Grundschulleiter wollen gegen zu hohe Arbeitsbelastung klagen

Hannover  Grundschullehrer arbeiten zu viel. Das gehe aus einer Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hervor. Schulleiter wollen dagegen klagen.

Grundschullehrer arbeiten laut einer Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Schnitt eine Stunde und zwanzig Minuten zu viel in der Woche.

Foto: Peter Steffen/dpa

Grundschullehrer arbeiten laut einer Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Schnitt eine Stunde und zwanzig Minuten zu viel in der Woche. Foto: Peter Steffen/dpa

Hannover (dpa/lni) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Niedersachsen hat Klagen gegen die hohe Arbeitsbelastung von Grundschullehrern angekündigt. In Vorbereitung seien zehn Klagen von Grundschulleitern, die im Herbst bei Verwaltungsgerichten eingereicht werden sollen, sagte die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth am Montag in Hannover. „Wir senden damit ein Signal an alle politisch Verantwortlichen. Wir erwarten, dass die Arbeitszeitverordnung für Lehrer an die Realität angepasst wird“, sagte Pooth.

Im August 2016 hatte eine Studie der GEW zur Arbeitsbelastung von Lehrern ergeben, dass Grundschullehrer im Schnitt pro Woche eine Stunde und zwanzig Minuten Mehrarbeit leisten, Gymnasiallehrer arbeiten demnach drei Stunden und fünf Minuten pro Woche zu viel.

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