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Bei der Sanierung des Friedhofswegs betrat die Stadt Neuland
Ersparnis für Stadt und Anlieger


Der Friedhofsweg nach der Sanierung, die in einem Tag beendet war. Foto: Swenja Tölle
Von Florian Renneberg
BAD LAUTERBERG. Zwei Tage waren im Mai für die Sanierung des Friedhofswegs angesetzt. Bereits am ersten Tag konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Der Grund: Die Stadt hatte sich entschlossen, erstmals das sogenannte DSK-Verfahren anzuwenden.

DSK steht für „Dünne Schichten im Kalteinbau“. Zunächst werden die Verformungen der Fahrbahnoberfläche mittels einer Kaltfräse beseitigt, sodass eine ebene Fläche entsteht, anschließend wird der DSK-Belag aufgetragen. In Deutschland werden so – laut Angaben des international tätigen Unternehmensverbunds Wirtgen Group – jedes Jahr mehr als fünf Millionen Quadratmeter Straße saniert. Im Friedhofsweg kam das Verfahren erstmals in Bad Lauterberg zur Anwendung.
Die Vorteile liegen auf der Hand: „Die Kosten betragen nur rund zehn Prozent einer üblichen Straßensanierung“, erklärt Bad Lauterbergs Bürgermeister Dr. Thomas Gans. Außerdem bleiben die Anleger von den Kosten unbehelligt, da die Stadt die gesamten Kosten trägt.
Infrage kommen allerdings nur Straßen, bei denen der Unterbau intakt ist. Schließlich handelt es sich beim DSK-Verfahren nicht um eine Neufassung der Straße, sondern lediglich um eine Instandsetzung. Kaputte Kanäle beispielsweise können auf diesem Weg nicht repariert werden. Nun gilt es aber ersteinmal abzuwarten, ob das Verfahren auch langfristig das gewünschte Resultat zeigt. Rund 10 bis 15 Jahre soll der Friedhofsweg halten. „Im Harz haben wir im Winter allerdings beachtliche Mengen Schnee und Frost“, gibt Dr. Gans zu bedenken. Im kommenden Frühjahr soll das Ergebnis deshalb evaluiert werden. Dann will die Stadt prüfen, welche Straßen ebenfalls für eine derartige Sanierung in Frage kommen.
Durch die Zeit- und vor allem Kostenersparnis sei es unter diesen Voraussetzungen möglich, öfter mal eine Straße zu sanieren als dies bislang der Fall sei, so Gans.

HarzKurier: 21. Juni 2012
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