Finger weg von den Wahlplakaten

Osterode  Wer Plakate beschädigt, sei es durch Zerstören, Überkleben oder Anmalen, begeht eine Straftat.

Wahlplakate in der Juesholzstraße in Herzberg.

Foto: Mark Härtl

Wahlplakate in der Juesholzstraße in Herzberg. Foto: Mark Härtl

Für die Parteien ist ein derartiger Vandalismus mehr als ärgerlich: Sie haben Geld und Arbeit in die Plakatierung investiert, und ehe man sich versieht, ist die Wahlwerbung beschmiert, zerrissen oder gänzlich verschwunden.

„Hier passiert das ständig“, ärgert sich Niclas Bollmannn aus Förste. Er ist für die CDU im Ortsrat und kann nur vermuten, welches politische Lager dahinter steckt. Dabei ist das Zerstören, Überkleben oder Anmalen von Wahlplakaten kein Kavaliersdelikt, sondern eine handfeste Straftat, informiert die Polizei in Osterode. Wer ertappt und angezeigt wird, dem können wegen Sachbeschädigung Geldstrafen und sogar Haft drohen. Besonders empfindlich können Strafen ausfallen, wenn verfassungsfeindliche Symbole wie Hakenkreuze auf die Wahlwerbung geschmiert werden.

Eine Anzeige gegen Unbekannt indes verspricht erfahrungsgemäß wenig Erfolg. Dennoch will Bollmann den Vandalismus nicht so einfach hinnehmen und wird eine Strafanzeige stellen. „Mir ist es dabei ganz gleich, von welcher Partei die Plakate verschwinden. Es geht um Grundsätzliches, um die guten demokratischen Gepflogenheiten.“mp

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