Dominic Haase war bei „Deutschland sucht den Superstar“ dabei
„Dieter sagt eben, was er denkt“
 Gar nicht glamourös: Dominic in der Wäscherei der Harz-Weser-Werkstätten Osterode (sar). „Ja so, genau so!“ Dominic deutet mit seinem Zeigefinger auf meinen Notizblock. „So wird mein Name geschrieben. Der steht nirgendwo richtig!“ Dominic Haase also. Den Namen haben „Deutschland sucht den Superstar“-Fans in den vergangenen Wochen öfter gehört oder auch gelesen.
Der 20-Jährige aus Förste war Kandidat der RTL-Show, die vor allem durch Juror Dieter Bohlen und dessen markige Sprüche inzwischen Kultstatus erlangt hat.
Wir sitzen in einem kleinen Raum in der Wäscherei der Harz-Weser-Werkstätten in Osterode. Aus dem Fenster kann man in die Halle schauen, wo die Trommeln mannshoher Waschmaschinen ihre Runden drehen und Mitarbeiter an großen Mangeln die Wäsche glätten. Dominic leistet hier noch bis April seinen Zivildienst. Eigentlich ein ziemlicher Gegensatz zum Showbusiness, oder nicht? „Ich bin gerne hier“, sagt er, „Vor allem die Arbeit mit den Leuten macht mir Spaß.“
Sich bei DSDS – wie die Eingefleischten sagen – anzumelden, sei eine spontane Entscheidung gewesen. „Schon seit Jahren habe ich gedacht, man könnte da eigentlich mal mitmachen.“ Zu einer anderen Casting-Show zu gehen, hätte er sich nicht vorstellen können: „Das ist schließlich die bekannteste.“ Und Pop sei nunmal das, was zu ihm passe. Rock möge er nicht so. „Und ich bin kein Band-Typ. Also ‚Popstars‘ zum Beispiel wäre nichts für mich gewesen,“ macht Dominic klar. Außerdem soll da die Stimmung hinter den Kulissen schlecht sein, sagt er etwas leiser.
Selbst Texte zu schreiben, habe er schon mal versucht. Aber da er keine Instrumente spielt, sei das mit dem Komponieren schlecht. „Genau deswegen ist DSDS so eine große Chance für Jugendliche, die einfach nur mit ihrem Gesang überzeugen wollen“. Doch gerade Dieter Bohlen ist bekannt dafür, dass er ziemlich hart mit Teilnehmern umgeht, die nicht sehr talentiert sind. Ob das fair sei? Dominic umfasst das massive Silberkreuz, das an einem Lederband um seinen Hals hängt: „Nun ja. Ich finde, jeder muss wissen was er macht. Eigentlich ist es doch bekannt, wie‘s da abgeht. Und Dieter sagt eben, was er denkt.“ Der 20-Jährige hat es bis zum sogenannten Recall geschafft, ist dann nach der zweiten Runde aber ausgeschieden. „Ich war übelst aufgeregt, als ich vorsingen musste und dachte nur, hoffentlich werde ich nicht angemacht“, erzählt er. „Aber die Atmosphäre war echt locker, und Dieter sehr fair“. Die Reaktionen der Leute auf seinen Auftritt seien durchweg positiv gewesen, auch nach dem Rausschmiss.
Jetzt will er erstmal seinen Zivi zu Ende machen und dann studieren. Vielleicht was mit Journalismus. Oder Lehramt. Ein paar kleine Show-Angebote habe er auch vorliegen. Aber da müsse er erstmal prüfen, wie seriös die seien. |
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