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Revierleiter füttern ihr Wild
Notzeit für Tiere ausgerufen


Bei hohem Schnee gerät das Wild in Not. © Herby Meseritsch - Fotolia.com
Von Michael Paetzold
Der Kreisjägermeister des Landkreises Goslar, Hubertus Knorr, hat für alle Harzreviere ab einer Höhenlage von 400 Metern im Landkreis Goslar die Notzeit ausgerufen und folgt damit der Jägerschaft im Kreis Osterode. Kreisjägermeister Dieter Helmold hatte im Kreis Osterode die Notzeit für Reviere mit Höhenlagen ab 300 Metern bereits am 19. Januar festgestellt, als der tiefe Schnee massiv zu verharschen begann.

Ist die Notzeit ausgerufen, ist ab sofort die Jagd verboten, und die Revierinhaber müssen für eine ausreichende Fütterung der Wildtiere sorgen, weil das Wild kaum noch nahrhaftes Futter findet. Jetzt kommen Heu, Stroh, Getreide, Eicheln oder Kastanien zum Einsatz.
Anlass dafür sind die seit Wochen anhaltende Winterwitterung und die neuen Schneefälle der letzten Tage. „Die Notzeit ist nach dem Niedersächsischen Jagdgesetz vorgesehen, wenn das Wild aufgrund äußerer Umstände an Futtermangel leidet. Die Tiere bewegen sich dann wenig und senken ihren Energiebedarf ab“, erklärt Kreisjägermeister Knorr. Eine Notzeitsituation sei in seinem Betreuungsgebiet bislang nicht als erfüllt angesehen worden, da normale Schneelagen in der Regel nicht dazu führen, dass das Wild Not leidet. Knorr: „Die Wildarten sind an die derzeitige Situation angepasst, haben den Haarwechsel vollzogen, Fettreserven gebildet und sind in tiefere und geschützte Lagen gezogen.“ Das lang anhaltende Winterwetter mit Schneehöhen bis zu einem Meter, verharschten Oberflächen und die nachlassenden Fettreserven der Tiere hätten nun jedoch zu einer neuen Beurteilung der Situation geführt. Kreisjägermeister Helmold machte deutlich, dass sich die Revierinhaber im Kreis Osterode verantwortungsbewusst zeigen, ihre Wildbestände schonen und zur Not dazu füttern. Wintersportler und Wanderer haben derzeit eine besondere Verpflichtung gegenüber der heimischen Tierwelt. Sie sollten die Loipen und Wege nicht verlassen, um das Wild möglichst wenig zu stören. Denn für die Tiere kann der zusätzliche Stress derzeit im schlimmsten Fall den Tod bedeuten.
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