Start. Alles muss streng nach Hygienekonzept laufen –

Die Diskussion um vorsorgliche Corona-Tests geht weiter. Wer sollte getestet werden? Wie sinnvoll ist das? Welche Kapazitäten gibt es? Wer ist zuständig? vom LADR Laborverbund Details zu den Testverfahren.

Mit einer großen Plakat- und Anzeigenkampagne unter dem will die Stadt für das besondere Leben in Corona-Zeiten sensibilisieren. Es geht um die wichtigen Regeln im Miteinander.

Entwicklung der Infektionen in Braunschweig

Bislang wurden insgesamt 330 Corona-Infektionen in Braunschweig nachgewiesen (Stand Mittwoch, 3. Juni), kein Anstieg seit Freitag. Laut der Stadtverwaltung sind aktuell 9 Menschen erkrankt. 304 sind bereits genesen.
Allerdings gibt es einen weiteren Todesfall: Wie die Stadtverwaltung mitteilt, handelt es sich um einen 55 Jahre alten Mann. Damit sind in Braunschweig bislang 17 Menschen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. Alle Verstorbenen waren zwischen 55 und 96 Jahren alt, darunter insgesamt vier Bewohnerinnen und ein Bewohner des Awo-Pflegeheims in Querum. In der Statistik werden alle Menschen erfasst, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Es wird nicht differenziert, ob ein Patient an Covid-19 gestorben ist oder an einer anderen schweren Vorerkrankung.

In Braunschweigs Krankenhäusern werden zurzeit 5 Patienten mit Covid-19 behandelt. Darunter sind auch Patienten aus der Region. (Die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Menschen wird von der Stadtverwaltung künftig einmal wöchentlich erhoben. Die nächste Aktualisierung erfolgt am 10. Juni.)

Ab 90 Neu-Infektionen innerhalb von sieben Tagen ist in Braunschweig wieder mit Beschränkungen zu rechnen. Das Ziel: eine Überlastung von Kliniken und Gesundheitsamt verhindern. Die Stadtverwaltung hat dem Rat .

Diese Einrichtungen sind weiterhin geschlossen

Wann Hallenbäder wieder öffnen dürfen, ist noch offen. Das Gleiche gilt für Bars, Kneipen und Diskotheken sowie Indoor-Freizeiteinrichtungen wie Kinos und Theater. Der Stufenplan sieht für deren Öffnung noch kein Datum vor. Ebenso müssen sich Tanzschüler noch gedulden.

Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sowie Schützenfeste und Ähnliches bleiben bis 31. August verboten. Auch öffentliche Veranstaltungen mit weniger als 1000 Besuchern sind zunächst weiterhin untersagt.

Die Kontaktbeschränkungen gelten weiter. Das heißt: In der Öffentlichkeit dürfen sich die Mitglieder von maximal zwei Haushalten treffen.

All das ist bereits wieder erlaubt

Auf dem Schützenplatz gibt’s täglich das Braunschweiger Autokino. Die erste Vorstellung war komplett ausverkauft.

Lust auf Rummel? Dann nichts wie hin zum Messegelände an der Eisenbütteler Straße. Die Braunschweiger Schausteller haben dort eine „Kirmes to go“ aufgebaut. Man kann sogar mit dem Auto vorfahren.

Städtische Sporthallen, Gymnastikräume und Schießsportanlagen sind wieder für Vereine geöffnet. Es gibt allerdings mehrere Ausnahmen.

Die Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder an den Start gehen. Ebenso ist in Sporthallen wieder Sport erlaubt – kontaktlos. Ein Abstand von mindestens zwei Metern muss eingehalten werden, die Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume (ausgenommen Toiletten) müssen geschlossen bleiben. Wettkämpfe unter diese Voraussetzungen sind möglich.

Ebenso können die Kinder- und Jugendzentren öffnen – , aber viele Angebote sind möglich.

Viele Kurse der Volkshochschule sind wieder gestartet. Pro Kurs können bis zu zehn Teilnehmer mit dem vorgeschriebenen Abstand unterrichtet werden. Auch im Haus der Familie gibt es wieder Veranstaltungen.

Hotels und Jugendherbergen können ihre Häuser wieder für Touristen öffnen, und das mit einer Auslastung von bis zu 60 Prozent.

Die Tagespflege für Ältere und Pflegebedürftige sowie für Menschen mit Behinderung darf maximal die Hälfte der Plätze wieder belegen, ein Hygienekonzept vorausgesetzt. Auch Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Tagesförderstätten dürfen die Hälfte der Plätze öffnen. Außerdem können Menschen, die soziale, pädagogische oder psychologische Unterstützung brauchen, wieder die entsprechenden Beratungsstellen aufsuchen.

Die Restaurants, Cafés, Imbisse, Kantinen und Biergärten dürfen seit 11. Mai wieder öffnen. Das Servicepersonal muss Mundschutz tragen, die Gäste nicht. Eine Reservierung ist keine Pflicht, wird aber empfohlen. Das Stadtmarketing und die Wirtschaftsförderung stellen den Braunschweiger Gastronomen und ihren Gästen ein Reservierungssystem kostenfrei zur Verfügung. Die Gastronomen müssen den Namen, Anschrift und Telefonnummer jedes Gastes dokumentieren und drei Wochen aufbewahren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann. Kneipen dürfen Freiflächen öffnen, also Außengastronomie. Der Start für die Gastronomie verlief schleppend.

Die 800-Quadratmeter-Regelung für Geschäfte ist entfallen. Große Geschäfte dürfen auf voller Fläche öffnen. Viele haben dies auch sofort umgesetzt, zum Beispiel Karstadt, Galeria, H&M, Peek&Cloppenburg, Ikea, Porta, Mediamarkt, Saturn, C&A und etliche mehr.

Die Haus- und Fachärzte arbeiten wieder im Regelbetrieb. Auch Routinekontrollen, Vorsorgeuntersuchungen und ambulante Operationen sind in Praxen wieder möglich. Notwendig ist eine telefonische Terminvereinbarung. Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Osteopathen praktizieren wieder.

Bei Hochzeiten und Beerdigungen im engsten Familien- und Freundeskreis liegt die Höchstgrenze jetzt bei 20 Teilnehmern. Im Braunschweiger Standesamt sind wieder Eheschließungen mit sechs Gästen und einem weiteren Stehplatz möglich – alle Anwesenden müssen Alltagsmasken tragen, abgesehen vom Brautpaar und der Standesbeamtin. Auch im Schloss Richmond und in der Jakobskemenate sind Trauungen möglich.

Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und Bootsliegeplätze können wieder an Gäste vermietet werden. Für Ferienwohnungen und Ferienhäuser gilt dabei eine Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen. Das bedeutet dem Land zufolge, dass Vermieter erst nach sieben Tagen neu vermieten dürfen. Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und Bootsliegeplätze dürfen zu 50 Prozent belegt werden. Zweitwohnungsbesitzer dürfen wieder in ihre Wochenend- und Ferienhäuser, auch Dauercampen ist wieder erlaubt.

Friseure dürfen wieder Haare schneiden. Manikürestudios, Pedikürestudios, Kosmetikstudios und Massagepraxen haben mit strengen Hygieneauflagen wieder geöffnet.

In den Fahrschulen können wieder der Praxisunterricht sowie praktische Prüfungen für den Auto- und LKW-Führerschein stattfinden.

Der Zoo in Stöckheim ist für Besucher geöffnet. TU-Studenten haben eine Internet-Plattform entwickelt, über die Futterpakete für Zoo-Tiere gekauft werden können. Das Füttern geht jetzt also auch virtuell.

Der Botanische Garten der Technischen Universität Braunschweig ist geöffnet. Die Gartenerweiterung und die Schaugewächshäuser müssen bis auf weiteres Geschlossen bleiben. Picknicke sind nicht möglich. Öffnungszeiten: Montags geschlossen, dienstags bis freitags 10 bis 16 Uhr, samstags und sonntags 10 bis 18 Uhr. Bei Regenwetter bleibt der Garten geschlossen.

Viele evangelische Kirchengemeinden in Braunschweig laden seit 10. Mai wieder zum Gottesdienst ein, auch der Dom. Die katholische Kirche startete am 16. Mai mit Gottesdiensten in verkürzter Form.

Das Lagerverbot in Parks und auf Grünflächen ist aufgehoben. Die 240 Spielplätze und 55 Bolzplätze in Braunschweig dürfen wieder genutzt werden. Die Kinder müssen von einem Erwachsenen begleitet werden, und es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen einzuhalten.

Auch Sport im Freien ist erlaubt, sofern ein Mindestabstand von 2 Metern eingehalten wird. Es geht um kontaktlose Sportarten wie Tennis, Golf, Reiten oder Leichtathletik. Dies gilt sowohl für den Vereinssport, als auch für Freizeitsportler. Auch Mannschaftssportarten können eingeschränkt betrieben werden. Das heißt, der kontaktlose, nicht wettkampforientierte Trainingsbetrieb im Freien in Kleingruppen ist möglich. Belegungspläne von durch die Stadt betreuten und verwalteten Sportanlagen gelten wieder. Duschen und Umkleiden in Vereinsheimen und Sportfunktionsgebäuden dürfen nicht genutzt werden.

Mehrere Museen sind wieder geöffnet: Das Naturhistorische Museum (maximal 50 Besucher gleichzeitig), das Braunschweigischen Landesmuseum (Kindermuseum / nur nach Anmeldung unter (0531) 12252424, für jede Familie eineinhalb Stunden lang, Eintritt frei), das Städtische Museum (30 Besucher gleichzeitig / Maskenpflicht / Sonderausstellung „Im Licht der Medici“), der Kunstverein, das Museum für Photographie und die halle267 (Peter Tuma mit seiner Ausstellung „Am Wege“ / maximal 10 Besucher / Maskenpflicht), das Herzog-Anton-Ulrich-Museum (nur 50 Besucher gleichzeitig, Kabinette geschlossen, reduzierter Eintrittspreis von 2,50 Euro, Burg Dankwarderode geschlossen). Auch das Stadtarchiv hat wieder geöffnet (maximal fünf Besucher am Tag / Anmeldung per Telefon oder Mail).

Übrigens: Das Braunschweigische Landesmuseum sammelt zurzeit verschiedenste Objekte rund um Corona, zum Beispiel selbstgenähte Masken, Fotos, Ganzkörper-Schutzanzüge, Tagebücher und Alu-Hüte. All dies soll der Nachwelt die Corona-Pandemie näher bringen.

Das Wichtigste rund um Kita und Schule

Nach Pfingsten starten die 7., 8. und 2. Klassen. Die Klassen 5, 6 und 1 sollen am 15. Juni folgen.

Die Stadt baut die Notbetreuung in Kitas und für Schulkinder auf 50 Prozent aus. Familie können ihren Bedarf bis Montag, 18. Mai, anmelden. Auch berufstätige Alleinerziehende und andere können die Notbetreuung jetzt nutzen. Der Regelbetrieb in den Kitas soll nach dem Stufenplan des Landes voraussichtlich ab 1. August wieder aufgenommen werden.

Einschulungen sind im kommenden Schuljahr auch ohne Schuleingangsuntersuchung möglich. Aufgrund der Corona-Beschränkungen mussten die Untersuchungen zeitweise ausgesetzt werden. Zwar waren laut der Stadtverwaltung vorher schon 75 Prozent der Vorschulkinder untersucht worden. Und seit dem 11. Mai führe das Gesundheitsamt unter erhöhten Hygieneanforderungen auch wieder Schuleingangsuntersuchungen durch. Aber es werde voraussichtlich nicht gelingen, alle anderen Vorschulkinder noch rechtzeitig zu untersuchen – sie können trotzdem eingeschult werden.

In der Realschule Maschstraße hatte es vor zwei Wochen einen Corona-Fall gegeben. Wie läuft der Unterricht jetzt ab?

Seit 4. Mai gehen die Viertklässler wieder in die Grundschulen. Wie der „erste Schultag“ gelaufen ist und worauf Kinder und Lehrer achten müssen, erläutert Gabriele Hübner, die Leiterin der Grundschule Hohestieg, im Interview.

Die Anmeldung für Erstklässler im Schuljahr 2021/22 und für künftige Fünftklässler im kommenden Schuljahr läuft wegen der Corona-Pandemie ist dieses Mal ein kontaktloses Verfahren vorgesehen. Die Eltern sollen zur Anmeldung ihrer Kinder nicht in die Schulen kommen.

Der Stadtschülerrat hat ein Video gedreht mit Tipps, wie sich Schüler am besten vor einer Infektion schützen können. Fünf Regeln werden insgesamt aufgestellt. Inzwischen gibt es auch ein Video für .

Schule im Corona-Modus: Schüler des zehnten Jahrgangs der Sally-Perel-Gesamtschule in Volkmarode haben an ihrem ersten Schultag nach der Corona-Zwangspause aufgeschrieben, was sie zurzeit bewegt. Entstanden sind sehr persönliche „Innere Monologe“.

Schüler der IGS Franzsches Feld und anderer Schulen forderten, dass die Abitur-Prüfungen ausfallen sollen. Die Lernbedingungen seien unfair und die Angst vor einer Infektion mit Corona sei groß. Sie haben einen Brief an den Kultusminister geschrieben und erhalten Unterstützung von ihrem Schulleiter. Die Antwort liegt jetzt vor – und die Enttäuschung ist groß.

So sind die Stadtverwaltung und andere wichtige Einrichtungen erreichbar

Die Stadtverwaltung hat weitere Abteilungen für den Besucherverkehr geöffnet, unter anderem in den . Nach wie vor sind Anmeldungen nötig.

Die KFZ-Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle in der Porschestraße sind wieder geöffnet. Auch die Kassenautomaten können wieder genutzt werden. Lediglich Abmeldungen können weiterhin nur auf schriftlichem Weg erfolgen.

Die Abteilung Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten, die Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz sowie die Abteilung Umweltschutz und Umweltplanung, alle in der Richard-Wagner-Straße 1, haben wieder geöffnet. Persönliche Vorsprachen sind aber nur nach vorheriger Terminvereinbarung per Telefon oder Mail möglich. Die Ansprechpartner sind auf den Seiten der jeweiligen Abteilungen unter www.braunschweig.de zu finden. Es besteht Maskenpflicht. Die Trichinenabgabe für die Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz ist nur montags von 8 bis 10 Uhr mittels der vor dem Haupteingang aufgestellten Kühlbox möglich.

Seit Dienstag, 28. April, sind die Abteilung Allgemeine Bürgerangelegenheiten in der Friedrich-Straße-Seele 7 sowie die Bezirksgeschäftsstellen in Wenden, Stöckheim und Broitzem wieder geöffnet. Überall gilt: Alles läuft nur eingeschränkt und mit Auflagen.

Die Stadtbibliothek hat geöffnet. Es gelten verschiedene Einschränkungen. Auch viele Ortsbüchereien sind wieder geöffnet.

Die Städtische Musikschule hat ihren Betrieb mit Einschränkungen wieder aufgenommen. Das Konzept sieht vor, dass zunächst nur Einzelunterricht stattfindet.

Die Arbeitsagentur ist für Besucherverkehr geschlossen. Kunden erreichen sie von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter (0531) 207-3913, Arbeitgeber unter (0800) 4555520. Zusätzlich gibt es dienstags und donnerstags telefonische Beratungstage zum Thema Ausbildung und Studium unter (0531) 207–1199 an. Persönliche Termine sollen in den kommenden Wochen im dringenden Einzelfall wieder teilweise möglich werden. Ansonsten gilt: Eine Arbeitslosmeldung kann bis auf weiteres auch telefonisch erfolgen und wird gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt persönlich nachgeholt. Anträge auf Geldleistungen können online unter www.arbeitsagentur.de gestellt werden.

Das Jobcenter ist ebenfalls für Besucherverkehr gesperrt. Unter der Telefonnummer (0531) 80177 1111 gelangen Anrufende direkt zu Mitarbeitern des Braunschweiger Jobcenters. Diese Service-Nummer ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 15 Uhr besetzt. Die bundesweit geschaltete Hotline (0800) 4555523 ist montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr erreichbar. Kunden können zum Beispiel ihre Arbeitslosmeldung bis auf weiteres auch telefonisch vornehmen. Anträge auf Geldleistungen können auch online über die e-Services unter http://www.arbeitsagentur.de erfolgen. Weiterführende Informationen, etwa auch für betroffene Selbstständige (vereinfachte Beantragung von Grundsicherung) oder Menschen mit sehr geringem Kurzarbeitergeld (Anspruch auf Grundsicherung oder Kinderzuschuss), sind auf der Homepage des Jobcenters Braunschweig hinterlegt.

Maskenpflicht und andere Vorgaben

Seit 25. April gilt in Braunschweig eine Maskenpflicht. Die Alltagsmasken sollen unter anderem in Bussen und Bahnen sowie in Läden getragen werden. Alternativ ist zum Beispiel auch ein Schal zulässig. Bislang gibt es damit auf den Märkten und Geschäften keine Probleme.

Apotheken in Braunschweig bieten jetzt kostenlos einen „Ohrschutz“ für den Mundschutz an. Er wird mit dem 3-D-Drucker gedruckt – die Initiative „Maker vs. Virus“ macht’s in Zusammenarbeit mit vielen Apotheken möglich.

Das Braunschweiger Stadtmarketing bietet Unternehmen, Händlern, Gastronomen und Dienstleistern Einmal-Mund-Nasenschutze in Paketen von 50 bis 1500 Stück an. Die Bestellung erfolgt per Mail. Die Stadt hat mithilfe des Klinikums eine Million Einmal-Alltagsmasken geordert. Diese sind an mehreren Verkaufsstellen in Braunschweig zum Selbstkostenpreis von einem Euro erhältlich. Studenten der TU Braunschweig machen sich für das Tragen von Alltags-Mund-und-Nasenschutz stark. Sie haben eine Plattform (www.BraunschweigZeigtMaske.de) gestartet mit einer Übersicht von Läden, die Masken herstellen und verkaufen.

Der Zugang zum Wochenmarkt auf dem Altstadtmarkt und zum Wochenmarkt in der Herzogin-Elisabeth-Straße ist weiterhin eingeschränkt. Es gibt jeweils nur einen einzigen Zu- und einen Abgang. Die Stadtverwaltung setzt neben den Marktaufsichten auch einen privaten Sicherheitsdienst ein. Der Abstand zwischen den Kunden muss rund 1,50 Metern betragen – das gilt auch für Warteschlangen.

Lage in den Krankenhäusern und Altenheimen

Fast alle Braunschweiger Pflegeheime haben beim Gesundheitsamts Hygienekonzepte eingereicht, um Besuche zu ermöglichen. Die meisten Konzepte sind bereits bewilligt. Bewohner und Angehörige können sich also wieder etwas näher kommen – wenn sie Regeln beachten.

Im Städtischen Klinikum dürfen Patienten ab sofort wieder besucht werden. Allerdings gelten strenge Regeln. Auch im Marienstift und im Herzogin-Elisabeth-Hospital sind Besuche möglich.

Krankenhäuser dürfen wieder planbare Operationen vornehmen, müssen aber Kapazitäten für Corona-Patienten vorhalten.

Das im Vienna-Hotel geplante Behelfskrankenhaus wird nicht kommen. Die Stadt wird den Mietvertrag, der zunächst bis Ende Juni läuft, nicht verlängern. Stattdessen hält das Städtische Klinikum jetzt in einem Neubau eine Etage mit 45 Betten frei. Dadurch verzögert sich der Umzug der Kinder- und Jugendklinik von der Holwedestraße an die Salzdahlumer Straße.

Die Absage aller planbaren Operationen und die gestiegenen Preise für dringend benötigte Schutzausrüstung führen in den Krankenhäusern zu finanziellen Verlusten. Angesichts der Corona-Beschränkungen melden die Krankenhäuser außerdem einen auffälligen Rückgang der Notfall-Patienten. Offensichtlich schieben Patienten mit schweren Erkrankungen einen Arztbesuch wochenlang vor sich her. Menschen etwa mit einer fortgeschrittenen Herzschwäche oder einer Magenblutung warten zu lange, bevor sie ins Krankenhaus gehen. Die Krankenhäuser appellieren daher an alle Patienten, Notfälle nicht zu verschleppen: Niemand müsse befürchten, sich im Krankenhaus mit Corona anzustecken.

Hilfe und Unterstützung in der Corona-Krise

Die Solidarität angesichts der Corona-Krise ist immens. Unzählige Braunschweiger bieten ihre Hilfe an – und etliche sind genau darauf angewiesen, ältere und kranke Nachbarn, Obdachlose, arme Familien mit Kindern, Pflegeheime, Gastronomen und Händler, Künstler, Studenten und viele mehr. Eine Übersicht über alle wichtigen Ansprechpartner und Projekte finden Sie hier. Die Aufstellung gibt unter anderem Hinweise zu Masken-Nähprojekten, zu den Öffnungszeiten der Tafel, zur Förderung der lokalen Wirtschaft und zu Spendenaktionen.

Ärzte, Bereitschaftsdienst und Corona-Tests

Um das Corona-Virus weiter einzudämmen, ist die kassenärztliche Bereitschaftsdienstpraxis zurzeit geschlossen. Bis auf weiteres werden die Ärzte, die bisher in den Bereitschaftsdienstpraxen den Dienst versehen haben, mobil eingesetzt. Erreichbar ist der Bereitschaftsdienst über die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116117.

In unserer Region startete kürzlich ein bundesweit einmaliger Test: Ärztenotdienst per Videosprechstunde. Leichte Beschwerden wollen die Ärzte in unserer Region nun am Computer abklären. Gerade jetzt in Zeiten von Corona und geschlossenen Bereitschaftsdienstpraxen soll das neue Angebot die derzeit zu Hausbesuchen tourenden mobilen Bereitschaftsdienst-Ärzte an Wochenenden und Feiertagen entlasten.

Für Corona-Tests hat die Kassenärztliche Vereinigung einen „Drive-In“ eingerichtet. Dort können im Fünf-Minuten-Takt Abstriche gemacht werden, wie KV-Bezirksgeschäftsführer Stefan Hofmann mitteilt. Außerdem kann das Labor aufgrund schnellerer Testverfahren in kürzerer Zeit mehr Abstriche analysieren als am Anfang der Corona-Pandemie. Achtung: Niemand kann von sich aus zum Drive-In kommen. Wer den Verdacht hat, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein, muss erst seinen Hausarzt anrufen – der kann dann gegebenenfalls einen Test-Termin veranlassen.

Wirtschaft in Braunschweig

Die Nachfrage nach Hilfsgeld aus dem Härtefallfonds der Stadt Braunschweig ist groß. Der Fonds wurde kürzlich um eine Million auf insgesamt vier Millionen Euro aufgestockt. Profitieren können unter anderem Gastronomen, Hoteliers und Kulturschaffende. Übrigens: Insbesondere zur Unterstützung freier Künstler und Kulturinstitutionen ist noch Geld vorhanden.

Die Stadt will Unternehmen entlasten, die von der Corona-Pandemie betroffen sind. Auf Antrag kann die Gewerbesteuer gestundet werden. Vorauszahlungen sollen angepasst und Vollstreckungsmaßnahmen aufgeschoben werden.

Braunschweiger Gastronomen und Einzelhändler können auf der städtischen Internetseite auf ihre Abhol- und Lieferangebote hinweisen. Unter www.braunschweig.de/bestellen-liefern werden entsprechende Angebote gesammelt. Außerdem gibt es auf Instagram die Accounts supportyourlocal_bs und die „Lieferliste38“ eingerichtet.

Die IHK Braunschweig hat eine Beratungshotline für ihre Mitgliedsunternehmen geschaltet: Unter der Telefonnummer (0531) 4715-222 beraten die IHK-Mitarbeiter zu Fragen rund um Liquiditätshilfen, Gespräche mit Lieferanten und Vermietern, Staatliche Hilfen/Unterstützungsangebote von Bund und Land.

Auf der Internetseite der Stadt gibt es eine Übersicht zu allen Hilfspaketen und Ansprechpartnern für Unternehmen: www.braunschweig.de/wirtschaft-corona. Arbeitgeberverband, IHK, Handwerkskammer, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und weitere Verbände und Einrichtungen wollen damit den Unternehmen vor Ort bei der Bewältigung der Corona-Krise bestmöglich zur Seite zu stehen.

Was die Braunschweiger Wissenschaft in der Corona-Pandemie beiträgt

Wissenschaftler der TU Braunschweig haben sich mit der Frage befasst, wie effizientere Corona-Tests möglich sind. Simulationen zeigen ihnen zufolge: Ein Zehntel der Bevölkerung Deutschlands könnte innerhalb von rund zehn Tagen getestet werden – mit Proben-Pooling.

Wissenschaftlern des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung, des Braunschweiger Unternehmen Yumab und der Technischen Universität Braunschweig ist ein großer Schritt auf dem Weg zu einem Medikament gegen Covid-19 gelungen. Sie haben einen Antikörper nachgewiesen, der das Coronavirus erfolgreich am Eindringen in Zellen hindert.

Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) warnten Mitte April davor, die Beschränkungen zu lockern. Sie regten sogar an, zu überlegen, ob die Einschränkungen im sozialen Leben kurzfristig noch verstärkt werden sollten, um die Ausbreitung weiter zu verlangsamen.


Die wichtigsten Telefonnummern

Krankheitssymptome: Wer grippeähnliche Symptome hat (Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen, Atemproblemen, Kopf- und Gliederschmerzen) sollte seinen Hausarzt anrufen. Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen. Hörgeschädigte können eine Mail an buergertelefon@braunschweig.de schicken.

Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117 (Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr, Mittwoch und Freitag ab 15 Uhr sowie Sonnabend, Sonntag und Feiertag ab 8 Uhr und jeweils bis 7 Uhr des darauffolgenden Tages). Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es zurzeit lange Wartezeiten. Bitte nur in dringenden Fällen anrufen!

Corona-Hotline der Stadt: Für allgemeine Fragen ist das Gesundheitsamt unter (0531) 470-7000 erreichbar, und zwar montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr.

Bei psychischen und familiären Problemen stehen die bekannten Braunschweiger Beratungsstellen auch jetzt grundsätzlich telefonisch zur Verfügung, etwa der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes unter (0531) 470-7272 und der Psychosoziale Krisendienst unter (0531) 470-7777.

Seit Kurzem gibt es den Physiotherapeuten-Notdienst. Der Eintrag auf der Seite www.physiotherapeuten-notdienst.de ist für alle Praxen kostenlos, egal ob Verbandsmitglied oder nicht. Patienten oder Kliniken können durch eine Suchfunktion schnell und einfach weiterhin geöffnete Praxen in der Nähe des Wohnortes des Patienten finden.


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