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Verbraucherberatung warnt vor unerlaubter Telefonwerbung
Den Abzockern das Handwerk legen

KREIS OSTERODE. Belästigende Werbeanrufe und untergeschobene Verträge am Telefon von unseriösen Unternehmen reißen nicht ab, ihnen scheint jedes Mittel recht, den schnellen Euro zu machen. Mit einer Umfrage wollen die Verbraucherzentralen jetzt erfassen, welches Ausmaß die Belästigung am Telefon mittlerweile tatsächlich angenommen hat.

Verbraucher sind aufgerufen, ihre Erfahrungen mit dreisten Werbeanrufen zu melden“, ruft die Verbraucherberatung Osterode die Bürger zur Mithilfe auf. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen sammelt dazu mit einem Fragebogen die eingegangenen Beschwerden. Im Internet unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/aktion-telefon oder in den Beratungsstellen selbst können sich die Verbraucher dazu äußern. Die Umfrage läuft vom 18. Juni bis zum 16. September.
Verbraucher ausgetrickst
„Seit Jahren schon werden die Verbraucher am Telefon mit unterschiedlichsten Maschen ausgetrickst. Dabei wird zum Beispiel behauptet, der Angerufene nehme an einem Gewinnspiel teil“, weiß die Osteroder Beratungsstelle. Es werde dann darauf hingewiesen, dass man kündigen kann. Dafür müssten allerdings die Daten abgeglichen werden. Statt einer Kündigung komme dann eine Auftragsbestätigung. Eine andere Masche sei der Verkauf eines sogenannten Telefonblockers, der angeblich automatisch Werbeanrufe sperren würde. Erst nach dem Auspacken der Nachnahmesendung entpuppt sich dieses sinnlose Gerät als Abzocke über eine Summe von 117 Euro.
Zudem geben sich die Telefonbetrüger als Anwälte, Mitarbeiter von Behörden oder sogar Verbraucherzentralen aus. Der Gesetzgeber hatte zwar im Jahr 2009 unter anderem höhere Bußgelder beschlossen, wenn Firmen unerlaubt anrufen. Allerdings reichen, so die Beratungsstelle, die bisherigen Regelungen des Gesetzes zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung nicht aus und müssten dringend verschärft werden.
„Den Telefonabzockern muss endlich das Handwerk gelegt werden. Mit den Ergebnissen der Umfrage wollen wir den dringenden Handlungsbedarf untermauern“, sagt dazu Ilsemarie Luttmann, Leiterin der Verbraucherzentrale Osterode.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen fordert, dass grundsätzlich alle telefonisch abgeschlossenen Verträge schriftlich bestätigt werden müssen. mp/red

HarzKurier: 26. Juni 2012
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