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Wintersport
Einstimmiges Votum pro Wurmberg

Von Florian Renneberg

BRAUNLAGE. In seiner Sitzung am 9. August gab der Rat der Stadt Braunlage einstimmig grünes Licht für das "Wurmberg-Projekt". Damit wird Niedersachsens höchster Berg zu Norddeutschlands modernstem Skigebiet.

Die Stadt Braunlage und ein privater Investor planen, auf dem 971 Meter hohen Wurmberg eine neue Skipiste und einen neuen Sessellift zu bauen, bestehende Pisten zu verbreitern und den Parkplatz von derzeit 100 auf künftig rund 600 Plätze zu vergrößern. Für eine Schneegarantie sollen künstliche Beschneiungsanlagen, sogenannte Schneelanzen, sorgen. Die Kosten für das ambitionierte Projekt sollen sich auf rund zehn Millionen Euro belaufen, von denen die Stadt rund 1,1 Millionen Euro trägt. Weitere zwei Millionen Euro soll das Land Niedersachsen beisteuern.

Der Baubeginn ist für September geplant, erklärte Eberhard Lüderitz vom Braunschweiger Büro für Stadtplanung Dr. Schwerdt. Dann sollen die ersten Waldrodungen beginnen, auch die Erweiterung der bestehenden Pisten und der Ausbau des Parkplatzes ist noch für dieses Jahr geplant, so Lüderitz. Bis zum Start der Wintersportsaison im kommenden Jahr sollen die Arbeiten laut Plan abgeschlossen sein.

Gegenwind bekam das Projekt vor allem von der Arbeitsgemeinschaft der Umweltverbände des Landkreises Goslar, zu der sich unter anderem BUND und NABU sowie der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz zusammengeschlossen haben. Diese kritisierte die Planungen als "maßlos und völlig überzogen". Das Projekt werde auf Kosten der Natur umgesetzt: "Wer Landschaft und Natur verschandelt und zerstört, zerstört letztlich auch die Grundlagen des Harztourismus."

Für das Projekt werden etwa 16 Hektar Waldfläche gerodet - als Ausgleich soll die gleiche Fläche an anderer Stelle im Landkreis aufgeforstet werden. Die technischen Beschneiungsanlagen speisen sich zudem aus umliegenden Gewässern. Damit werde das Wasserschutzgebiet Wurmberg angegriffen und das nächste Naturschutzgebiet bedroht, kritisieren die Umweltschützer.

Goslars Landrat Stephan Manke und Braunlages Bürgermeister Stefan Grote befürworteten das Projekt hingegen von Beginn an. Sie erhoffen sich einen Tourismus-Boom für die gesamte Westharz-Region. Gegenüber dem NDR bezeichnete Grote das Projekt als "unendlich wichtig". Er rechnet mit bis zu 20 Prozent mehr Übernachtungen und Tagestouristen.
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Grünspecht aus Barbis schrieb:
14.08.2012, 8:29
Wurmberg, Brocken, Harz
Der Wurmberg ist "Niedersachsens höchster Berg"? Was für ein enger Geist. Der Brocken ist der höchste Berg des Harzes! Ob er nun zu Sachsen-Anhalt gehört, aber Harz ist Harz. Niemand kennt den Wurmberg. Wir müssen mit dem Brocken punkten. Für die Urlauber gibt es keine Ländergrenzen, da gibt es nur den Harz
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Bernd Hausmann aus Gittelde schrieb:
14.08.2012, 11:09
Wurmberg, Brocken, Harz
Mit Verlaub, für kleingeistig halte ich ihr Argument wir müssen mit dem Brocken punkten, wir müssen mit dem gesamten Harz punkten, und das heißt für mich, gemeinsame Vermarktung und auch Attraktionen für jung und alt. Wenn wir in Niedersachsen weiter auf touristische Attraktionen der achtziger Jahre setzen, können wir unsere schönen Harz Orte bald aus den Prospeckten nehmen.
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Berger aus bad Sachsa schrieb:
15.08.2012, 8:33
Nur gemeinsamm kommen wir voran!
Ich bzw. wir verdienen mit dem Tourismus direkt unser Geld. Der Harz hat es bis heute nicht verstanden sich gemeinschaftlich zu vermarkten. Dies ist natürlich bei 3 Bundesländern sicher nicht einfach, aber trotzdem machbar. Nur durch eine gemeinschaftliche Vermarktung kann etwas bewegt werden. Das es geht beweisen uns ständig andere Regionen, z. B. Tirol ect. Also, wann fangen wir an?
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