Verein zur Einführung und Erhaltung des Harzer Roten Höhenvieh
Seine Begründung: „Man wird nicht jünger“
 Der Vorstand: v. li. Siegfried Gorlt, Manfred Draheim, Ursula Niebuhr, Walter Pauls und Stefan Kirsch. Foto: kru WIEDA. Nur wenige Mitglieder waren der Einladung zur Jahreshauptversammlung des Vereins zur Einführung und Erhaltung des Harzer Roten Höhenvieh in Wieda gefolgt. Doch dieser kleine Kreis zeigte reges Interesse und war mit vielen Ideen und etlichen Vorschlägen im Rahmen der Versammlung aktiv.
Nach den Berichten gab es die Möglichkeit, sich zu äußern, was von fast allen Besuchern wahrgenommen wurde. Gute „Haushaltsführung”, verschwindend geringe Tierarztkosten und viele ehrenamtliche Tätigkeiten gehörten zu den positiven Mitteilungen. Dem gegenüber standen Geschehnisse, die Unverständnis hervorriefen. Ein auf die Herde gehetzter Hund, der Weidezäune beschädigte, und damit verbundene „Ausflüge” der Kühe waren absichtlich geschaffene Probleme von Personen, die dem Verein, aus welchen Gründen auch immer, negativ gegenüber stehen. Sowohl der stellvertretende Bürgermeister, Rolf Willige, als auch Klaus-Erwin Gröger, Vorsitzender der CDU-Fraktion, betonten in Grußworten sowie weiteren Wortmeldungen, dass den Vereinsmitgliedern für ihr Engagement Dank zu zollen sei. Nicht nur im Bezug auf die Pflege der Tiere, der Erhaltung von Traditionen sondern auch der Beteiligung an örtlichen Veranstaltungen und der Pflege von Flächen. Man dankte, dass der Verein sich den Herausforderungen stets aufs Neue stellt und ehrenamtlich vieles leistet. Der Vorsitzende, Siegfried Gorlt, sprach in seinem Bericht den Vorstandsmitgliedern und Helfern, besonders auch Spendern sowie dem Harzklub Zweigverein Wieda, der anlässlich des Weideauf- sowie –abtriebs alljährlich stets dabei ist, seinen Dank aus. Besonders ohne die treuen Kuchenspender wäre manche Veranstaltung letztlich zum finanziellen Fiasko für den Verein geworden. Besonders rege wurde diskutiert, was die Vermarktung von Weideauf- und –abtrieb betrifft. Die Ideen reichten von umfangreicherer Flyer- und Plakatwerbung, über Radiowerbung, der Veranstaltung einer Tombola bis hin zu Kontaktierung von Vermietern sowie Gastronomiebetrieben auch im weiteren Umkreis. Der bisher noch fehlende Internetauftritt wurde ebenfalls als Manko angesehen. Zum Thema Tombola wird es in naher Zukunft ein separates Treffen geben, da man diese Idee möglicherweise realisieren möchte. Zügig verlief die Wahl des Vorstandes: Erster Vorsitzender ist Siegfried Gorlt, zweiter Vorsitzender ist Walter Pauls, Beisitzer ist Stefan Kirsch, Kassenwart Manfred Draheim und Schriftführerin Ursula Niebuhr. Kassenprüfer bleiben Klaus-Erwin Gröger und Peter Bornkessel. Nach mehr als einem Jahrzehnt hat Gorlt für das Jahr 2011 seinen Rücktritt als Vorsitzender angekündigt, “man wird nicht jünger”, so seine Begründung. Gleichzeitig sucht man bereits jetzt nach einem Nachfolger. „Jeder der Spaß an der Arbeit mit Tieren hat – und auch die entsprechende Zeit, kann sich diesbezüglich sofort melden”, so der Aufruf. kru |
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