Jan Philip Schumann und Thorben Teyke mit Notendurchschnitt 1,6
Das Abiturzeugnis in der Tasche
 Insgesamt 79 Schülerinnen und Schüler der BBS I haben das Abitur bestanden. Foto: Bordfeld OSTERODE. Zur Verabschiedungsfeier der BBS I, während der 79 Abiturienten den höchsten Schulabschluss erhielten, der in Deutschland vergeben wird, wurde erstmals aus Platzgründen in die Stadthalle geladen. Und die große Zahl der Gäste, zu denen auch der erste Kreisrat Gero Geißlreiter als Vertreter des Schulträgers zählte, zeigte auf, dass diese Entscheidung goldrichtig gewesen war.
Oberstudiendirektor Heiko Seemann-Weymar betonte als Schulleiter, dass den jungen Menschen ab jetzt die Zukunft weit offen steht. Schließlich sei der Bedarf an hoch qualifizierten Berufs- oder Hochschulabsolventen riesengroß.
Alle Lehrkräfte des Abiturjahrganges 2012 hätten sich in den letzten Jahren und dann noch mal besonders in der Prüfungszeit mächtig ins Zeug gelegt, um die nun scheidenden beruflichen Gymnasiasten gründlich auf eine sich ständig wandelnde Lebens- und Berufswelt vorzubereiten.
Waren es diesmal zwei Fachrichtungen, nämlich Wirtschaft und Technik, die verabschiedet wurden, kommt im nächsten Jahr eine Dritte hinzu. Denn gemeinsam mit den Sozialpädagogik-Lehrkräften der BBS II werden dann die ersten Absolventinnen und Absolventen in dem neuen Schwerpunkt Sozialpädagogik entlassen.
So viele Nachprüfungen wie diesmal jedoch hätten noch nie angestanden, musste der Schulleiter berichten. Dieses schlechte Ergebnis habe schon alle Lehrkräfte sehr berührt, und natürlich werde man nach den Ursachen fragen. Heiko Seemann-Weymar gab zu bedenken, dass mit jedem Schritt, der auf der Berufs-, Karriere- und Lebensleiter gegangen werde, zwar ein bisschen Freiheit verloren gehe, trotzdem sollten sie ihr Leben aktiv gestalten. Schon Benjamin Britten, ein britischer Komponist habe dazu sehr treffend bemerkt: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.“
Aber auch Oberstudienrätin Martina Kowallick und Studienrätin Kerstin Kuba sowie Heidrun Kerl und Niklas Linde traten vor die Gäste, um Abschiedsworte der Lehrkräfte und der Abiturienten zu Gehör zu bringen. Die Lehrkräfte wünschten den zu Verabschiedenden, dass sie nie das Interesse verlieren, alles hinterfragen und sich stark für die Demokratie machen mögen.
Nach der Vergabe der Zeugnisse wurden vier Schüler auf die Bühne gebeten. Jan Philip Schumann und Thorben Teyke hatten einen Notendurchschnitt von 1,6 vorzuweisen, damit waren sie die Besten des Jahrgangs und erhielten eine Auszeichnung seitens Gero Geißlreiter. Franziska Gerken und Heidrun Kerl erhielten seitens der BBS I ein Anerkennungspräsent für ihren sozialen Einsatz. Außerdem erhielt eine große Zahl an Schülern das Zertifikat der bilingualen Volkswirtschaft. Viel Applaus gab es für die Musiker, die für ein gekonntes Rahmenprogramm sorgten. So wussten der letztjährige BBSler I Lars Becker sowie Franziska Gerken, Tim Salzmann und Justine Teuber unter Leitung von Schulpastor André Dittmann als Schulband ebenso zu überzeugen, wie die ehemalige BBS I-Schülerin Cindy Mackensen. Für einen weiteren Höhepunkt wurde mit Luftballons gesorgt, die sich erst dann in den Himmel erhoben, als die an deren Bänder befestigten Zettel mit Wünschen beschrieben waren. pb
HarzKurier: 12. Juli 2012 |
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