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Ittinat Seeboonruang besuchte das Gymnasium
Ein Wiedersehen nach vielen Jahren


Ittinat Seeboonruang aus Bangkok besuchte die Englischklasse von Edda von Gruben (rechts) am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Foto: Mark Härtl
von Mareike Koch
HERZBERG. Die Geschichte beginnt vor elf Jahren, als Ittinat Seeboonruang aus Bangkok sein Austauschjahr beginnt. Eigentlich wollte er nach Australien. „Aber das Institut sagte mir: Entweder Deutschland oder gar nicht“, erklärt der heute 28-Jährige. Also entschied er sich für eine Gastfamilie in Neuhof und besuchte für ein Jahr die 10. Klasse des Ernst-Moritz-Gymnasiums in Herzberg.

Dieser Klasse gehörte auch ich damals an, deshalb war es ein besonderes Erlebnis für mich, Ittinat kürzlich in der Mensa des Gymnasiums wiederzutreffen. Elf Jahre hatten wir uns nicht mehr gesehen, dabei war Ittinat seitdem ein paar Mal in Deutschland zu Besuch, um seine Gastfamilie Mehmke zu sehen. „Es war Schicksal“, sagt Ittinat, der am Anfang seines Austauschjahres vor elf Jahren noch kein Wort deutsch sprach, heute akzentfrei. „Man versprach mir damals, dass hier in Deutschland alle Englisch sprechen würden – auch meine Gasteltern. Das war dann aber doch nicht so.“
Sowieso wirkt es wie ein Kulturschock: Vom quirligen, lauten Bangkok ging es für ihn ins beschauliche, ruhige Neuhof. „Aber die Landschaft ist toll“, schwärmt er. Ittinat brachte sich die deutsche Sprache nach und nach selbst bei, studierte später sogar Germanistik in seiner Heimat, Deutsche Literatur in Ohio, arbeitete in Bangkok drei Jahre für eine deutsche Firma und hing schließlich noch ein Musikstudium in Baltimore/USA dran, das er mit dem Master abschloss. „Und angefangen hat alles mit dem Chor am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, wo ich bei Frau Neddermeyer das Singen lernte“, blickt Ittinat schmunzelnd zurück. Eine Woche war er zu Besuch in Deutschland, bei seinen Gasteltern und seiner besten Freundin in Düsseldorf. Außerdem stattete er dem Herzberger Gymnasium einen Besuch ab, stellte sich und seinen Werdegang der Englischklasse von Edda von Gruben vor und traf andere ehemalige Lehrer wieder.
Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten groß. Inzwischen ist Ittinat Seeboonruang in Wien angekommen, wo er einen fünfwöchigen Sommerkurs in Gesang belegt. „Am Liebsten mag ich deutsche Kunstlieder“, erklärt der Sänger (Bariton), der bei seinem Klassenbesuch gleich seine gute Stimme unter Beweis stellte. Die Zeit in Wien verbringt er zusammen mit seiner Freundin Stephanie, die gerade ein Praktikum in der Thailändischen Botschaft in Wien absolviert. Da sie anschließend noch ein Jahr in Boston studieren wird, möchte Ittinat ebenfalls gerne dort Fuß fassen. Anschließend haben beide den Wunsch, nach Thailand zurückzukehren. „Mit unseren Abschlüssen haben wir dort viele Möglichkeiten“, blickt der 28-Jährige positiv in die Zukunft.
Und sein nächster Deutschland-Besuch in zwei bis drei Jahren ist auch schon fest eingeplant. „Back to the roots – so spielt das Leben“, sagt er und lacht.


HarzKurier: 11. Juli 2012
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Wolfgang aus Osterode schrieb:
11.07.2012, 12:37
shame on you
Zitat: „Man versprach mir damals, dass hier in Deutschland alle Englisch sprechen würden – auch meine Gasteltern. Das war dann aber doch nicht so.“ Zitat Ende. Wie UNGEZOGEN ist das denn?? Erstens sprechen in Deutschland sehr wohl alle Menschen Englisch! Und zweitens gehört es sich nicht, über seine Gasteltern und sein Gastland herzuziehen!! Pfui. Pfui. Pfui. Shame on you! I thought Asian people were more polite. (Schämen Sie sich. Ich dachte, Menschen aus Asien wären höflicher.)
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