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Feuerwehren im Kreis rückten zu Hochwassereinsätzen aus
Starkregen und reißende Bäche


Im Bereich des Sösetals übte die Kreisfeuerwehrbereitschaft den Ernstfall. Foto: red
OSTERODE. Am Donnerstag gegen 20.30 Uhr traf das Gewitter Lasfelde, Petershütte und Katzenstein besonders schlimm. Starkregen von etwa 25 Litern pro Quadratmeter über 30 Minuten ließ die Kanalisation an ihre Grenzen stoßen und verwandelte die Straßen, insbesondere im Unterdorf und Am Anger in Lasfelde zu reißenden Bächen (der HarzKurier berichtete).

Acht Einsatzstellen waren aufgelaufen, in vielen Kellern halfen sich die Menschen selbst. Dramatisch war zwischenzeitlich die Gefahr für das Umspannwerk der Harz Energie An der Bahn in der Nähe zur Landwehr (Richtung Badenhausen) sowie an der im Bau befindlichen Brücke in der Lasfelder Straße. Ein Teil der Straße Urtalsweg wurde stark beschädigt, der Gehweg auf mehreren Quadratmetern weggerissen. Im Bereich des Unterdorfs pumpte die Feuerwehr das Wasser mit zwei Wasserwerfern auf hinter der Bebauung liegende Wiesen, um zu verhindern, dass das Wasser in die Keller läuft.
Da nicht klar war, wie lange der Regen andauert, wurde durch die Ortsfeuerwehr Lasfelde sofort nachalarmiert. Zur Unterstützung wurden die Feuerwehren aus Förste, Dorste, Nienstedt, Freiheit, Lerbach sowie der THW-Ortsverband Osterode und der städtische Bauhof hinzugerufen. Unterstützung aus Osterode und der benachbarten Samtgemeinde Bad Grund konnte nicht angefordert werden, weil das Unwetter dort ähnliche Schäden angerichtet hatte und die Feuerwehren bereits im Einsatz waren. Zur Entlastung der Feuerwehreinsatzleitstelle (FEL) wurden am Feuerwehrhaus Lasfelde eine zentrale Einsatzleitung und ein Bereitstellungsraum für die vielen Einsatzkräfte eingerichtet und von hier der Einsatz der insgesamt etwa 150 Helfer koordiniert. Durch das Nachlassen des Regens wurden die gefüllten und herbeigeschafften Sandsäcke nicht mehr gebraucht.

Auffällig war laut Feuerwehr die Unvernunft einiger Verkehrsteilnehmer, die trotz Sperrung und Ansprache durch Feuerwehrkräfte stark überflutete Bereiche durchfuhren. Der Fahrer eines Pkw blieb sogar in einer überfluteten Unterführung stecken und ließ dann seine Frau das Auto aus dem Wasser schieben. Die Feuerwehr bittet Verkehrsteilnehmer daher, Sperrungen zu beachten, auch wenn die Polizei nicht vor Ort sein kann. Eine Missachtung gefährdet die Einsatzkräfte und den Verursacher selbst.
Ereignisse wie diese zeigen, wie wichtig es für die Wehren ist, den Ernstfall immer wieder zu proben. So rückte die Kreisfeuerwehrbereitschaft in der vergangenen Woche in das Sösetal nach Dorste und Förste aus, um zu üben. Treffpunkt war die Feuerwehrtechnische Zentrale in Lasfelde, von dort aus wurden die Fachzüge zu ihren Einsätzen gerufen. Kreisbrandmeister Frank Regelin sowie sein Stellvertreter, Osterodes Stadtbrandmeister Thomas Schulze besuchten die Einsatzstellen. red

HarzKurier: 11. Juli 2012
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Markus Herzberg, Pressewart Kreisfeuerwehrverband aus Landkreis Osterode schrieb:
11.07.2012, 9:12
Richtige Bilder, falscher Text!
Hallo, hier für alle, die den richtigen Text zu den Bilder lesen möchten: :-))) Die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Osterode übte am vergangenen Samstag den Ernstfall. Im Bereich des Sösental wurden mehrer unterschiedliche Einsatzsituationen dargestellt und von den verschiedenen Fachzügen abgearbeitet. Treffpunkt für alle Fachzüge der Kreisfeuerwehrbereitschaft war am Samstag um 9:00 Uhr die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Lasfelde. Von dort aus wurden die einzelnen Fachzüge zu Ihren jeweiligen aufgabenspezifischen Einsätzen abgerufen. Fachzug 1: Wasserförderung: Als Übungsaufgabe wurde ein Brand in der Ortschaft Marke angenommen. Die Übungssituation erfordert den Aufbau einer ca. 3,6 km lange Schlauchleitung von der Söse bei Dorste nach Marke. Insgesamt wurden auf der Strecke 6 Pumpen zum Ausgleich der Reibungsverluste in den Schläuchen zur Verstärkung des Wasserdrucks eingesetzt. Fachzug 2 :Wassertransport: Um einen Waldbrand in der Nähe von Willensen bekämpfen zu können, beförderte die Tanklöschfahrzeugen des Fachzugs Löschwasser von der Liesenbrücke bei der Kreuzung Willensen, Badenhausen, Eisdorf zur Einsatzstelle in den Wald. Dort wurde das Wasser in aufgebaute Faltbehälter abgegeben, von denen aus der Waldbrand bekämpft werden konnte. Während der 2 stündigen Übung wurden 53000 Liter Löschwasser Transportiert, die TLF legten bei jeder "Runde" jeweils eine Fahrstrecke von Runde 8 km zurück. Fachzug 3: Technische Hilfeleistung:. Aufgrund eines angenommen Unwetters war die Sösebrücke bei Förste beschädigt worden. Um die Versorgung der durch das Wasser eingeschlossenen Bevölkerung zu gewährleisten wurde zusammen mit dem THW eine Behelfsbrücke über die Söse errichtet. Vorher wurde die bestehende Brücke gegen weiteren Einsturz gesichert. Fachzug 4 Versorgung: Der Fachzug Versorgung/Logistik unterstütze die einzelnen Einsatzstellen mit zusätzlichen Ausrüstungsgegenständen. So wurde das THW beim Materialtransport zur Behelfsbrücke unterstützt und eine Pumpe (Trakkraftspritze) zum Waldbrandeinsatz Geliefert. Weiterhin bereitet die Mitglieder des Fachzuges für alle Einsatzkräfte das gemeinsame Mittagessen an der FTZ zu. Fachzug 5 Gefahrgut- und Strahlenschutzzug: An der Kläranlage Förste war nach einem Feuer in einem Schaltschrank "Eisen III Chlorid" ausgetreten. Der Fachzug unterstütze die örtliche Feuerwehr und dekontaminierte die Einsatzkräfte. Anschließend verschlossen Mitglieder des Gefahrgutzuges mit Hilfe von schwerem Atemschutz und Chemieschutzanzügen die Leckage. Die Kreisbereitschaftsführung und die Fernmeldegruppe mit ELW 2 hatten ihren Standort auf dem Schützenplatz in Förste bezogen. Kreisbereitschaftsführer Thomas Domeyer koordinierte von dort aus mit seinem "Stab" die Aufgaben der einzelnen Fachzüge. Kreisbrandmeister Frank Regelin besuchte zusammen mit seinem Stellvertreter, Stadtbrandmeister Thomas Schulze die einzelnen Einsatzstellen und konnten sich so ein Bild des Geschehens machen
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