Internationales Zentrum Clausthal (IZC)
Aushängeschild für die Stadt
 Besucher betrachten interessiert die Fotoausstellung der Studenten und nutzten die Gelegenheit zu einem Austausch, wie TU-Präsident Professor Thomas Hanschke (Mitte) mit dem Landtagsabgeordneten Rudolf Götz. Foto: Kluge CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Studenten aus über 70 Nationen sowie über 100 weltweite Partnerschaften belegen die internationale Bedeutung der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld. Mit der offiziellen Eröffnung des neuen Internationalen Zentrums Clausthal (IZC) im Rahmen einer dreitägigen Festwoche wurde dies auch in der Heimatstadt belegt (der HarzKurier berichtete).
„Die TU ist ein Symbol für internationale Beziehung“, bestätigte denn auch Professor Thomas Hanschke, Präsident der Universität. 800 000 Euro allein aus Universitätsmitteln sind in den letzten beiden Jahren in die ehemalige Grundschule Graupenstraße geflossen. Damit sei es gelungen, ein Projekt fertig zu stellen, das ein „Aushängeschild für die TU und auch für die Stadt“ ist, so Hanschke.
Er erinnerte, dass 2008 die TU die Schlüssel für das Gebäude erhalten habe, sich dann Gedanken über die Nutzung machen musste und die Idee des komplexen Internationalen Zentrums entstanden sei. Die Geschäftsführerin des IZC, Dr. Almut Steinbach, begrüßte das neue Gebäude ebenso. „Auslandsamt, Ausländerzulassung und Sprachzentrum unter einem Dach zu haben, vereinfacht viele Arbeitsabläufe und erspart den Studenten Wege“, so Steinbach. Die Idee und ihre Umsetzung habe sich in Deutschland schon herum gesprochen und erste Gäste waren bereits da, um sich über das Projekt detailliert zu informieren.
Mit einer interkulturellen Festwoche feiert das IZC die Neueröffnung und lädt dazu auch Nicht-Studenten ein. Da lockt zum einen eine sehenswerte Fotoausstellung. „Send me there & Impressions from home“ waren Thema eines Fotowettbewerbs, deren Sieger im Rahmen der Feier gekürt wurden. Dabei hielten Studenten zum einen fotografisch ganz persönliche Eindrücke von Auslandsreisen fest wie zum Beispiel das Zusammentreffen mit einem Chinesen. Der beherrschte keine Sprache, die die Studenten sprachen, dennoch gelang es ihm, den Studenten eine einmalige Führung entlang der chinesischen Mauer zu bieten. Ein anderer Student hatte bei den „Impressions from home“ seine Frau in ihrem traditionellen Hochzeitsgewand in Szene gesetzt.
Der gestrige Mittwochnachmittag stand ganz im Zeichen von Kindern und Familie. Internationale Gesellschaftsspiele, Sprachlernspiele oder Spieleklassiker wurden geboten Zaubermärchen aus Russland, multikulturelle Geschichten, Erzählungen aus aller Welt und afrikanische Lieblingsmärchen wurden vorgetragen. Schminkaktion, Bewegungsspiele und das Lernen und gemeinsame Singen von Kinderliedern aus aller Herren Länder rundeten den Nachmittag für die Familien ab.
Bevor am heutigen Donnerstag ab 17.30 Uhr das Wintergrillen mit Spezialitäten aus aller Welt die Festwoche beschließt, gibt es um 16.30 Uhr noch eine Lesung eines afrikanischen Autors. Luc Degla hat in Deutschland studiert und über seine Erfahrungen und Erlebnisse ein Buch geschrieben, aus dem er vortragen wird. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.
Mit dieser Festwoche rückt das IZC in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Eine weitere Brücke zur Annäherung von Studenten und Bürgern in Clausthal-Zellerfeld ist geschlagen. Bis aus dem derzeitigen Nebeneinander ein harmonisches Miteinander wird, ist es sicher noch ein langer Weg. Doch AStA-Vorstand Janis Kesten-Kühne zitierte dazu ein weltweit populäres Sprichwort: „Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt“ und ergänzte, dass man diesen auch gehen müsse. cfk |
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