AfD ist im Südharz erneut stark

Osterode  Die rechte Partei zieht erstmals in den Landtag ein.

Dana Guth (AfD).

Foto: Philipp Schulze/dpa

Dana Guth (AfD). Foto: Philipp Schulze/dpa

Die AfD hat den Einzug in den Landtag geschafft: Rund 6 Prozent erreichte die rechtspopulistische Partei, ihr bisher schlechtestes Ergebnis in einem deutschen Flächenland und nur halb so viele Stimmen wie bei der Bundestagswahl. Die Spitzenkandidatin Dana Guth (Foto) aus Herzberg zeigte sich im ARD-Wahlstudio am Sonntagabend gleichwohl überaus zufrieden, sprach sogar von einem „großartigen Ergebnis“. Es seien schließlich sechs Prozent Zuwachs, das sei „kein Grund zum Traurigsein“. Bei den vorhergehenden Landtagswahlen 2013 war die Partei nicht angetreten.

Die AfD-Kandidatin Gabriele Inge Kesten aus Willensen war im Rennen um das Direktmandat im Wahlkreis 12 Göttingen/Harz chancenlos. Sie kam mit 6,5 Prozent aber immerhin auf den dritten Platz. Bei den Zweitstimmen schnitten die Rechtspopulisten erneut, wie schon bei der Bundestagswahl, besonders stark in Bad Sachsa (9,9 Prozent) und in der Gemeinde Walkenried (9,6 Prozent) ab. Insgesamt kamen sie im Wahlkreis 12 auf rund 7 Prozent.

Kandidat der Linken enttäuscht

Der Direktkandidat der Linkspartei, Edgar Schu aus Göttingen, zeigte sich enttäuscht von seinem Ergebnis: „Ich hatte die Hoffnung, dass es ein paar mehr Stimmen werden.“ Er sei im Wahlkampf für eine Umverteilungspolitik zugunsten der ärmeren Bevölkerung eingetreten und habe dafür auf der Straße viel Zuspruch erhalten, sagte er. Die Linkspartei kam im Wahlkreis 12 auf lediglich 3,4 Prozent, Schu bekam 3,2 Prozent der Erststimmen.

Was das schlechte Ergebnis seiner Partei auf Landesebene angeht, die den Einzug ins Parlament wohl erneut verfehlte, sah er einen Grund in der Ankündigung, die Linke stehe für ein rot-rot-grünes Bündnis zur Verfügung und sei dafür bereit, bestimmte – nebenrangige – Positionen aufzugeben.

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