Horst Tichy über „Silver Ages“ und die Arbeit im Rat
Teil der Arbeit bleibt eher im Verborgenen
 Die anwesenden Geehrten freuen sich über die Auszeichnung: Friedhelm Ohnesorge, der ehemalige Stadtverbandsvorsitzende Klaus-Peter Münch, Regina Seeringer, Ute Kruse und der neue Vorsitzende Roland Stahl (v.l.). Foto: M. Koch BAD LAUTERBERG. Auch die CDU-Kreisvorsitzende Regina Seeringer war am Freitag zu Gast bei der Jahreshauptversammlung des CDU-Stadtverbandes Bad Lauterberg (Harz Kurier berichtete). „Wir sprechen immer von Leuchttürmen in unserem Landkreis. Wenn ich hier in Bad Lauterberg bin, merke ich, dass diese Stadt lebt!“, sagte sie.
Anschließend wurden Mitgliederehrungen vorgenommen. In Abwesenheit wurden Erika Tschersich und Sigrid Übel für 35 Jahre in der CDU sowie Edelgard Fröhlich für 25-jährige Parteizugehörigkeit ausgezeichnet. Die Vorsitzende der Frauen-Union, Ute Kruse, wurde für 30-jährige Mitgliedschaft geehrt. Zu guter letzt wurde Friedhelm Ohnesorge für 25 Jahre im CDU-Stadtverband nach vorne gebeten. „Ich hab‘ die Rotary-Nadel vorhin abgemacht, damit diese hier Platz hat“, sagte er mit einem schelmischen Lächeln. Klaus-Peter Münch entgegnete: „Der Trend geht eindeutig zur Zweitnadel!“ Anschließend wurde Klaus Rudolph aus zeitlichen Gründen aus dem Hauptvorstand verabschiedet. Rudolph hatte weit mehr als zehn Jahre die Geschicke der Partei geführt, deshalb galt ihm großer Dank.
Im Anschluss kam der CDU-Fraktionsvorsitzende Horst Tichy zu Wort: „Wenn ich jetzt dran bin, ist Schluss mit Fußball“, sagte er scherzhaft. Gemeint war das Spiel des FC Bayern München gegen TSG Hoffenheim. „Nein, Spaß beiseite. In der Fraktion haben wir uns im vergangenen Jahr mit dem leidigen Thema Schließung des städtischen Altenheimes beschäftigt. Da mehr und mehr Defizite eingefahren wurden, war es irgendwann einfach nicht mehr zu halten. Wir werden sicherlich in naher Zukunft noch einmal mit diesem Thema konfrontiert werden, wenn das Gebäude hoffentlich bald verkauft wird“, sagte er. Außerdem habe man einen weiteren Punkt nach vorne gebracht. Einige „Schandflecke“ im Ortsteil Bartolfelde seien verschönert worden. „Diese Arbeit ist eher im Verborgenen geblieben, da wir nicht jeden Monat ein Heft herausgeben, in dem wir sagen, was wir alles gemacht haben und wie toll wir doch sind“, so die Ergänzung Tichys. Was die Grundschule in Bartolfelde angehe, habe die CDU nach Lösungen gesucht. Allen voran Volker Hahn und engagierte Eltern. Der Antrag auf Beantragung einer Ganztagsschule wurde von der CDU in den Rat eingebracht und von diesem fristgerecht auf den Weg geschickt. „Normalerweise überlegen sich die Schule selbst oder der Schulträger ein solches Konzept. Es steckt eine Menge Arbeit dahinter“, so Tichy. Vom Thema Kinder ging er zur demografischen Entwicklung über. Man wolle versuchen, so genannte „Silver Ages“, also Personen ab Mitte 50, für ihren Altersruhestand nach Bad Lauterberg zu locken. „Das heißt nicht, dass wir keine Familien wollen. Aber wir müssen der Zielgruppe auch etwas bieten können. Für die Silver Ages haben wir bereits das passende Angebot: Einen ganz hervorragenden Einzelhandel, Kliniken, Hotels und Pensionen sowie Gaststätten. Wir müssen es ihnen nur noch anbieten.“ Übrigens: Zeit, das Fußballspiel zu Ende zu verfolgen, blieb doch noch. mko |
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