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Schulelternrat und Elternschaft kritisieren Wegfall von Haltestelle
Busfahrplan sorgt für Unverständnis


An der Bushaltestelle in der Ortsmitte steigen nicht nur größere Schüler, sondern auch Erst- bis Viertklässler aus, die so manches Mal nicht genau wissen, wo es lang geht. Foto: Petra Bordfeld
DORSTE. Mit dem neuen Linienplan der RBB hat das Thema Bushaltestelle in Dorste wieder neuen Wind in die Segel bekommen und sorgt besonders bei der Elternschaft von Schulkindern für Verständnislosigkeit. Das gilt insbesondere für die Strecken der drei Busse, die nach Unterrichtsschluss auch die Kinder von der Grundschule Förste nach Dorste bringen.

Der erste Vorsitzende des Schulelternrats und dessen Stellvertreterin, Michael Zucker und Tanja Kleindienst, hätten schon an jeder zuständigen Stelle Gespräche gesucht, um herauszubekommen, welchen Grund die Fahrplanänderung habe, die laut Aussagen einiger Busfahrer gar nicht hätte sein müssen. Die Änderung habe unter anderem zur Folge, dass eine neue Haltestelle, die erst nach den Sommerferien fertig gestellt werden soll, nicht mehr ins Konzept des Busunternehmens passe.
Vielmehr müssten die Kinder auf der gegenüberliegenden Seite, an der Einmündung Hinterdorf, einsteigen – und genau hier sollte eine neue Haltestelle errichtet werden. Bereits vor einem Jahr habe sich die Elternschaft für diesen Platz engagiert, sich dann aber auf die Haltestelle in der Turmstraße geeinigt. Die Turmstraße solle nicht mehr zusätzlich angefahren werden. Von den Erstklässlern werde verlangt in der Ortsmitte auszusteigen und sich verkehrsgerecht zu verhalten, kritisiert der Schulelternrat.
Die beiden Vorsitzenden haben vom Busunternehmen einen Fahrplan mit Erläuterungen bekommen, in dem beschrieben sei, wo die Linien 417, 421 und 425 halten bzw. nicht halten und warum das so sei. Der erste Bus fahre gegen 12 Uhr in Dorste ein. Aufgrund der wenigen Schüler könne die Haltestelle Turmstraße aber nicht zusätzlich angefahren werden.
Die Haltestelle Ortsmitte – Bundesstraße – werde in Fahrtrichtung Katlenburg angefahren, so dass die Kinder nicht die Bundesstraße überqueren müssten. Mit der Ankunft des zweiten Busses wird gegen 12.58 Uhr gerechnet. Hier heißt es, dass eine zusätzliche Haltestelle zum Aussteigen gegenüber der bisherigen Turmstraße/Winkelgasse eingerichtet wird. Die Haltestelle Am Berge – die im Interesse der Schulkinder erst kürzlich erstellt wurde – werde allerdings nur bei entsprechender Bedarfslage angefahren. Die Frage des Elternrates: „Wer entscheidet, wann ein Bedarfsfall besteht?“
Der dritte Bus komme gegen 13.36 Uhr in Dorste an. Die Haltestellen Turmstraße könnten aber nicht zum Aussteigen angefahren werden, da sonst die Haltestelle Ortsmitte nicht bedient werden könne. Da der Bus jedoch Ortsmitte Richtung Katlenburg hält, müssten die Kinder auch diesmal nicht die Bundesstraße überqueren. Der Bus halte an der Haltestelle „Am Berge“.
Es könne nicht sein, dass eine Änderung der Streckenführung ein derartiges Chaos anrichte und sowohl am Interesse als auch an der Sicherheit der Kinder vorbei gehe.
Es bleibe abzuwarten, wie sich dieser Schildbürgerstreich weiter entwickele, bei dem die Kinder offenbar vergessen werden, so Tanja Kleindienst und Michael Zucker vom Schulelternrat. pb
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