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Fünf Jahre Lebensmittelausgabe der Osteroder Tafel
70 Warenkörbe gehen an 80 Kunden


Karin Christiane Oestern (Schatzmeisterin der Osteroder Tafel), Cordula Gaebel, Dr. Geza Schaefer, Monika Birtel (stellvertretende Vorsitzende der Osteroder Tafel) und Dr. Hartmut Hermann (Vorsitzender, v.l.). Foto: Beier
HERZBERG. Seit dem 1. Mai 2005 hilft die Osteroder Tafel e.V. regelmäßig Bedürftigen mit Lebensmitteln, die Einzelhandelsunternehmen und Lebensmittelmärkte spenden. Vor fünf Jahren, am 3. Juli 2007, wurde aus Bedarfsgründen auch in Herzberg eine Lebensmittelausgabe der Tafel eröffnet..

Zu einer Feierstunde anlässlich dieses Jahrestages trafen sich Mitarbeiter und Gäste der Osteroder Tafel und aus Herzberg im Martin-Luther-Haus. In einem Rückblick zeigte Cordula Gaebel, die die Ausgabestelle gemeinsam mit Dr. Geza Schaefer leitet, Daten und Fakten auf. So werden nach anfänglich 20 derzeit jeweils rund 70 Warenkörbe an 80 Kunden ausgegeben. Bisher seien in den fünf Jahren so rund 400 Tonnen Lebensmittel verteilt worden, sagte Gaebel.
Mit einer monatlichen Grundsicherung von etwa 700 Euro könnten die Berechtigten keine „großen Sprünge“ machen, sagte Dr. Geza Schaefer. Die Tafel versuche, diesen Mangel auszugleichen und gleichzeitig verwertbare Nahrungsmittel aus einem großen Überfluss vor der Vernichtung zu bewahren. Sie dankte ihren Mitstreitern für deren großes Engagement.
Im Martin-Luther-Haus geben ehrenamtliche Mitarbeiter jeden Dienstag und Freitag Warenkörbe in unterschiedlicher Größe für Einzelpersonen und Familien aus. Für die reichlich mit verschiedenen Lebensmitteln gefüllten Warenkörbe im Wert von je 20 Euro wird ein Kostenbeitrag von 3 Euro erhoben. Die Kunden kommen mit einer Bescheinigung vom Sozialamt, die sie als Berechtigte ausweist. Die zweimal wöchentlich stattfindende Verteilung bildet damit eine Grundversorgung für sozial Schwache.
In Deutschland versorgen sich etwa 1,5 Millionen Menschen bei einer Tafel, sagte der Vorsitzende der Osteroder Tafel, Dr. Hartmut Hermann. Immerhin 25 Prozent der Kunden der Osteroder Tafel würden in Herzberg versorgt, so Dr. Hermann. Auch er dankte Cordula Gaebel und Dr. Geza Schäfer sowie ihrem Team für das große Engagement.
Für die Herzberger Pastorenschaft und im Namen der Kirchengemeinden sprach Pastor Dohrmann in seinem Grußwort den Beteiligten Dank aus. Mit der Tafel hätten sie eine diakonische Aufgabe in die Mitte der Gesellschaft geholt, schließlich bedeute „Diakon“ übersetzt „Tischdiener“.
„Ideen haben viele, gebraucht werden Menschen, die diese Ideen umsetzen“, lobte Herzbergs Bürgermeister Gerd Walter die Mitarbeiter der Tafel und der Herzberger Ausgabestelle in seinem Grußwort. bei

HarzKurier: 10. Juli 2012
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